Talentscouting: Wie die NFL die Spreu vom Weizen trennt

Die National Football League ist die umsatzstärkste Sportliga der Welt. Jährlich werden in der Footballsaison, die von Herbst bis Mitte Februar läuft, mehr als 10 Millionen US-Dollar umgesetzt. Schon lange dreht es sich nicht mehr nur um das lederne Ei, sondern um knallharte Fakten, gute Zahlen und den bestmöglichen Gewinn der einzelnen Teams. Im Gegensatz zu den meisten europäischen Sportteams, befinden sich die amerikanischen Profimannschaften in Privatbesitz. Die Eigentümer führen ihre Teams häufig mit rigoroser Hand und versuchen, so viel wie möglich mit ihren Teams zu verdienen. Da ist es kein Wunder, dass alles immer professioneller wird und alle Mitarbeiter, von der Putzfrau bis hin zum General Manager unter großen Leistungsdruck stehen.

Der Prozess der Talentsichtung – das sogenannte Scouting

Ein sehr wichtiger Bereich des Profi Footballs ist das Scouting. In Nordamerika wird jährlich ein Draft abgehalten, bei dem die Teams in Reihenfolge vom Schlechtesten bis hin zum Besten der Vorsaison aus dem Pool der besten Nachwuchsspieler auswählen dürfen. Diese Spieler haben sich über Jahre in der High School und im College bewiesen und werden schon Jahre im Voraus von den Teams der NFL genau beobachtet. Während das Scouting früher von einzelnen Mitarbeitern der Clubs durch Beobachten von Spielen und Trainings der einzelnen Spieler durchgeführt wurde, hat heute die Digitalisierung in die Suche nach den besten Talenten Einzug gefunden. Scouts fliegen also heute nicht jedes Wochenende durch die Staaten, um ein bestimmtes Spiel zu sehen, sondern sichten Hunderte Aufnahmen von verschiedenen Footballduellen, um bestimmte Spieler beurteilen zu können. So werden zu jedem Spieler, der für ein Team interessant ist, eigene Filme geschnitten, die dann den Entscheidungsträgern des Clubs vorgespielt werden können.

Trotzdem ist der Prozess der Talentsichtung noch sehr schwer

Schon mehr als ein Jahr vor dem Draft beginnen die Profiteams, nach neuen Talenten zu suchen. Da jedes Jahr etwa 16.000 College Spieler sich für den Draft qualifizieren, gilt es, so früh wie möglich die Spreu vom Weizen zu trennen. Schon während des „Junior Years“ erstellen verschiedene Scouting-Dienstleister eine Masterliste für die NFL Teams. Diese führt die besten 10 Prozent der Collegespieler mit deren Stärken und Schwächen auf. Viele der Profi Football Teams haben zudem durch ihre Spieler und Coaches gute Verbindungen zu den vielen Colleges des Landes und können so gut an weiterführende Informationen über interessante Spieler gelangen.

Das Scouting im Football ist das A und O eines Vereins

Da die Neulinge noch relativ wenig Geld verdienen, aber teilweise schnell zur großen Stütze eines Teams werden können, sind sie sehr gefragt. Jedes Team hofft, dass beim Scouting ein Volltreffer gelingt und man im Draft einen Spieler zieht, der eine „Hall of Fame Karriere“ beim eigenen Club hinlegt. Natürlich gelingt dies den wenigsten Spielern und viele der gedrafteten Nachwuchstalente kommen nie in einem NFL-Spiel zum Einsatz. Da die einzelnen Picks im Draft sehr viel wert sind, investieren die Mannschaften Unmengen an Zeit und Ressourcen in das Scouting und hoffen jedes Jahr auf den einen Volltreffer.

Redaktion
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