Angst?: Angst, die beeinflussende Macht

Nebellandschaft die Angst macht
Nebellandschaft die Angst macht

Die Angst vor Veränderung

Wie oft habe ich es schon erlebt, dass meine Mitmenschen mir von ihrem Leben erzählen, einem Leben mit dem sie nicht wirklich glücklich sind, aber auch nicht wirklich bereit es zu ändern. Sie haben es sich so hübsch in ihrer “Wahrheit” und ihrem Glauben eingerichtet, dass jede Veränderung das Kartenhaus ihrer heilen Welt sofort zum Einstürzen bringen würde. Dies wollen sie mit aller Macht verhindern, auch wenn es bedeutet dafür auf vielleicht ganz wunderbare neue Erfahrungen zu verzichten. Die Angst vor neuen “Verletzungen” ist viel zu groß und ihr jetziges “Leben” doch gar nicht so schlimm.

Komisch, aber warum erzählen sie mir dann die meiste Zeit davon, was eigentlich alles besser laufen sollte? Einerseits habe ich dafür natürlich vollstes Verständnis, denn Angst ist ein sehr mächtiger Weggefährte, doch andererseits gibt es keine mächtigere Macht als die Liebe. Und dann kommt auch immer mein absoluter Lieblingsmoment: “Ja ich weiß, aber…!” Was soll ich denn da noch sagen?

Wissenschaftliche und religiöse Ursachen der Angst

Wissenschaftliche Ursachen der Angst

Nun, ich könnte vielleicht auf Prof. Dr. Gerald Hüther hinweisen, der ist Hirnforscher an der Universität Göttingen und kann uns mit verständlichen Worten erklären (was für einen Wissenschaftler doch eher die Ausnahme ist), welche Prozesse im menschlichen Gehirn ablaufen. [1] In der Neurobiologie lassen sich diese Vorgänge sogar messen und durch Computermodelle auch sichtbar machen und diese zeigen, dass dabei im Hirn dieselben Netzwerke aktiviert werden wie bei körperlichen Schmerzen. Wir wachsen also neun Monate behütet in unserer Mutter auf und kommen dann auf diese Welt mit der Erwartung, dass alles so weiterläuft wie bisher. Ich wachse und habe die wunderbare Verbundenheit mit meinen Mitmenschen. Wenn wir aber vielleicht nicht so sind wie sich das andere um uns herum vorstellen, dann passiert das was wir im Allgemeinen als “Erziehung” kennen gelernt haben. Dann sollen wir so gemacht werden wie Mama und Papa, oder wie die Menschen um uns herum gemacht wurden, bzw. was sie sich vom Leben erhofft hatten. Da uns aber Erwachsene keine Lösung aufzeigen können, wie wir gleichzeitig verbunden und frei sein können, da sie es wahrscheinlich selbst nicht anders erfahren haben, dann leiden wir. Und weil man Schmerzen halt nicht ewig aushalten kann, entwickeln wir eine Art Schutzmechanismus der uns von diesen Schmerzen ablenkt. Weil diese Strategie einigermaßen erfolgreich ist und wir als Kleinkinder sowieso keine andere Lösung zu Hand haben, behalten wir sie beim Erwachsenwerden nicht nur bei, sondern verfeinern sie im Laufe unserer Lebenszeit. Das erklärt recht eindringlich, warum wir Angst vor Veränderungen haben und Angst davor haben “Fehler” zu machen bzw. Angst davor haben nicht so zu funktionieren wie Andere das von uns erwarten. Allerdings kann man eben auch für Dinge bestraft werden, die man gar nicht getan hat, und ich spreche hier nicht nur von unerledigten Aufgaben.

Religiöse Ursachen der Angst

Je nach Art der Religion in der wir aufwachsen, bekommen wir ein Weltbild vermittelt, dass nicht unbedingt zwingend mit einem idealen Weltbild übereinstimmt. Als Christen kommen wir ja schon mit einer Erbschuld auf die Welt, also schuldig durch Geburt, und auch wenn wir in anderen Glaubensrichtungen aufwachsen, haben wir meist ein verschrobenes Frauenbild und eine gewisse Abneigung gegen Andersgläubige. Gemeinsamkeiten sind aber auch dabei zu finden, dass wenn wir das tun was andere von uns verlangen bzw. erwarten, die Chancen relativ groß sind in den Himmel oder das Paradies zu kommen. Wer Angst hat in der Hölle oder im Fegefeuer zu landen, wird sich einigermaßen an die vorgegeben Regeln halten. Wen wundert es da noch wenn Nichtgläubige behaupten: Ich bin Atheist – Gott sei Dank.

