Deutschland in der Welt – von der „Null-“ zur „Lach-Nummer“

Deutsche Außenpolitik zwischen Größenwahn und politisch zwerghaftem Vasallen­tum

Eine zerstörerische und selbstmörderische „Kontinuität“ auf europäischem und internationalem Parkett ist geradezu das Markenzeichen deutscher Außenpolitik seit Beginn des 20. Jahrhundert. Diese Kontinuität besteht in der immerwährenden Diskrepanz zwischen der realen wirtschaftlichen Bedeutung Deutschlands auf der einen Seite und einer Außenpolitik, die genau dieser Bedeutung nicht gerecht wird. Statt dessen gab es zwei „größenwahnsinnige“ Ansätze zur Neuordnung Europas, die jeweils in einem totalen Desaster endeten. Und prompt folgte dem jeweils eine geradezu peinliche Unterwürfigkeit, die jeden Anspruch auf Souveränität, Selbstachtung und Gleichberechtigung im Orchester der Völker und Staaten fallen lies.

Das lag und liegt nicht so sehr und schon gar nicht allein an mangelnder Kompetenz und Fähigkeit der politi­schen und wirtschaftlichen Eliten dieses Landes. Aber selbstverständlich wirken dabei die individuellen Qua­litäten der politischen und wirtschaftlichen Führer Deutschlands verstärkend oder mindernd.

In erster Linie gründet diese „Kontinuität“ auf der Tatsache, dass Deutschland seit der vorigen Jahrhundert­wende Spielball des anglo-amerikanisch-zionistischen Hoch- und Finanzkapitals ist. Gleichsam der Daumen­bewegung in antiken Arenen entscheiden seit Versailles Wall-Street und London-City gemäß den von ihnen in Auftrag gegebenen Analysen, Konzepten und Strategien von CFR und Chatham-House über den Rahmen, den sie Deutschland für sein Handeln überlassen.

Lediglich in der Ära Brandt-Schmidt-Genscher füllte Deutschland nach 1945 wirklich einen eigenständigen und deshalb extrem nachhaltigen Platz in der Europa- und Weltpolitik aus: „Neue Ostpolitik“, Grenzanerken­nung, NATO-Doppelbeschluss, substantielle chemische -, bakteriologische – und nukleare Abrüstung, KSZE, Grundlagenvertrag, der Kniefall von Warschau, Politik der Aussöhnung usw. usw. stehen einzigartig in der Bilanz deutscher Politik. Nicht davor und vor allem nicht danach gab es auch nur ansatzweise Vergleichbares. Der Grund lag im da­maligen Primat deutscher Interessen im Ensemble einer ausgewogenen internationalen Politik. Es nimmt daher auch nicht wirklich Wunder, wenn der „Abgang“ dieser Politiker jeweils mehr als unrühm­lich war. Sie wurden gehetzt, gejagt, geschasst.

Und selbst Helmut Kohl bekam die Quittung dafür, dass er einmal versucht hat, eine wirklich eigenständige deutsche Außenpolitik – noch dazu in Absprache mit Moskau – zu realisieren.

Die Erfüllung des ursächlichen, des grundgesetzlichen Auftrages „Deutsche Einheit“ wurde ihm nur unter dem

Vorbehalt von Auflagen aus Washington, London und auch Paris gestattet:

  • Verzicht auf die D-Mark zu Gunsten eines überstürzt eingeführten, künstlichen EURO,
  • Verzicht auf weite Gebiete der nationalen Währungs-, Finanz- und Steuerhoheit,
  • Verzicht auf ein „Europa der Völker“ mit „Einheit in Vielfalt“ zu Gunsten eines zentralistischen, un­demokratischen und multi-kulturell chaotischen Euro-Zentrismus,
  • Verzicht auf die schriftliche Fixierung substantiellster Vereinbarungen mit Moskau (Gorbatschow) im Zusammenhang mit der deutschen „Wiedervereinigung“, wie die Zusage und Garantie auf keine Osterweiterung der NATO für Zustimmung zu NATO-Mitgliedschaft der ehemaligen DDR usf.

