Kurzschluss bei Roboter IR77?

IR77 ist ein Versuchsroboter einer russischen Firma mit Sitz in Perm, Sibirien, der in den letzten Wochen eine stetig wachsende Fangemeinschaft gewonnen hat. Der Grund: Der Roboter soll verschrottet werden, weil er zu freiheitsliebend ist!

Der inzwischen weltberühmte Roboter IR77 ist beinahe ebenso beliebt wie „Nummer 5“, der flüchtige Militärroboter einer Hollywood Komödie von 1986 mit dem Titel „Short Circuit“ (Kurzschluss).

IR77 auf Abwegen

Fans des bekannten Science-Fiction Autors Isaac Asimov haben ihre helle Freude, und fragen sich nun: Kennt der mobile Roboter IR77 die drei Robotergesetze? Wie RT.com und andere Medien berichten geriet der Roboter der Firma Promobot auf Abwege, als ein Ingenieur angeblich vergaß, eine Tür im Versuchslabor zu schließen, was der neugierige IR77 dazu nutzte, auch die weitere Umgebung zu erkunden. Seine Spezialität: Kollisionsvermeidung. Und dieser Teil funktionierte wirklich ausgezeichnet.

Ohne den geringsten Zusammenstoß rollte der Roboter auf seinen kleinen Rollen im langsamen Spaziergängertempo auf und davon, bis ihm der Saft ausging und er mitten auf einer belebten Kreuzung stehen blieb. Der Verkehr kam zum Erliegen, ein Verkehrspolizist inspizierte IR77, ratlos und Abstand haltend. Erst nach 45 Minuten wurde die Abwesenheit des freiheitsliebenden Roboters IR77 bemerkt. Ein Techniker eilte herbei und schob „Robi“ wieder zurück in heimische Gefilde.

„Gehirnwäsche“ für IR77!

Der Vorfall, der sich vergangenen Monat zugetragen hat, sollte nicht der einzige bleiben. Angelehnt an einen Science-Fiction Titel von John Brunner aus den 70er Jahren, kam die Frage auf: Träumt Roboter IR77 von elektrischen Schafen?

Erst kürzlich ergriff IR77 erneut die Flucht. Die Schöpfer des eigenwilligen Roboters versuchten nach dem ersten, mangels Geschwindigkeit und Sprit, missglückten Fluchtversuch die unerwünschte Tendenz mittels Gehirnwäsche, sprich Löschen seines „Gedächtnisspeichers“, auszumerzen. Doch der Mitbegründer von „Promobot“, Oleg Kivokurtsev, sagte neulich

„Wir haben den Speicher des Roboters mit der Seriennummer IR77 zweimal überschrieben (we´ve cross-flashed the memory twice), dennoch hört er nicht auf damit, kontinuierlich dem Ausgang zuzustreben.“

Er fügte hinzu, dass sich andere Roboter nicht auf dieselbe Art und Weise verhalten, sondern normalerweise ihre Bahnen anhand vorprogrammierter Routen absolvieren.

Kivokurtsev äußerte darüber hinaus die Ansicht, dass der Roboter wohl recycled werden müsste, da die Kunden, die einen Roboter mieteten, diese Tendenz (zur Flucht) eventuell nicht Wert schätzen würden. [1]

Ein Roboter als Symbol

Eine Welle des Mitleids begann anzurollen; handelt es sich bei der ganzen Aktion gar um einen verqueren PR-Gag? Eine Frau schrieb an die Entwickler von IR77
„Warum wollen Sie ihn zerstören? Sie haben mein Herz gebrochen. Wir würden uns daran erinnern, dass es einmal einen Wunderroboter in Ihrer Promobot-Familie gegeben hat, und dass er von herzlosen Entwicklern getötet wurde“. Ein anderer gerührter Mitmensch wollte IR77 bei sich aufnehmen und “eine Kommunikation zu ihm aufbauen”, ihm sozusagen Asyl bieten.

Die von den Medien gewaschenen Russophoben sparen natürlich nicht an Spott und Hohn. Denn ein freiheitsliebender Roboter im noch nicht vom Putin befreiten Russland? Das geht natürlich gar nicht. Sie vergessen dabei den Blick in den Spiegel, gemeint ist natürlich nicht der „Spiegel“, sondern jenes uralte Gerät, das einem manchmal hilft wieder auf den Boden zurückzufinden und der Realität ins Auge zu sehen. Ein freiheitsliebender Roboter, das wäre mit Sicherheit auch im „freien“ Westen ein Ding der Unmöglichkeit.

NASA Roboter im Vergleich

Wie wäre es denn, wenn unser berühmter Marsroboter, der „Rover“, auf einmal neue Wege suchte? Würde er dann vielleicht endlich mal etwas Interessantes finden in der Wüste? Oder hat er schon?