Was also seit ein paar tausend Jahren wunderbar funktioniert, können Wissenschaftler inzwischen bestätigen. Mit Angst lassen sich Menschen wunderbar steuern, auch wenn es gegen ihre eigentliche Natur ist.

Angst: Das Problem und Lösungsansätze

Das Problem mit der Angst

Angst lässt unser Gehirn nicht so arbeiten wie sonst, d.h. wir können auf bestimmte Bereiche nicht zugreifen. (Ja, dasselbe habe ich auch gerade gedacht, aber es ist nun mal leider nicht allen gegeben und nicht umsonst hat die Zeitung mit den vier Buchstaben immer noch so hohe Auflagen.) Was dann aber immer funktioniert sind die drei archaischen Gehirnmuster, sozusagen unser Notfallprogramm, das dann in dieser Reihenfolge abläuft: Angriff; wenn Angriff nicht geht Flucht; und wenn beides nicht geht, ohnmächtige Erstarrung.

Wobei wir eigentlich alle mit demselben Potenzial geboren werden und erst danach der eigentliche Entwicklungsprozess beginnt. Dies erklärt vielleicht, warum unsere Gesellschaft immer mehr Angst vor allem Möglichen hat. Wird dies eventuell auch noch durch den Verzehr von Tieren und deren Angst bei Transport und Tötung verstärkt? Heißt es denn nicht, man ist was man isst? Dies hört wohl erst auf, wenn die Tiere endlich anfangen mit uns zu sprechen. Und da bekanntlich wir Menschen uns untereinander schon damit schwer tun, wird das wohl noch eine ganze Weile dauern. Vielleicht haben die Tiere einfach nur Angst davor. Zu abwegig?

Nun, ich bekomme es dauernd vorgeführt, wie viel Angst es um mich herum gibt. Nicht einmal einfachste Dinge traut man sich vor lauter Angst. Ich bin unglücklich in meinem Beruf, in meiner Beziehung, mit meinen Eltern, mit meinem Leben als Single/alleinerziehende Mutter und und und…, aber ich habe zu viel Angst das alles zu ändern.

Mal angenommen, dass die Finanzagentur, Gerichte, und alle anderen “staatlichen Konstrukte” Firmen wären, die in internationalen Wirtschaftsregistern, z.B. D&B (Dun & Bradstreet) eingetragen sind und deshalb lediglich Angebote versenden? Selbst dann würden die Meisten doch aus Angst vor Konsequenzen immer noch bezahlen. Also lieber brav den halben Tag für diese Agentur arbeiten, was ja zum Teil auch die Motivationsbremse nach vier Stunden erklären könnte. Nun gut, die Finanzagentur würde sowieso auf das Konto zugreifen, auch ohne rechtlichen, ähm… richterlichen Beschluss. (Wieso brauchen die eigentlich keine Unterschrift aber ich soll immer alles unterschreiben, und wieso berufen die sich immer auf Verordnungen, gibt es denn dafür kein Gesetz? Komisch…!) Ein weiteres Problem:

“Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun!” (Moliére 1622-1673) [2]

Ja ich weiß, aber diese schreckliche Angst…!

Lösungsansätze gegen die Angst

Nun, die Pharmaindustrie hat da sicherlich sehr gute Produkte und sicherlich auch die nicht legale Pharmaindustrie. Wobei mir ein Freund erzählt hat (der sich damit auskennt, weil beides in der Vergangenheit schon probiert), dass die legalen Drogen noch viel besser seien, da effektiver als die illegalen, aber eben leider rezeptpflichtig. Das Problem neben der Beschaffungskriminalität ist bei beiden, wie immer bei solchen Produkten, dass es zu einer gewissen Abhängigkeit kommt und die Risiken und Nebenwirkungen eben nicht nur den Körper schädigen, sondern wie jede Ersatzbefriedung lediglich versuchen die Symptome zu bekämpfen und nicht die eigentliche Ursachen. Alles in allem verschlimmert sich dadurch die Lage (zumindest für den Konsumenten).

Was auch immer gerne genommen wird und außerdem in hohem Maße und ganz legal zur Verfügung gestellt wird, ist Ablenkung. Hier gibt es so tolle Dinge wie viel Arbeiten, viele Partys und Feste in Verbindung mit Alkohol, oder auch Alkohol in Verbindung mit Sportveranstaltungen. Mir scheint es dabei oft so, als ob für viele das Ergebnis ihres Lieblingsvereins wichtiger ist als ihre Beziehung. Wobei ich natürlich immer wieder zu erklären versuche, dass es beim Boxen und beim Wrestling jeder weiß und nur beim Fußball, wo es um viel mehr Geld geht, keiner glaubt. (Ja, die Jungs von der FIFA sind die Guten.)