Auch der „Ehrenbürger Europas“, Helmut Kohl, der mit einem kalten Staatsstreich aus dem Amt gedrängt wurde, war letztlich nur noch einsam…

Die „finale Bilanz“ der wenigen deutschen Politiker, die sich seit der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts um eine ausgewogene, auf Gegenseitigkeit beruhende und eben deshalb erfolgreiche souveräne und eigenständige europäische und internationale Politik Deutschlands bemühten, hat eine erschreckende eigene „Kontinuität“.

  • Walter Rathenau, Außenminister 24.06.1922 ermordet
  • Frederic von Rosenberg, Außenminister 1924 als Botschafter nach Ankara abgeschoben
  • Gustav Streßemann, Außenminister 03.10.1929 Infarkt, wesentlich durch öffentl. Terror, Friedensnobelpreisträger
  • Willy Brandt, Außenminister, Kanzler 06.05.1974 erzwungener Rücktritt, Friedensnobelpreisträger
  • Helmut Schmidt, Kanzler 01.10.1983 erzwungener Rücktritt
  • Helmut Kohl, Kanzler 18.01.2000 erzwungener Rücktritt

Abgesehen von diesen wenigen Ausnahmen, war Deutschland immer nur „Mittel zum Zweck“, Spielball der monetären Weltelite. Vom Aufstieg Hitlers, über die deutsche Spaltung bis zu den „Malta-Verträgen“ war al­les im Detail in Übersee geplant, beschlossen und organisiert.

Auch die Gründung „EUROPAS“ war zu keinem Zeitpunkt europäischen -, schon gar nicht deutschen Politikern überlassen, denn eigentlich schon seit Versailles galt die Regel, „die USA drin, die Russen draußen und Deutschland unten“ zu halten.

Die „deutsche Frage“ war seit 1900 eine Frage des internationalen Hoch- und Finanzkapitals. Dabei mutet es wie ein Treppenwitz der Geschichte an, dass sämtliche antideutschen Pläne in Washington und London-City bis heute von einem Kapitalkreis ausgehen, der seine Wurzeln in Deutschland hat: Rothschild, Warburg, Kuhn, Loeb, Sachs usw.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wird die zwischen den damals Alliierten vereinbarte Neuaufteilung der Welt vollzogen. Zentrales Thema dabei: Deutschland – Zwischen den Alliierten herrscht zunächst Übereinkunft: Deutschland als wirtschaftliche und politische Größe wird liquidiert. Die dazu erarbeiteten Pläne sind bekannt.

Aber im Hintergrund liefen bereits ab 1941 die Überlegungen und Planungen anders: die offene Konfrontati­on mit dem momentanen Bündnispartner UdSSR wird zum zentralen Punkt aller strategischen Überlegungen in den USA und GB. Darin ist für Deutschland zunächst kein anderer Platz denkbar und vorgesehen, als der des künftigen Schlachtfeldes.

Das ändert sich mit dem Übergang zu den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Brechung des Atomwaffenmonopols, Sputnik-Schock und weltweite „Dominion-Bewegung“ in den ehemali­gen Kolonien erzwingen eine bi-polare Welt. Immer am Abgrund der direkten nuklearen Auseinandersetzung wird im „Kalten Krieg“ das „Gleichgewicht des Schreckens“ hervorgebracht.

Zugleich prägt sich ein anderes, nach Alternativen schreiendes Weltbild aus: Das Ende des unbegrenzten Wachstums, Überbevölkerung und Ernährungsnotstand, Endlichkeit der Ressourcen, demographischer Wan­del in den entwickelnden Ländern. Der „Club of Rome“, ein Rothschild-finanziertes Gremium, die Bilderber­ger, ebenfalls Rothschild-finanziert und andere Think-Tanks wie CFR und Chatham-House formulieren den Beginn eines neuen Zeitalters: die GLOBALISIERUNG.

