Ripple und Solana im Überblick: Was man über die Kryptowährungen wissen sollte

Ripple (XRP) und Solana (SOL) sind zwar beides Kryptowährungen mit eigener Blockchain, könnten in ihrer Ausrichtung aber kaum unterschiedlicher sein – was wiederum die Vielfalt der Krypto-Branche generell belegt. Nachfolgend erfahren Sie, wie gewohnt ehrlich, unabhängig und objektiv, worin sich die aktuell fünft- und sechstwertvollste Kryptowährung jeweils unterscheiden.

Use-Case und Ausrichtung

Ripple (Kürzel: XRP) ist ein Protokoll, Solana hingegen eine digitale Blockchain-Plattform: Das führt zwangsläufig zu unterschiedlichen Anwendungsbereichen ebenso wie einer anderen Zielgruppensetzung. Ripple agiert in erster Linie als Schnittstelle zwischen Banken und Finanzdienstleistern sowie den Kunden, die diese betreuen. Das ist zudem eine grundlegend andere Ausrichtung als der Platzhirsch und die älteste Kryptowährung Bitcoin, die die Hochfinanz eigentlich entmachten und eine Alternative zu klassischen Währungen sein wollte.

Das Ziel des Ripple-Protokolls ist es bestehende Prozesse im Bankenwesen und bei grenzübergreifenden Transaktionen zu vereinfachen. Wenn zwei Banken das Ripple-Protokoll nutzen, kann der Kunde eine internationale Zahlung in seiner eigenen Währung senden, die Bank kauft den entsprechenden Geldbetrag dann in XRP und schickt diese an die Bank, die die Zahlung empfangen soll. Sie tauscht die XRP dann in die Heimatwährung des Empfängers um. So sollen internationale Zahlung in verschiedenen Währungen unmittelbar bereitgestellt werden können – und sowohl aus Sicht der Bank als auch des Geldsenders sowie Geldempfängers kostengünstiger werden.

Solana spricht hingegen nicht direkt Banken, sondern allen voran Privatkunden und Gewerbetreibende rund um den Globus an. Im Mittelpunkt der Blockchain stehen Smart Contracts: Die lassen sich so programmieren, dass sie vollautomatisiert ein Ereignis Y auslösen, sobald die Voraussetzungen X dafür erfüllt sind – was, zumindest in der Theorie, beispielsweise einen Notar völlig obsolet macht. Generell möchte Solana damit Mittelsmänner ersetzen, da durch den unveränderlichen Smart Contract kein Vertrauensvorschuss zwischen beiden Teilnehmern einer Transaktion mehr nötig ist.

Damit das in der Praxis gelingt, soll die Solana-Blockchain bis zu 50.000 Transaktionen pro Sekunde abwickeln. Zum Vergleich: Der Bitcoin kommt auf 7 Transaktionen pro Sekunde.

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Dezentralisierungsgrad und Validierungsverfahren

Hier tun sich die nächsten Unterschiede auf: Ripple geht erneut einen anderen Weg als die meisten Kryptowährungen, denn mit rund 60 % der Coins, die bei den Ripple-Verantwortlichen liegen und der Validierung über vorab ausgewählte Nodes, ist die Kryptowährung alles andere als dezentral. Letztlich ist die Kryptowährung ebenso zentralisiert aufgebaut, wie jedes beliebige Unternehmen – was in der Krypto-Welt und unter Krypto-Aficionados ein Stück weit als Unding erachtet wird.

Solana nutzt die in der Krypto-Welt einzigartige Proof-of-History-Validierung. Diese ähnelt in ihren Grundzügen stark dem von Ethereum etablierten Proof-of-Stake-Mechanismus. Bereits bekannte und validierte Coin-Halter von Solana bestätigen mit ihren eigenen Kryptos indirekt, dass eine Transaktion zu einem bestimmten Zeitpunkt auf der Blockchain stattfand. Dadurch entsteht ein weitaus höherer Dezentralisierungsgrad als bei Ripple. Gleichermaßen sind die Validierungen damit nicht so energieintensiv und umweltschädlich, wie es beim Bitcoin und seinem Proof-of-Work-Konsensus der Fall ist.

Fazit: Zwei der wertvollsten Kryptowährungen – die auch Einsteiger kennen sollten

Zum aktuellen Zeitpunkt befindet sich, gemessen an der Marktkapitalisierung, Ripple auf dem fünften Platz der wertvollsten Kryptos – gefolgt von Solana auf dem sechsten Platz. Allein aus diesem Grund sollten diese zwei Schwergewichte (künftigen) Krypto-Anlegern bekannt sein. Beide haben außerdem gemeinsam, dass sie nicht die Wachablösung von Fiat-Geld herbeiführen wollen.

Titelbilder von pngtree.com: Ripple und Solana

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