Aber genauso verhält es sich mit so vielen Dingen in unserem Leben, in unserer Welt. Wir versuchen die Symptome unserer Probleme mit den unterschiedlichsten Aufwendungen zu bekämpfen, anstatt die Ursachen zu erkennen und sie dann zu beseitigen. Alles andere hilft, wenn überhaupt nur kurz, eher gar nicht. Sich nicht interessieren, ignorieren, wegschauen oder unter den vermeintlichen Teppich kehren, ändert überhaupt nichts. Das alles sind nur aus der Kindheit übernommene Schutzmechanismen, die auf Dauer keine Lösung bieten.

Das Fatale! Im Grunde wissen das die Meisten, handeln aber anders…!

Außerdem gibt es da noch die spezielle Hilfe von Fachleuten. Ein Fachmann/frau ist übrigens jemand der einem genau erklären kann, warum alles ganz anders gekommen ist, als das was er/sie zunächst gesagt hat. Aber gut, ich habe gehört es soll wirklich Fachleute oder Spezialisten geben die Menschen helfen konnten, indem sie diese auf den richtigen Weg brachten. Wenn du eine helfende Hand suchst, findest du sie am Ende deines ausgestreckten Arms. Oder anderes gesagt, wirklich helfen können wir uns nur selbst. Nur keine Angst.

Mein persönlicher Lösungsansatz gegen Angst

So denkt ihr, jetzt lässt er endlich die Hosen runter. Ja, ich denke schon, denn wahrscheinlich macht es Sinn aus eigener Erfahrung zu schreiben, um zu zeigen dass man wirklich keine Angst haben muss.

Auch ich war lange ein angstbehafteter Mensch der sich ebenso wie die meisten anderen Menschen mehr oder weniger freiwillig in eine Schablone gedrängt hat und lange Zeit oft nur funktioniert hat. Eigentlich das volle Programm: Schule, Lehre, Beruf, Frau, Kinder, Haus, Hund und Katze. Dann mit Anfang vierzig, viele nennen das Midlifecrisis, kam dann der Punkt an dem ich anfing mein Leben zu hinterfragen. Will ich das alles überhaupt noch? Also alles wieder rückwärts abwickeln.

Ja und dabei kann es dann passieren, dass einem die Dinge drohen über den Kopf zu wachsen und man nicht mehr weiter weiß. Ich war also vor fünf Jahren an einem Punkt, der mein Leben grundlegend verändern sollte. Zu viele Ereignisse auf einmal brachen über mir zusammen und ich setzte mich ins Auto und fuhr nach Südfrankreich ans Meer, ohne zu wissen ob ich zurückkomme. Ich kam dann am nächsten Morgen kurz vor Sonnenaufgang am Strand an und wusste in diesem schönen Augenblick, dass noch viele wunderbare Dinge darauf warten von mir entdeckt zu werden.

Dann irgendwann wieder ein neuer Versuch mit neuer Lebenspartnerin, aber immer noch dabei vieles zu hinterfragen. Ich habe sehr vieles gelesen, auch solche Dinge die viele als Verschwörungstheorie bezeichnen, und irgendwann konnte ich die vielen kleinen Puzzleteile zu einem großen Ganzen zusammensetzen, alles ergab ein Bild. (Es ging mir ähnlich wie Neo in Matrix.) Allerdings gefiel mir dieses Bild überhaupt nicht. Im Gegenteil es trieb mir die Tränen in die Augen.

Dann kam wie es kommen musste, die Trennung von meiner Freundin, denn wir lebten inzwischen in unterschiedlichen Welten und sie hatte Angst mir in die Meine zu folgen.

Ich las auch viele Bücher die mir etwas näher brachten, mit dem ich vorher so gut wie überhaupt nicht in Berührung gekommen war. Eines davon war von einem Biophysiker der dieses Thema zunächst von wissenschaftlicher Seite betrachtete und auch mit entsprechenden Hinweisen hinterlegte. [3] Andere waren von meinem oben erwähnten Freund, der aufgrund seiner “Erfahrungen” eine hilfreiche andere Sichtweise bzw. vergrößerten Blickwinkel besitzt. [4] [5] Doch dann bekam ich ein Buch in die Hand, dass für mich so etwas wie die Offenbarung war. Ich hatte es zunächst aus dem Internet als PDF geladen, empfand es aber als unangenehm am Bildschirm so viel zu lesen, so dass ich es als Buch bestellte.

