Nasenbluten: Ursachen, Vorbeugung und Epistaxis stoppen

Epistaxis - Nasenbluten
Epistaxis © Welleschik, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Nasenbluten kann auf manche Menschen sehr beunruhigend wirken, ist jedoch in der Regel eher harmlos. In einigen Fällen verbergen sich dahinter jedoch ernsthafte Erkrankungen, die dringend behandelt werden sollten. In diesem Artikel erfahren Sie alles Notwendige, um eine akute Blutung der Nase effektiv zu stoppen und lesen, wie Sie weiteren Blutungen vorbeugen.

Was sind die Ursachen von Nasenbluten?

Nasenbluten wird meist durch Verletzungen an der Nasenwand sowie Prellungen verursacht. Auch das “in der Nase bohren” bei Kindern ist ein häufiger und vermeidbarer Verursacher. Jedoch gibt es auch Fälle, in denen es scheinbar keinen Grund für eine Blutung zu geben scheint. Das Nasenbluten scheint hier plötzlich und ohne weitere Symptome aufzutauchen.

Dies kann u. a. für die Betroffenen sehr unangebracht bis peinlich sein, etwa wenn man im Restaurant auf das weiße Tischtuch blutet. Häufig passieren diese Blutungen aus heiterem Himmel, Menschen, die eine gewisse Blutungsneigung haben bzw. eine empfindliche Nasenschleimhaut, die insbesondere durch trockene Wärme oder eine Klimaanlage gereizt wird. Bei besonders Empfindlichen reichen bereits kleinste Stöße auf die Nase oder zu starkes Schnäuzen, um eine Blutung auszulösen.

Besonders ist zu beachten, dass einige Medikamente, überwiegend ASS, Ibuprofen oder Blutverdünner – dies sind entzündungshemmende Medikamente – Nebenwirkungen wie Nasenbluten verursachen können. Es gibt jedoch auch weitere Medikamente, die ebenfalls eine derartige Nebenwirkung aufweisen. Deshalb sollten Sie stets die Beipackzettel Ihrer Medikamente ausführlich lesen.

Worauf müssen Sie besonders achten?

Wie bereits erwähnt, ist Nasenbluten eher harmlos. Jedoch sollte man bei zu häufigem Nasenbluten ohne einen ersichtlichen Grund einen Arzt oder Heilpraktiker aufsuchen. Menschen mit Arteriosklerose und Bluthochdruck können ebenfalls von Nasenbluten betroffen sein, sie sollten ebenfalls bei zu häufigen Blutungen einen Arzt zur Rate ziehen.

Wenn das Nasenbluten trotz der hier beschriebenen Maßnahmen länger als 30 Minuten anhält und Sie sich dabei geschwächt fühlen oder sogar ohnmächtig werden, sollten Sie unbedingt einen Notarzt rufen.

Tritt das Nasenbluten kurz nach einem Schlag auf den Kopf auf und ist dabei die Blutung dünn und wässrig, könnte es sich hierbei möglicherweise um Beimengungen von Gehirnflüssigkeit handelt. Zögern Sie hierbei keinesfalls, auch wenn sich zunächst keine akuten Symptome zeigen.

Es gibt keinen Grund zur Panik! In den meisten Fällen bleibt den Betroffenen dieser bedrohliche Hintergrund ihres Nasenblutens erspart. Normalerweise lässt sich das Nasenbluten innerhalb einiger Minuten stillen und bleibt völlig folgenlos.

Was tun bei akutem Nasenbluten?

In vielen Fällen reicht das alleinige Auflegen eines Eisbeutels oder einer kalten Kompresse auf Nase und Nacken aus, um die Blutung effektiv zu stillen. Bei Kälte ziehen sich nämlich die kleinen Blutgefäße der Nase rasch zusammen. Der Blutstrom zur Nase hin verlangsamt sich somit deutlich.

Nicht immer ist ein Eisbeutel oder eine Kompresse zur Hand. Hier ist es am einfachsten, die Nase zuzudrücken. Sie sollten sich dabei aufrecht mit dem Kopf leicht nach vorne gebeugt hinsetzen. Halten Sie die Nase für 10 Minuten zugedrückt, bei Bedarf für weitere 10 Minuten.

Die Vorbeugung von Nasenbluten

Wie Sie bereits erfahren haben, kann Trockenheit Nasenbluten auslösen. Halten Sie deshalb die Nasenschleimhäute feucht. Hierzu reicht es aus, wenn Sie die empfohlene Tagesmenge an Wasser trinken (etwa 25ml pro Kilogramm Körpergewicht). Sie können bei Bedarf bzw. nach eigenem Empfinden ein Nasenspray mit einer Meersalz-Lösung verwenden. Auch das Reiben von Vaseline in die Nase kann hilfreich sein.

Um die schädliche Trockenheit der Nasenschleimhaut, z. B. durch Heizungsluft entgegenzuwirken, ist es empfehlenswert, sich einen Raumbefeuchter anzuschaffen. Wem dieses zu teuer erscheint, sollte sich zumindest eine Schale mit sauberem Wasser auf die Heizung stellen, ansonsten täglich mehrmals lüften.

Essen Sie reichlich Obst, vor allem Orangen, Grapefruit und Kiwi. Diese Früchte enthalten einen sehr hohen Anteil an Vitamin C. Dieses Vitamin stärkt erwiesenermaßen die Gefäßwände und ist wichtiger Bestandteil von Kollagen, einer aufbauenden Substanz die u. a. auch dafür sorgt, dass unsere schützende Nasenschleimhaut feucht bleibt. Sehr empfehlenswert ist die Einnahme von Flavonoid-Präparaten, diese sind nämlich bekannt für ihre Gefäß-abdichtende Wirkung.

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