Kava Kava, eine hochgeschätzte Heilpflanze

Kava Kava, auch Rauschpfeffer genannt, ist eine im Südpazifik beheimatete Heilpflanze mit hoch geschätzten Eigenschaften. In ihrer Heimat wird sie Gästen gerne als Willkommensgeschenk überreicht; und in alten Zeiten benutzten es sogar die Seefahrer auf ihren langen Reisen, um gegen die Strapazen gewappnet zu sein. Inzwischen ist diese Heilpflanze nicht nur ausschließlich ein traditionelles und religiöses Heilmittel im Pazifikraum, sondern wird weltweit exportiert und ebenfalls geschätzt. In diesem Artikel, möchte ich Ihnen das Wichtigste zur therapeutischen Wirkung und richtigen Anwendung dieser (heiligen) Heilpflanze berichten – und das wie gewohnt kurz und knapp.

Wirkung von Kava Kava – Ein natürliches Beruhigungsmittel

Kava Kava besitzt vielfältige therapeutische Wirkungen. Es hilft hauptsächlich bei Ängsten und Panikattacken – und dies auch effektiv. Es hilft aber auch hervorragend bei Einschlafproblemen, Stress, Nervosität, Unruhe, leichten Formen der Depression, Beklemmungsgefühlen und innerer Anspannung. Man könnte diese Heilpflanze auch als ein “natürliches Beruhigungsmittel” bezeichnen. Jedoch ohne die beeinträchtigenden Effekte pharmazeutischer Beruhigungsmittel.

Warum diese Heilpflanze derart wirkt wird in der Fachwelt noch diskutiert. Dass es gegen die beschriebenen Beschwerden wirkt, gilt aber als gesichert. Deshalb wird es auch von vielen Ärzten erfolgreich verwendet. Es gibt viele wissenschaftliche Studien, die eine eindeutige Wirksamkeit bei den verschiedenen Beschwerden nachweisen; die Beantwortung der Frage nach dem “Wie?”, bleibt jedoch wie erwähnt immer noch aus. Sie ist aber auch für unsere Zwecke ziemlich uninteressant und soll uns nicht weiter kümmern. Nur noch eines soll hier kurz erwähnt werden: anscheinend beeinflussen die Wirkstoffe in der Kava Kava unser limbisches System, ein Bereich unseres Gehirns, das u.a. auch unsere Gefühle steuert.

Das sollten sie vor der Einnahme von Kava Kava unbedingt wissen

Kava Kava gibt es in vielen Darreichungsformen: z.B. als Kapsel, Tablette, Tee, Tinktur,…; die effektivste Art der Einnahme ist jedoch ein Kava-Extrakt aus der Wurzel, welche neben dem Haupt-Wirkstoff “Kavalakton”, auch viele weitere, die Wirkung unterstützende, Wirkstoffe enthält. Dies ist eine wichtige Information, denn die übrigen Produkte enthalten oft nur den Hauptwirkstoff Kavalakton in isolierter Form, welches sie weniger effektiv macht.

Früher waren Kava Kava Produkte frei verkäuflich; inzwischen sind sie jedoch seit langem verschreibungspflichtig. Sie galten als vermutlich suchtfördernd, zumindest schrieb man ihnen einen Gewöhnungseffekt zu, der wohl anscheinend negativ angesehen wurde. Diese Mutmaßungen erweisen sich heutzutage jedoch als falsch. Es ist sogar so, dass diese Heilpflanze bei richtigem Gebrauch keine Nebenwirkungen zeigt. Hierzu sollte man lediglich die empfohlene Tagesdosierung von 2-3-mal 250mg standardisiertem Extrakt nicht überschreiten; und auch die Einnahmedauer auf maximal 3 Monate beschränken. Meine besten Heilpflanzenrezepte

Kava Kava wirkt recht schnell, was ja für ein Naturheilmittel ziemlich ungewohnt scheint – es wirkt oft schon innerhalb von 10 Minuten. Jedoch benötigt man für einen Wirkungseintritt bei schweren Ängsten eine längere Einnahmedauer – von etwa 2 Monaten.

Bei Pazifikbewohnern, die Kava Kava der Tradition nach regelmäßig und über eine sehr lange Zeit gebrauchten, konnte man beobachten, wie sich ihre Haut zusehend gelb färbte, und zudem trocken und schuppig wurde. Abgesehen davon, dass man die für den Missbrauch erforderlichen Mengen von keinem Arzt bekommen würde, kann man nicht sicher sagen, dass ein moderater Gebrauch Nebenwirkungsfrei wäre. Auch hier können sich, zwar nur in ganz seltenen Fällen, Nebenwirkungen wie z.B. Hautauschläge und Magenprobleme zeigen. Aber im Großen und Ganzen ist und bleibt Kava Kava ein sicheres Heilmittel.

Titelbild: Piper methysticum © Forest & Kim Starr, Lizenz: CC BY 3.0

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