Airbag, eine Zeitbombe auf Rädern?

Airbag im Auto nach Unfall

Oder ist ein Airbag ein hochentwickeltes Sicherheitssystem, das Leben rettet?

Ja, der Airbag rettet Leben, sofern man mindestens 1,75 m groß und 2 Zentner schwer ist! Entschuldige bitte: 75 Kilo wären ideal. Weiterhin ist eine aufrechte Sitzposition zu beachten, nicht zu nahe am Lenkrad sitzen und keine harten Gegenstände, zum Beispiel eine prall gefüllte Handtasche mit allerlei „nützlichen“ Utensilien zwischen den Beinen haben. Kinder, [1] sowie leichte Persönlichkeiten zierlichen Ausmaßes und weiblichen Geschlechts gehören generell auf den Rücksitz oder man packt sie gleich in den Kofferraum. Besonders gefährdet sind auch Damen mit großen silikongefüllten „Hupen“ und Zweibeiner, die während der Fahrt ständig was im Handschuhfach suchen oder sich öfter nach vorne beugen oder zur Seite neigen um den Make-up-Spiegel in die rechte Schminkposition zu bringen. Die ideale Sitzposition ist generell einzuhalten! Also Popo hinten auf der Sitzfläche in die Lehne drücken, und die Schulterblätter sollten sich angenehm am Sitz anschmiegen. Gekrümmte Haltungen sowie Liege-Schnarch-Positionen und sexuelle Handlungen während der Fahrt sind unbedingt zu vermeiden. [1]

Die Sicherheitshinweise vom Airbag beachten!

Wer sich an diese kleine Regelwerk hält, dem wünsche ich weiterhin gute Fahrt. Bei näherer Betrachtung dieser Sicherheitshinweise sollten sich jedoch nur vom ADAC geprüfte „Norm-Dummies“ hinters Lenkrad setzen. Der ideale Zweibeiner, der sich dem „Fahrspaß“ hingeben kann ist 1,75 Meter groß und 75 Kilo schwer und ist in der Regel zwischen 18 bis 35 Jahre alt. Das restliche Gemüse hat bei einem Unfall mit schweren oder lebensgefährlichen Verletzungen und im schlimmsten Fall aber auch mit dem Tode zu rechnen. So steigt die Gefahr, vom Airbag erschlagen zu werden, bei den über 55-jährigen um 14 Prozent und bei den „alten Säcken“, den über 75-jährigen sogar um 22 Prozent. Dazu mein persönlicher Rat: Die Gruftis, die Hirntoten, gehören auf den Friedhof, aber mit Sicherheit nicht mehr an’s Steuer, denn sie behindern viel zu oft den Verkehr. Die Gefahr dieser Altersklasse, vom Airbag entsorgt zu werden, ist vernachlässigbar. Viel schlimmer wiegt die Gefahr, die oftmals durch den seltsamen Fahrstil dieser Zweibeiner ausgeht. [1]

Ganz wichtig: Frauen gehören natürlich auch nicht an’s Steuer, denn bei diesem Auswurf der Natur liegt bei einem Unfall die Verletzungsgefahr im Brustbereich gegenüber den Männern um 16 Prozent höher. Schließlich nennt man das Weibchen nicht umsonst das zarte Geschlecht. Okay, wenn sich der Luftsack bei einer Kollision in meinem Fahrzeug entfaltet dann möchte ich auch nicht gerade in ungünstiger Position am Lenkrad sitzen. Zu nahe dran oder zur Seite geneigt sein heißt schließlich „Arm dran sein“ oder nicht. Da trennt sich bei einem Beschleunigungswert von im Durchschnitt 50-fachen Erdbeschleunigung schon mal das eine oder andere Teil am Körper und da fliegt auch mal der Kopf weg bzw. man bricht sich einfach nur das Genick – riskiert Kopf und Kragen! Die Wucht, die von diesem „Lebensretter“ ausgeht würden einen Jet-Piloten arg in’s Schwitzen bringen, denn der Airbag wirkt dreimal so stark wie ein Pilot im Schleudersitz ertragen muss. [1]

Airbag und die Technikmängel

Weitere Nebenwirkungen des Airbag

Der „Lebensschützer“ glänzt jedoch noch mit einer weitere Palette von riesigen Nebenwirkungen. So strahlt der Airbag beim Entfalten ein „leichtes“ Rauschen bis zu 170 Dezibel aus, was gelegentlich (grins) zu Tinnitus, Ohrensausen, aber auch zu permanenten Hörverlust führen kann. Um einen Eindruck von der Geräuschkulisse zu bekommen, empfehle ich Dir das Video am Ende meines Beitrages. Die Wirkung ist bei geöffnetem Fenster noch etwas stärker – es wird deutlich lauter. Hörst Du mich? Verstehst Du mich, dass ich mir ernsthaft überlege, den Airbag in meinem Auto zu entsorgen? Nein, für Dich bleibt der Sicherheitsaspekt, denn der Luftsack ist im Großen und Ganzen wohl Dein Lebensretter.

