Traum und Realität: In wessen Traum leben wir?

Sonnenuntergang am Fluss
Sonnenuntergang am Fluss © Holger Schmid

Vor kurzem hatte ich einen wirklich seltsamen Traum

In meinem Traum ritt ich auf einem Tigerhai durch ein Kaufhaus und hielt mich dabei an seiner Rückenflosse fest. Es ist mir immer noch nicht bewusst, ob er etwas Bestimmtes suchte, denn er schwebte, mit mir auf seinem Rücken durch die Gänge und die Treppen rauf und runter. Einmal dachte ich sogar er spricht, tat dies aber als zu absurd ab. Bis zu jenem Moment als er sich auf seine Hinterflossen stellte und mit meinem Sohn in einem Tonfall sprach, der mich an den Schauspieler Christoph Waltz erinnerte. Diese ruhige Art und Weise, die einem einen gewissen Schauer über den Rücken jagt. Davon bin ich dann allerdings aufgewacht, weil es mir dann doch zu verdreht vorkam.

Was will mir mein Gehirn da wohl mitteilen?

Nein, ich habe nicht vor die Pharmaindustrie zu unterstützen. Eventuell liegt es auch an den Risiken und Nebenwirkungen von Agrar- und Lebensmittelindustrie. Durchaus möglich, dass sich verschiedene Stoffe nicht miteinander vertragen und bestimmte Reaktionen hervorrufen. Vielleicht entsteht ja auch so etwas Ähnliches wie Ritalin. [1] Genau, Chips und Schokolade vorm Fernseher, lassen mich schläfrig werden und alles Wichtige vergessen.

Eine Hintertür zum Aufwachen?

Aber irgendwas wird sich mein Kopf wohl schon dabei gedacht haben. Vielleicht lag es ja auch daran, dass ich keine Wanne mit Wasser [2] hinter mir hatte, um aus dem Traum aufzuwachen den ich davor geträumt habe und an den ich mich nicht mehr erinnern kann. Sozusagen eine zweite Hintertür, falls ich mal etwas zu heftiges träume woran ich mich besser nicht erinnern sollte. Vielleicht zu nah an der Wahrheit. Nicht unbedingt an meiner, aber vielleicht an etwas wirklich gewaltigem. Wer weiß?

Eventuell fehlt vielen von uns eine Hintertür zum Aufwachen, aus dem was sie als Realität wahrnehmen, einige aber inzwischen als Alptraum erkennen. Verrückt genug zum Aufwachen wäre es jedoch, vor allem wenn man sich vor Augen hält, dass die Bischöfe und Fürsten sich früher mit dem Zehnten von ihren Leibeigenen begnügten und dass es heute die Hälfte und noch darüber hinaus sein muss. Zu glauben, dass geht uns nichts an macht es nicht wirklich besser, denn allein die Zinsaufwendungen [3] fressen aktuell den Zehnten der Einnahmen aus diesem Ablasshandel wieder auf. Das heißt, bis unsere Kinder und Kindeskinder soweit sind um dieses enorme Hamsterrad zu bewegen, wird wahrscheinlich noch der Zehnte für sie übrig bleiben. Es wird also Zeit aufzuwachen und seinen eigenen Traum zu leben.

Viele können nicht zwischen Traum und Realität unterscheiden

Es ist ähnlich wie mit einer Münze, auch diese hat zwei Seiten. Auf der einen sind eventuell diejenigen abgebildet, die stolz auf die erarbeiteten Errungenschaften, auf ihre Kultur und Lebensweise sind. Diese werden gerne als Rechts tituliert. Auf der anderen Seite sind diejenigen abgebildet, denen Gleichmacherei über alles geht und die mit Traditionen und gewachsener Kultur nichts anfangen können, gleichzeitig aber anprangern, dass z.B. die Menschen in Tibet ihre Kultur verlieren werden, wenn zu viele Chinesen dort einwandern. Die sogenannten Linken. Wenn man diese Münze nun in Bewegung bringt, so dass sie sich sehr schnell auf der Kante dreht, verschwinden die ungleichen Bilder und man erhält ein Gesamtbild. Für viele ein Bild das mit Einigkeit und Recht und Freiheit nicht unbedingt etwas zu tun hat. Ich glaube das nennt man alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen.

