Home-Office als Teil der Work-Life-Balance

Home-Office
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Vielen Arbeitgebern ist der Begriff Home-Office noch immer ein Dorn im Auge. Viel weniger wegen des Kontrollverlusts, sondern eher wegen der fehlenden Übersicht über die Arbeit ihrer Angestellten. Viele Arbeitnehmer in Deutschland würden es sich aber wünschen, ab und an mal von zu Hause arbeiten zu können, um auch ihr Privatleben parallel in den Griff zu bekommen. Die meisten denken sogar, dass sie von zu Hause aus viel produktiver wären. Doch ist das wirklich so? Ist Home-Office effizient und steuert es zu einer besseren Work-Life-Balance bei?

Befürchtungen der Arbeitgeber

Trotz der Digitalisierung arbeitet in Deutschland noch immer ein verschwindend geringer Teil der Arbeitnehmer von zu Hause aus. Das liegt vor allem daran, dass die Arbeitgeber sich dagegen sträuben. Sie befürchten den Überblick über ihre Mitarbeiter und deren Arbeit zu verlieren und sehen ein Problem im Kontrollverlust, da sie nicht wissen, ob im Home-Office auch wirklich effizient und regulär gearbeitet wird. Zudem sehen sie ein Problem in der Kommunikation. Arbeiten viele Angestellte von zu Hause aus, kämen keine Meetings mehr zustande, die das Teambuilding und die soziale Bindung um Unternehmen stärken. Arbeitgeber befürchten ein Unternehmen bestehend aus Einzelgängern, was sich auf Dauer nicht gut auf die eigene Firma auswirken würde.

Vorteile des Home-Office

Viele Arbeitnehmer hingegen sehen das komplett andersherum. Und durchaus bringt das Home-Office eine Menge Vorteile mit sich. So können Angestellte zu Hause die reine Arbeitszeit viel effizienter nutzen, da sie nicht durch den Kaffeeklatsch der Kollegen oder endlos lange Meetings permanent von ihren Aufgaben abgelenkt werden. In Bezug auf Meetings kann das Home-Office gar ein Vorteil sein, da so eventuell nur die wirklich wichtigen Dinge besprochen werden, ohne groß auszuschweifen. Jeder der täglich bis zu zehn Stunden im Büro vor einem PC sitzt, kennt das Gefühl, dass das Gehirn irgendwann nichts mehr hergibt. Auch der tägliche Spaziergang in der Mittagspause an der frischen Luft und ausreichend Flüssigkeitszufuhr können hier nur bedingt helfen. Wird hingegen von Zuhause aus gearbeitet, gibt es die Möglichkeit auch einfach mal zwischendurch den Kopf freizubekommen, in dem etwas im Haushalt erledigt wird.

Die Befürchtungen der Arbeitgeber, sie können die Übersicht über die Arbeit ihrer Angestellten verlieren, sind spätestens seit der Einführung von Dokumentenmanagement Systemen (https://www.ser.de/produkte-loesungen/dokumentenmanagement.html) Geschichte. Denn diese Programme, welche nicht nur auf den Rechnern im Büro, sondern auch auf den Laptops im Home-Office installiert werden können, sorgen für eine viel bessere Struktur und Übersicht bei der Arbeit in einem Unternehmen.

Verbesserte Work-Life-Balance

Der wohl größte Vorteil des Home-Office ist die Verbesserung der Work-Life-Balance. Dieser Begriff ist zu einem großen Bestandteil in der Arbeitswelt geworden, da es ohne ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeitsalltag und Privatleben heutzutage nicht mehr geht. Immer mehr Menschen kriegen beides nicht mehr unter einen Hut und überarbeiten sich. Im Home-Office können Arbeitnehmer ihre Schaffenspausen sinnvoll und kreativ nutzen, um beispielsweise den Haushalt zu machen, kurz mal Einkaufen zu fahren oder einfach ein bis zwei Stunden mit ihren Kindern zu spielen. Solange die Arbeit am Ende des Tages erledigt ist und die Stundenzahl stimmt, steht dem ja schließlich nichts im Wege. Außerdem machen genau diese kreativen Pausen den Kopf wieder frei für die Arbeit.

Ebenfalls negativ zur Work-Life-Balance trägt der Weg auf die Arbeit und zurück nach Hause bei. Viele Deutsche sitzen täglich mindestens ein bis zwei Stunden im Auto oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln, um zu Ihrer Arbeitsstelle und wieder zurückzukommen. Das kostet nicht nur erhebliche Zeit, die anderweitig sinnvoller eingesetzt wäre, sondern auch Nerven. Der Stressfaktor erhöht sich schon auf dem Weg zur Arbeit und die Motivation sinkt, noch bevor das Büro erreicht ist. Alles Probleme, die im Home-Office nicht auftreten. Hier kann nach dem Aufstehen und der ersten Tasse Kaffee direkt und produktiv mit der Arbeit begonnen werden.

Organisation und Disziplin als Erfolgsfaktoren

Allerdings erfordert das Home-Office auch eine Menge Disziplin damit die Arbeit so effektiv und effizient erledigt werden kann, wie oben beschrieben. Wer sich zu sehr von dem Privaten umher ablenken lässt, hat auf Dauer keine Chance produktiv zu arbeiten. Ein ruhiger und separater Arbeitsplatz hilft auch zu Hause dabei, dass die Arbeit leichter von der Hand geht. Es empfiehlt sich also ein eigenes Büro einzurichten oder eine Ecke, in der besonnen gearbeitet werden kann. Zudem ist es zu empfehlen, morgens nicht direkt im Schlafanzug mit der Arbeit zu beginnen. Viele können auch in den eigenen vier Wänden nur richtig arbeiten, wenn das Drumherum stimmt. Dazu gehört ebenfalls eine normale Arbeitsbekleidung. Auch die Organisation spielt eine entscheidende Rolle. Diese ist nur dann gut, wenn auf Dauer Arbeit und Privates parallel nebeneinander herlaufen können, ohne das eines der Beiden überhand gewinnt.

Home-Office hat sowohl seine Vor- als auch seine Nachteile. Sicherlich kann es auf Dauer dem Unternehmensklima schaden, indem es die Kommunikation sowie das Netzwerk untereinander beeinträchtigt. Andererseits gibt es wohl kaum eine bessere Möglichkeit die Work-Life-Balance seiner Mitarbeiter auf Dauer zu verbessern, außer vielleicht einer Vier-Tage-Woche. Hier muss einfach ein Kompromiss gefunden werden. Permanentes Home-Office wird in den meisten Fällen wohl eher mehr Nachteile als Vorteile zum Vorschein bringen. Über einen bestimmten Zeitraum oder an festen Tagen die Woche jedoch, kann es sich durchaus positiv auf alle Beteiligten auswirken.

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Redaktion

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