Mehrere Erkenntnisse prägen zunächst dieses neue Zeitalter hauptsächlich:

Erstens: Die Entwicklungs-, d.h. Expansionsmöglichkeiten des produktiven -, vornehmlich national strukturierten Kapitals haben nahezu ihre Grenze erreicht;
Zweitens: Der dominante Träger der künftigen weltweiten Entwicklung wird das grenzüberschreitend agierende monetäre Kapital; der Nationalstaat in seiner jetzigen Form wird zum Hemmnis;
Drittens: Die damals erst im Entstehen begriffenen neuen Technologien der Datenverarbeitung sind die künftigen Felder der Wirtschaftsentwicklung und Politik; Datenbesitz und Datennutzung werden zu strategischen Bereichen;
Viertens: Zur Sicherung global-imperialer und -hegemonialer Machtansprüche tritt an die Stelle der direkten militärischen und politischen Besetzung von beanspruchten Territorien. Die gesi­cherte Einflussnahme auf etablierte nationale Machtstrukturen sollte über Infiltration, Mani­pulation und gesteuerte „Revolutionen“ statt blanker Annexion erfolgen;
Fünftens: Dauerhafte und erpresserische Schuldenbindung von Staaten sind effektiver und nachhalti­ger als permanente Militärpräsenz. Die Rolle von IWF, BIZ, Weltbank usw. sind massiv aus­zubauen.
Sechstens: Nach dem Vorbild der „EU“ sind regionale Strukturen zu schaffen, die eine zentrale Ein­flussnahme (der USA) auf alle wesentlichen Gestaltungsprozesse in allen beanspruchten He­misphären erlauben.

Vor diesem Hintergrund entwickelt sich eine heftige Auseinandersetzung zwischen den national und den glo­bal orientierten Flügeln des internationalen Kapitals. In Deutschland werden sie personell in den 1990ern durch Merkel und Merz repräsentiert.

Merkel schafft sich Merz „vom Hals“ und setzt auf eine Austeritätspolitik, die sie gegen nahezu alle EU-Län­der aufbringt. Vor dem Hintergrund der beschworenen „schwarzen Null“ fordert sie die Führungsrolle in der EURO-Krise. Unter dem scheinheiligen Motto „Der EURO oder EUROPA“ erzwingt sie die „Rettungsschir­me“, die vertragswidrige Haftung von Drittländern für Schulden von Mitgliedern der EURO-Zone; und ne­benbei strukturiert sie die Asyl- und Aufnahmepolitik der EU um.

Merkel auf dem Höhepunkt ihrer Macht: „Mächtigste Frau“ der Welt flüstert ihr Obama in seinem letzten of­fiziellen Telefonat ins Ohr und „letzte Kämpferin für die westlichen Werte“.

Merkels „Höhenflug“ in der europäischen und weltweiten Politik ist in einem Crash geendet, wie er größer kaum denkbar ist. Das proklamierte „Europa“ ist zerrissen und zerstritten wie nie zu vor. Die Brüche reichen von Nord nach Süd und von Ost nach West. Die innerdeutsche Bilanz ist ein Desaster. Die Wortmeldungen aus Deutschland werden international nur noch mit süffisanten Kommentaren versehen.

Es ist das letzte Aufgebot, was derzeit auf dem Theaterboden Berlin als Komparserie noch einige Monate um das regelmäßige Einkommen kämpft.

Es war vorhersehbar.

Nein, es ist keine Genugtuung für einen Autoren, wenn nahezu drei Jahre nach der Veröffentlichung eines Beitrages diesem eigentlich nichts hinzuzufügen ist. Es ist nur ein Beweis für Stillstand und das heißt Rückschritt.

Hier der Wortlaut zu Merkel, Trump und Co. aus dem Jahr 2017 (!!!):

Die insistente, absolut insolente Anti-Trump-Kampagne zwingt zur Unterbrechung der Artikelserie zu Trump. Die Ungeheuerlichkeiten des deutschen Journalismus sind kaum zu toppen:

Als z.B. unsere griechischen und polnischen Nachbarn Merkel symbolisch in die Nazi-Ecke stellten, war das ein Aufschrei: Botschafter wur­den einbestellt, Regierungen mussten sich entschuldigen.

Jetzt titelt das kriegsbefürwortende Journal „Spiegel“ Donald Trump in IS-Symbolik!