Na, dann nimmst Du auch in Kauf, dass in den meisten Fällen das Auslösen des Airbags mit einer Chemikalie und einem Gas bewirkt wird und dass durch Hautkontakt mit chemischen Rückständen, die dabei entstehen, mit Verbrennungen und Verätzungen zu rechnen ist. Du nimmst auch weiterhin billigend in Kauf, dass durch das schnelle Aufblasen Reibungen auf der Haut entstehen und somit natürlich Hautabschürfungen besonders im Gesichts- Brust- und Armbereich dazugehören.

Da frage ich mich nun ernsthaft: Wo bleibt der Nutzen dieses „Sicherheitszubehörs“ und wer hat’s erfunden? Ich mache mir auch Sorgen, dass fehlerhaft auslösende Airbags eine Gefährdung für die Fahrzeuginsassen darstellen und dass schon kleinere Unfälle den Tod herbeiführen können. Damit hat sich ein ZDF-Video auseinandergesetzt. [2]

Automobilindustrie weiß um die Mängel von Airbags!

„Von auf Vordersitzen platzierten Kindern sind solche Tragödien in der Schweiz und in Europa bekannt. Dass aber auch Erwachsene durch Airbags gefährdet sind, hielt die Autoindustrie lange unter dem Deckel. So auch den Tod einer 47-jährigen Engländerin, die bei einem Bagatellunfall ums Leben kam, weil sie sich just im Moment des Zusammenstosses etwas zu weit über das Lenkrad beugte. Der Befund des Gerichtsmediziners lässt keine Zweifel offen: Es war der sich blitzartig entfaltende Airbag, welcher der Frau den Schädel zertrümmerte.“ [3]

So, mir reicht’s! Ich statte jetzt meiner Werkstatt einen Besuch ab. Der Chef soll mir den „Grümpel“ entfernen. Soll sich doch „wer-weiß-wer“ die Birne wegpusten lassen – mit mir nicht! Du meinst: „Alles halb so wild, denn an einer Verbesserung dieses Geschosses wird mit Hochdruck gearbeitet!“

Automobil- und Sicherheitsverbände kennen das Risikopotenzial von Airbags!

Stimmt, denn aufgeschreckt von solchen Horrormeldungen, haben sich die europäischen Automobil- und Sicherheitsverbände nun aufgemacht, das Risikopotenzial des Luftsacks zu studieren. Die Automobilindustrie hat mittlerweile den Schutz- aber auch den Kostenfaktor erkannt und so rüstet beispielsweise Mercedes ihre Fahrzeuge mit einer „Sitzbelegungserkennung“ aus, um unnötige Airbag-Zündungen zu vermeiden. Diese Erfindung schont zwar den Fahrzeuglenker nicht, aber den Geldbeutel umsomehr, denn jeder Airbag, der unnötig aufgeht, muss durch einen Neuen ersetzt werden. Da ist gleich mal ein schlapper Tausender oder mehr fällig. Der Versicherungsbranche ist das ein „Dorn im Auge“, denn da summieren sich die Reparaturkosten im mehrstelligen Millionen-Teuro-Bereich. Da ist die Idee von Mercedes natürlich eine rundum gute Sache. Dagegen steht bei Daimler-Chrysler die Gesundheit der Kunden an erster Stelle und deshalb haben sie ein zweistufiges Zündsystem entwickelt, das den Airbag bei einem leichten Unfall nur mit halber Kraft auslöst. Die Kopfschmerzen bei der Begegnung mit diesem Wunderwerk der Technik halten sich dann wohl in Grenzen – der Kopf bleibt vermutlich dran.

Mir ist die bisherige Entwicklung zu wenig und ich habe nach meinem Schreibdurchfall nun ein ganz flaues Gefühl in der Magengegend. Ich lass vorerst mein Auto in der Garage – ich geh zu Fuß oder nimm den Drahtesel. Dieser „geniale“ Einfall ist hoffentlich mit deutlich weniger Risiken und Nebenwirkungen verbunden. Schauen wir mal, was das Schicksal für mein Leben noch bereithält.

Ich bin fertig! Habe heute noch einen Termin in meiner Kfz-Werkstatt. Du verstehst?

Lieben Gruß vom Martin M. Luder ([email protected])

Quellenangaben

  1. stern.de
  2. erwaehnenswertes.de
  3. ktipp.ch

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