Schlagwort Virtual Reality: Was bringt VR für die Zukunft?

Virtual Reality ist gerade eines der großen Schlagworte in der Elektronikbranche. Die schlauen Brillen sollen uns tiefer in digitale Welten eintauchen lassen und versprechen sowohl bei Videospielen, als auch bei Video-Streaming ganz neue Erlebnisse. Was haben die Anbieter – insbesondere bei der führenden Plattform Android – für die nahe Zukunft im Angebot?

Aus der Nische heraus

Virtual Reality bezeichnet die Benutzung von Headsets oder Smartphones zur Erzeugung einer interaktiven virtuellen Umgebung. Für das Betriebssystem Android sind inzwischen viele Headsets erhältlich, in die man das eigene Smartphone platziert. Dieses dient dann als interaktiver Bildschirm und versetzt den Nutzer in andere Welten.
Zuerst die ernüchternderen Aspekte: VR ist nach wie vor eher ein Nischentrend, richtig massentauglich sind die virtuellen Realitäten noch nicht geworden. Das liegt sicher auch am mangelnden Tragekomfort, sowie den optisch noch nicht ganz ausgereiften Produkten: VR-Brillen sind entweder teuer oder benutzen das Smartphone des Anwenders als Bildschirm und sind in dem Fall oft etwas unhandlich. Erst seit letztem Jahr kommen optisch ansprechendere Brillen auf den Markt. Die Firma Apple setzt im Gegensatz zu Google viel stärker auf Augmented Reality – der Kampf der beiden Software-Giganten geht also einmal mehr in die nächste Runde.

Interaktivität ist wichtig

Was aber steht für die Virtual Reality in Zukunft an? Im kommenden Jahr soll VR richtig durchstarten – und unter anderem kabellos werden, was man zum Beispiel an HTCs Wireless-Adaptern für Vive und Vive Pro gesehen hat.
Interaktive VR-Erlebnisse, bei denen man direkt ins Geschehen eingreifen kann, werden richtig groß in Zukunft. Vorboten für diesen Trend gibt es bereits schon: Bei VR-Videospielen wird Interaktivität schon jetzt großgeschrieben. Der Horror-Titel Resident Evil 7 sorgte Anfang 2017 für Gänsehaut, insbesondere die Firma Sony ist mit ihrer Playstation VR-Brille sehr erfolgreich am Markt unterwegs: Das Modell ist mit rund 300 Euro teurer als Brillen für Smartphones, verfügt aber dank Anschluss an die Spielkonsole über genügend Rechenkapazität, um dreidimensionale virtuelle Welten lebensecht darzustellen.
Ein weiteres Beispiel sind Live Casinos, bei denen man im Internet Blackjack oder Roulette lebensecht spielen kann – die Spiele werden aus speziell dafür eingerichteten Studios in Echtzeit über Webcams übertragen und inzwischen von vielen Casinos angeboten; die besten Vertreter kämpfen dabei ständig um die Aufmerksamkeit der Kunden. Und die Casinos sind interaktiv, immerhin beeinflusst der Kunde durch seine Entscheidungen, wie das Spiel weitergeht. Das Stichwort ist hier “Augmented VR”, die Erfassung einer kompletten Umgebung und dann ihre Wiedergabe und Modifizierung in der echten Welt. Zum Beispiel könnte man das eigene Wohnzimmer mit interaktiven VR-Elementen vermischen. Dann gibt es vielleicht neben der heimischen Couch einen herumlaufenden Dinosaurier zu bestaunen.
Mädchen mit VR-Brille auf Fahrrad

Große Auswahl bei Android

Die Auswahl bei VR-Brillen für Smartphones ist inzwischen groß: Die Samsung Gear VR hat sich als qualitativ hochwertig bei günstigen Preisen erwiesen – die 2017er Version, die neben dem Galaxy S8 vorgestellt wurde, sieht im Gegensatz zu ihren Vorgängern auch endlich optisch ansprechend aus.
Ebenfalls vorne mit dabei: Das Zeiss VR One Plus, das bei einem Preis von unter 100 Euro Bildschirmdiagonalen von 4,7 bis 5,5 Zoll unterstützt. Auch Google Cardboard, die VR-Brille aus Pappe, hat im letzten Jahr für ordentlich Wirbel gesorgt, insbesondere mit dem astronomisch tiefen Preis von nur 20 Euro bei guter Qualität. Zuletzt sollte noch Googles Daydream View erwähnt werden, mit knapp 70 Euro ist sie zwar etwas teurer als die Pappvariante, aber dafür gleichzeitig eine Kombination aus Headset und Controller. So kann man in Games direkt über das Gamepad die Spielfigur steuern.

Fazit

Trotz berechtigter Skepsis stellt Virtual Reality eine interessante Möglichkeit dar, um das Medienangebot zu erweitern. Die Technologie steckt noch in den Kinderschuhen, doch schon jetzt zeigt sich: VR könnte in Zukunft einen immer größeren Wert für die Gesellschaft haben. Nicht nur bei Spielen, sondern auch bei der Verbindung von Menschen.

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