Kein Land Europas ist so gebunden an die USA, wie Deutschland. Dazu kommt geltendes Besatzungsstatut – auch nach den Bereinigungsgesetzen zum 4+2 Vertrag. Bisher brauchte deutsche Politik nie über die Dimension und Tragweite ihres Handelns nachzudenken. Ab “Stunde Null“ amerikanisch geführt, immer im Schoß von „Hotel USA“! Es gab nur ein Denk-, Verhaltens- und Handlungsmuster: „… befiehl, wir folgen“

EU, EURO: Forderungen der Alliierten, um die Vormacht des geeinten Deutschland in Europa zu verhin­dern. Den deutschen Konstrukteur dieses eingeforderten Modells, H. Kohl, hat Merkel beiseite „geputscht“; jedes Korrektiv an ihrer Seite „ausgeschaltet“. Merkel – gnadenlose Herrscherin in und über Europa mit amerikanischer Rückendeckung. Merkel, nach mehrfachem Briefing bei den Bilderbergern, konstruierte die vorzeitige Beendigung der Kanzlerschaft von Schröder. Merkel installierte van der Leyhen wiederholt bei den Bilderbergern. Das unselig-unheimliche Quartett Merkel – Schulz – Stoltenberg – van der Leyhen hat die deutsch-russi­schen Beziehungen auf das Level des kalten Krieges gebracht. Merkel-Deutschland hat sich von Clinton, über die Bushs’ und Obama vor deren Karre gespannt, dabei die EU restlos diskreditiert und sich selbst in Europa weitgehend isoliert:

  • Bankenrettung zu Lasten der EU im Auftrag von IZB, WB und IWF.
  • Teilnahme an völkerrechtlich nicht legitimierten Militäreinsätzen.
  • Zerschlagung infrastruktureller, sozialer – und kultureller Strukturen im Auftrag von FED, IWF, WB, IZB und EZB in EU-Mitgliedsländern.
  • Durchsetzung des von Soros ausgearbeiteten „Malta-Planes“ für die Inszenierung der „Flüchtlingskrise“ zur Destabilisierung der europäischen Verhältnisse.
  • Bereitstellung des deutschen Territoriums, der deutschen Logistik für den größten Truppenaufmarsch der NATO gegen Russland.
  • Inanspruchnahme der Führungsrolle für militärische Offensivkräfte 200 km vor Kaliningrad.
  • Durchsetzung irrationaler Sanktionen gegen Russland, die kontraproduktiv für Deutschland und die EU sind.
  • Aktive „Pflege“ der internationalen Schulden- und Kreditblase und massive Beförderung der handels­politischen Verwerfungen gegenüber den USA usw..
  • Merkel hat sich im staatlichen Terror- und „Empörungs“-management zum Primus aufgeschwungen.
  • Mehr als 700 Mio. US$ aus Deutschland in den H. Clinton-Wahlkampf.

Letzte Auszeichnung dafür: B. Hussein Obama ruft im letzten Amtsakt Merkel an; proklamiert sie zum „last hero for West“. Der EU-Kommissionschef füttert Merkel als „letzten Garanten der westlich atlantischen Wer­te“ mit „Durchhalteparolen“ gegen die USA.

Trump, der installierte (Probe- und Test-) Moderator einer neuen globalen Elite, für die die alte primitivpoli­tische Trennung zwischen Rechts und Links, zwischen politisch deklariertem „Gut“ und „Böse“ nicht mehr existiert und der siebzig Jahre unkontrollierte Globalisierungsstrategie unter dem Schutz des US-amerikani­schen „Schwertes“ in Frage stellt, ist erklärter Hauptfeind der traditionellen Neokons. Da schwingt sich Merkel-Deutschland auf, gemeinsam mit Soros & Co zur „Verteidigung“ Europas und zum Sturz des amerikanischen Präsidenten aufzurufen. Dieses Deutschland ist am Ende.

Soweit die Kurzfassung des Beitrages. Hier der komplette Text: Ein Gespenst geht um – Trump! Monster, Muster, Makulatur, Marionette oder doch Meilenstein?

Und als Ergänzung: Geschichts- und Geographieunterricht für das Merkel: Canossa liegt in Washington D.C.

Dr. Lothar Wanderer
Dr. Lothar Wanderer
1955 in Leipzig geboren. Studium: politische Philosophie, Geschichte, Soziologie; Forschungsseminar Sinologie und politische Organisation des Staates und der Zivilgesellschaft; Dipl. Lehrer für politische Wissenschaften; Tätigkeiten: HS-Lehrer, Dozent an Polizeihochschule; 1991 als Polizeirat a.D. aus Polizeidienst ausgeschieden; seit dem überwiegend freiberuflich tätig; u.a. Publikationen, Vorträge, Seminare, Unternehmensberater, Kommunalpolitik. Politisch: demokratisch-Links

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