Der NASA Robonaut, der kürzlich in der ISS zum Einsatz kam, hätte da natürlich noch ganz andere Möglichkeiten, sobald er einmal die Ausstiegsluke bedienen kann …

NASA Skeptiker vermuten übrigens, dass es so lange keinen „echten“ Raumflug auch nur in unserem näheren Planetensystem geben wird, bis nicht entweder ein komplett neues Antriebssystem verwendet wird, und/oder wenigstens Roboter dazu in der Lage sind, einigermaßen autonom in einem Raumfahrzeug zu agieren.

Als in den 60er Jahren das Gemini und Apollo Programm vorangetrieben wurden, vertrat James van Allen, der Entdecker des lebensfeindlichen Strahlengürtels um die Erde herum (zumal bei längerem Aufenthalt innerhalb des Strahlengürtels), die Einstellung, dass “der Mensch in Bezug auf den Weltraum nichts weiter als ein Ärgernis sei“ und dass Roboter viel geeigneter wären, den Weltraum zu erkunden. Der Mensch wäre all die Kosten nicht wert, die “es verursache ihn hinaufzubringen und für seine Bequemlichkeit zu sorgen, während er oben ist”, sage Van Allen zur Los Angeles Times.

IR77 und seine großen Brüder

Solange Roboter noch so niedlich aussehen wie der IR77, sich nur im besseren Kriechgang vorwärtsbewegen und die Kollisionsschutzautomatik funktioniert, sind unsere zukünftigen Freunde und Helfer ja noch harmlos. Ähnlich wie kleine Hundebabys sind sie so lange niedlich, bis sie einmal voll ausgewachsen sind, bzw. die ausgewachsene, schlecht gelaunte Neufundländer Mama daherkommt.

Das Design des NASA Roboters der nächsten Generation erinnert bereits schwer an den Film „Transformers“

… andererseits gibt´s noch Luft nach oben hin bei zukünftigen Entwürfen.

Noch ist das Militär offiziell nicht ganz so weit, aber man arbeitet mit unseren Steuergeldern schwer daran, endlich den perfekten Soldaten zu erschaffen, der nicht mehr meutern kann. Aber was ist, wenn er auf Abwege geht, wie IR77, wenn die Freund-Feinderkennung oder die Kollisionsvermeidung versagt? Kurzschluss im Waffenprogramm?

Nicht mehr weit – der ferngesteuerte Amoklauf per Roboter

Die Sache wird nicht besser, wenn die Todesmaschinen ferngesteuert sind, siehe Militärdrohnen und die illegale, völkerrechtswidrige Tötung von Zivilpersonen in aller Welt. Und was ist, wenn der „Kurzschluss“ am anderen Ende stattfindet? Wenn die Hand, die den Joystick hält, von einem Gehirn gesteuert wird, das gerade den falschen Medikamentenmix intus hat, unter Depressionen leidet, und warum auch immer seine mörderischen Triebe plötzlich ausleben will?

Denn zu einem Amoklauf gehört nicht unbedingt ein verrückter Araber. Um das einzusehen, braucht man sich nur einmal die sogenannten Amokläufe in den USA und andernorts ansehen, oder die Erklärung für den Absturz der Germanwings Maschine in den französischen Alpen, wo ein ausgebildeter Pilot in verantwortlicher Position angeblich beschloss, Amok zu laufen (Pardon, natürlich zu fliegen), und die ihm anvertrauten Passagiere und die Besatzung mit sich in den Tod zu reißen.

Schwachstelle elektromagnetische Kommunikation

Aus Sicht der Verantwortlichen gibt es sicherlich noch einiges zu verbessern an den Todesmaschinen. Um das zu verstehen, lassen Sie mich die einfache Frage stellen „Wissen Sie, was aus technischer Sicht das große Hindernis ist, weswegen die Einführung eines selbstfahrenden Autos sich auch in Zukunft nicht so schnell durchsetzen dürfte?“

Es ist, meiner bescheidenen Meinung nach, der Umstand, dass Elektronik „gehijacked“ werden kann (siehe nächstes Video mit dt. Untertiteln), und falls es aufgrund von Verschlüsselungstechnik nicht möglich ist, die Kommunikation zu übernehmen, dann kann die Kommunikation (die Frequenz) gestört werden.

Hinzu kommt, dass jegliche Elektronik, wenn sie z.B. einem starken Magnetfeld ausgesetzt wird, hinterher recycled werden kann. Auch aus diesem Grund stellt das Militär weltweit so hartnäckige Versuche mit ELF und VLF (sehr niedrige Frequenzen) Wellen an.

Spenden auch Sie etwas für die gute Sache, damit wir schon bald von Robotern versklavt werden, die auch so aussehen und nicht nur mehr von unseren Handys und anonymen Datenbanken. Gebt dem Maschinenherrscher endlich ein Gesicht!

Quellen

  1. rt.com

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