Die Kunst glücklich zu sein

“Was einer für sich selbst hat, was ihn in die Einsamkeit begleitet, und keiner ihm geben und nehmen kann: dies ist viel wesentlicher als alles, was er besitzt, oder was er in den Augen andrer ist.”

ARTHUR SCHOPENHAUER

Normalerweise schaue ich nicht nach, ob es bestimmte Überschriften schon gibt oder nicht, doch dieses Mal habe ich nachgeschaut und es gibt sogar fünfzig Lebensregeln in einem Buch darüber. Ich kenne das Buch bisher noch nicht, aber wenn es für mich wichtig sein sollte, dann wird es seinen Weg zu mir finden. Denn bisher hat alles was ich brauche, zu mir gefunden. Das waren allerdings nicht immer nur angenehme Dinge, sondern auch oft sehr schmerzhafte Erfahrungen, die mich einmal sogar fast verzweifeln ließen. Es ist wohl die große Differenz zwischen Wunsch und Wirklichkeit, die einen immer wieder in die Bredouille bringen und wobei man sich hier wohl nie im Klaren sein kann, wo dieser Wunsch oder diese Idee herstammen. Ist diese bereits im Seelenplan verankert oder haben wir es von außen übernommen oder etwas von beidem? Wenn es von außen stammt und wir es von unserem Umfeld übernommen haben, dann sollten wir es wohl auch entsprechend Lebensplan nennen und leben dann dementsprechend nicht unbedingt unser eigenes Leben. Das alles sollten wir entsprechend bedenken.

Kunst kommt von Können und nicht vom Wollen, denn sonst hieße es Wulst. Kunst ist dementsprechend der Weg zur Meisterschaft, also das sich selbst gesteckte Ziel „etwas in seinem Leben“ zu erreichen. Deshalb hat Kunst sehr viele Gesichter. Die Kunst eine glückliche Ehe oder Beziehung zu führen, zum Beispiel, oder die Kunst Lüge von Wahrheit zu unterscheiden. Dann natürlich die Kunst etwas mit seinen Händen zu gestalten. Es gibt daher sehr viele Möglichkeiten sich künstlerisch auszuleben, genauso wie sich künstlich aufzuregen. Meistens dann, wenn die Dinge nicht so laufen wie man es sich vorgestellt hat. Doch so schön wie man es sich vorstellt, wird es in den seltensten Fällen. Als Beispiel dafür möchte ich diesmal nicht das Zähneputzen verwenden, sondern den perfekten Garten. Den gibt es nämlich gar nicht, denn egal wie sehr man sich anstrengt, alles ist stets im Wandel, in der Veränderung. Der Grund warum Perfektion lediglich eine weitere Illusion, ein weiterer Selbstbetrug darstellt und nur unnötig Druck aufbaut, der sich irgendwie und irgendwann ein Ventil sucht. Man hat nun mal auf verschiedene Dinge überhaupt keinen Einfluss. Deshalb sollte man stets den aktuellen Moment, als solchen genießen und akzeptieren. Das ist dann auch schon das große Geheimnis von der Kunst glücklich zu sein.

Alles erreicht und nun?

Wenn die große Kunst bedeutet, einen hohen Berg ohne fremde Hilfe zu besteigen und ich nur dann glücklich bin, wenn ich den Gipfel erreicht habe, dann habe ich vermutlich unterwegs die wirklich grandiosen Ausblicke übersehen, ebenso wie die Leistung es immerhin bis dorthin geschafft zu haben (nur falls ich es nicht bis ganz nach oben schaffe). Ich denke dies ist der Grund für die immer größer werdende Zahl an Menschen, die man als depressiv bezeichnet. Sie haben das für sich gesteckte Ziel erreicht, sind quasi auf dem Gipfel oder zumindest auf dem Weg dorthin und fallen dann buchstäblich in ein Loch. Viele tragen sich sogar mit Selbstmordgedanken, weil sie einfach nicht mehr weiter wissen. Ich habe einmal gelesen, dass es wohl keine Rolle spielt, ob das Glas halb leer oder halb voll sei, sondern das man doch lieber glücklich sein sollte, überhaupt etwas bekommen zu haben. Also das Sprichwort von der Taube auf dem Dach und dem Spatz in der Hand.

Unglücklich zu sein ist jedoch keine Kunst, denn dazu muss man sich überhaupt nicht sonderlich anstrengen. Alles ist doof…!

Die Kunst glücklich zu sein, ist wie immer ein Weg voller Anstrengungen, er ist steinig und schwer. Aber, und jetzt komme ich wieder zum Zähneputzen, es lohnt sich auf alle Fälle. Es ist die Kunst, die Dinge die man nicht ändern kann zu akzeptieren und jene die sich ändern lassen, zuvor abwägen, ob sich die Anstrengung überhaupt lohnt. Soll heißen, ist es uns wirklich wichtig genug? Und wenn ja, dann muss man eben die Pobacken zusammen kneifen und nicht nur regelmäßig Zähneputzen, sondern sich beharrlich seinem gestecktem Ziel nähern. Auch der Weg zu irgendeinem großartigen Ziel, kann dadurch schon zu einem glücklichen Moment werden. Es könnte aber natürlich auch sein, dass der Weg das eigentliche Ziel ist. Oder um nochmal auf die Worte vom guten Arthur zu kommen, alles was man tut, tut man zunächst für sich selbst und nicht für Andere. Ich für mich, muss daher meinen eigenen Weg finden, um zufrieden und somit glücklich zu sein (wie immer, ohne möglichst anderen dabei zu schaden). Denn nur ein ausgeglichener Mensch ist in der Balance und kann damit anderen als Vorbild dienen. Das ist die Hilfe die man anbieten kann, wofür man aber erst ein entsprechendes Fundament geschaffen haben muss, das einen guten und sicheren Stand bietet. Erst dann sollte man Anderen die helfende Hand reichen. Denn nur wenn man Antworten hat, ist man nicht mehr Verantwortungslos. Der Grund warum wir alle hier sind, was uns weiter bringt und wir dann schließlich mitnehmen.

Erkenne dich selbst…!

Beste Grüße von Holger ([email protected])


Die richtige Zeit

Titelblatt Essenz des Lebens

Auf meiner Reise zu mir selbst, habe ich zunächst angefangen Artikel zu schreiben. Als es dann immer mehr und tiefgründiger wurde, ist daraus ein Buch geworden.

Ich möchte dieses Buch hiermit allen kostenlos im PDF-Format zur Verfügung stellen (zum downloaden auf das Bild klicken), denn Informationen sollten immer kostenlos zur Verfügung stehen. Sich aus diesen Informationen Wissen anzueignen kostet allerdings einige Mühen.

Titelbild: © Holger Schmid

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Holger Schmid
Holger Schmid
Er hat Kinder, Familie, Freunde und viele Bekannte, und möchte dass wir alle in Zukunft unser Leben so führen können, wie es eigentlich für uns vorgesehen ist. Ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit, ganz ohne Angst. Holger Schmid inspiriert die Leser mit seinen Erkenntnissen, Fragen und Denkanstößen!

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