Als Kind empfand ich Ungerechtigkeit schon immer als etwas, mit dem ich überhaupt nicht klar kam, weshalb ich mich meist schwer tat mit der Arbeit unseres Pfarrers. Ich war katholisch getauft und konnte mit Kommunion nicht wirklich was anfangen, mit der Auffassung von Nächstenliebe des Pfarrers schon gar nicht, weshalb ich beim Schlag auf meine linke Wange auch nicht die Rechte hinhalten wollte. Auch was die Kirche in vielen Jahrhunderten getrieben hatte und immer noch trieb, konnte ich nicht gut heißen. Der Glaube und Gott waren für mich dadurch immer ein wenig abstrus gewesen und jetzt las ich in diesem Buch über genau diese Dinge. Über Buddha und Jesus, und darüber wie viele Dinge falsch weitergegeben oder übersetzt wurden. Darüber über welche Möglichkeiten wir Menschen verfügen, wenn wir das universelle Gesetz kennen. Dieses großartige Buch erklärte mir all meine Fragen. Genauso wie viele Wissenschaftler die sich mit Quantentheorie beschäftigen und dann irgendwann an einen Punkt gelangen an dem sich gewisse Dinge einfach nicht mehr durch wissenschaftliche Beweise erklären lassen, genauso war ich an diesen Punkt gekommen. Genauso wie wir wissen wie wir Strom erzeugen können, aber nicht erklären können wo er genau herkommt. Und gibt es vielleicht etwas, dass in allen Atomen gleich ist [6] und dass man mit Hilfe eines Teilchenbeschleunigers [7] glaubt gefunden zu haben?

Zunächst glaubte ich daher nur zögerlich, dann immer mehr, bis ich dann eines Tages spürte und wusste. Die Antwort auf alle Fragen ist nicht 42 [8], sondern Gott, und das Heilmittel für Angst und für alles andere ist Liebe. Und für alle die dies auch noch nicht wussten, Liebe ist der Klebstoff der ALLES zusammenhält. Liebe überwindet alle Grenzen und alle Ängste und nichts ist wichtiger, wertvoller und schöner…!

So einfach? Ja so einfach, denn nur die einfachen Dinge funktionieren wirklich. Alles was zu kompliziert ist funktioniert nicht auf Dauer.

Ihr könnt mich jetzt natürlich einfach als Spinner abtun, aber was wenn ich richtig liege?

Was deine Angst dir sagen willWas würde denn schlimmes passieren, wenn ihr den Mut hättet euer Leben, zu hinterfragen? Jeder von uns hat die Möglichkeit sein Leben zu ändern, jeden Tag. Keiner von uns hat ein zweites Leben im Schrank auf das er zurückgreifen kann, wenn das erste nicht funktioniert. Wegschauen und verstecken hilft nicht! Das wovor wir uns am Meisten fürchten, wird auch eintreffen (Das nennt sich übrigens selbsterfüllende Prophezeiung).

Ich habe Kinder, Familie, Freunde und viele Bekannte, und ich möchte dass wir alle in Zukunft unser Leben so führen können, wie es eigentlich für uns vorgesehen ist. Ich möchte ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit führen, ganz ohne Angst. Aber das muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden…!

Herzliche Grüße von Holger, Mann aus der Familie Schmid ([email protected])

Nachtrag:

Inzwischen wurde mir bewusst, dass die östlichen Lehren eine Sackgasse sind und uns nicht weiterbringen. Sie stellen keinen Umweg dar, sondern eine Sackgasse. Man beginnt sich im Kreis zu drehen wie eine Gebetsmühle oder Mantra. Auch für die im Buch beschriebenen Meister kommt der Punkt an dem sie große Schwierigkeiten haben werden weiter zu gehen.

Die östlichen Lehren verlangen Selbstaufgabe, also das eigene (höhere) Selbst aufzugeben. Das ist wie wenn man einen Spiegel, der einen komplett reflektiert, nimmt und auf den Boden wirft. Man sucht sich danach aus den Scherben das schönste Stück aus und hält es in der Hand. Allerdings übersieht man dabei, dass das Glas scharfkantig ist und schneidet sich damit ins eigene Fleisch. Anders ausgedrückt bedeutet es, dass man einen Weg voller Dornen hat, aber man trägt Schuhe. Die östlichen Lehren sagen dann auf halbem Weg, dass du die Schuhe ausziehen musst.

Die für den Westen sinnvolleren Bücher findet man bei Jozef Rulof. Diese sind auf der Website kostenlos als PDF und E-Book kostenlos erhältlich.

Viele Bücher führen wohl zum Wanderparkplatz und mehrere Wege führen auf den Berg. Allerdings führt nur ein Weg zum Gipfel.

Quellenangaben

  1. gerald-huether.de
    youtube.com
  2. bk-luebeck.eu
  3. Sonnenzeit von Dieter Broers
  4. Die-Prophezeiungen von-Celestine von James Redfield
  5. Illusionen: Die Abenteuer eines Messias wider Willen von Richard Bach
  6. wikipedia.org
  7. wikipedia.org
  8. wikipedia.org

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