Wessen Traum könnte dies wohl sein?

Manche Menschen jedoch haben großartige Träume

“Ich habe einen Traum, dass eines Tages auf den roten Hügeln von Georgia die Söhne früherer Sklaven und die Söhne früherer Sklavenhalter miteinander am Tisch der Brüderlichkeit sitzen können. Ich besitze die Kühnheit, daran zu glauben, dass alle Menschen drei Mahlzeiten täglich für ihren Körper haben können, Bildung und Kultur für ihren Geist, und Würde, Gleichheit und Freiheit für ihre Seele.” [4]

Was ist von diesem Traum von 1963/64 noch übrig? Die Ungleichheit ist größer als jemals zuvor, nur die etwas größeren Krümel vom großen Kuchen sind für viele auch etwas größer geworden und lassen sie deshalb über das Elend ihrer Brüder und Schwestern hinwegschauen. Mit den heutigen zu Verfügung stehenden Mitteln müsste kein Mensch auf diesem Planeten an Hunger oder Krankheit sterben. Wacht endlich auf und erkennt, dass das was ihr als Realität wahrnehmt, der Traum einiger weniger ist. Es kann nicht euer Traum sein in dem ihr lebt, sonst wärt ihr glücklicher. Ihr hättet Zeit für Familie, Freunde und all die Dinge die euch glücklich machen. Wieso solltet ihr Träume haben, die euch unglücklich machen? Bedenkt, dass manche Menschen schon immer bereit waren für ihren Traum zu sterben. Weshalb wohl, … und in wessen Traum leben wir?

Einen Tag nach meinem ungewöhnlichen Traum, wollte ich noch ein wenig in einem guten Buch lesen, doch ich konnte mich zunächst nicht richtig konzentrieren, obwohl es sehr schön zu lesen war. [5] Also legte ich eine kurze Pause ein, um in mich zu gehen.

Ich habe also meine Augen geschlossen und war in einer steilen Felswand. Vor vielen Jahren war ich einmal mit einem ehemaligen Arbeitskollegen klettern und fand das sehr spannend. Jedenfalls war ich in dieser Wand und kam nicht weiter. Nirgendwo in meiner Nähe ein Vorsprung um mich zu halten und weiter nach oben zu kommen. Ich kletterte ohne Seil und ohne Begleitung, hatte aber zu keiner Zeit Angst. Dann fragte ich mich, was wohl der Grund sei, warum ich nicht weiter nach oben komme, denn ich wusste, dass dort oben die wunderbarsten Dinge auf mich warten. Meine innere Stimme sagte zu mir:

Lass einfach los…!

Dies tat ich ohne Angst und begann im gleichen Augenblick zu schweben. Ich genoss dieses Gefühl und tue es immer noch, in dem Wissen, dass ich für den Rest des Berges nicht mehr klettern muss, sondern je nach Erkenntnis ein Stück weiter nach oben schweben werde, bis ich in naher Zukunft oben ankomme.

Ein schöner Gedanke, nicht wahr?

Vielleicht sollten wir es genauso machen mit dem was wir als real ansehen, einfach loslassen. Letztlich haben wir doch alle denselben Traum, zusammen mit all den vielen anderen Seelen auf diesem Planeten. Es ist Zeit unseren Traum zu leben, denn dann könnte unser Leben ein Traum sein.

I have a dream, euer Holger (schmid_67(ät)web.de)

Quellenangaben

  1. zentrum-der-gesundheit.de
  2. de.wikipedia.org
  3. bundeshaushalt-info.de
  4. planet-wissen.de
  5. de.scribd.com
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