Geheiligter Minuszins, der Du wohnst in den höheren Sphären der Finanzwelt, bitte rette uns!

Gott Minuszins bewahre uns vor dem Weltuntergang

Liebe Gemeinde, verneigt Euch jetzt vor dem Gott Minuszins und faltet die Hände zum Gebet. Sprecht mir nach! Lieber Gott Minuszins, der Du wohnst im Finanzmarkt erhöre unser Flehen. Vergib uns, dass wir nicht schon lange an Deine Kraft und Herrlichkeit, sowie an Deine Macht geglaubt haben, dass nur Du uns vor dem finalen Finanzcrash retten kannst. So, oder so ähnlich wird dieses Gebet ab sofort in der aus den Fugen geratenen Finanzwelt die Runde machen. Okay, bisher war Dir der Gott Minuszins fremd, aber glaube mir, das wird sich Anfang Oktober ganz schnell ändern. Nein, das wird sich in diesem Moment ändern, wo Du meinen Beitrag zum Thema „Minuszins“ liest.

Also hab fein Acht, was Dir der Martin heute mal wieder mitgebracht hat. Ich habe Dir erst einmal die Götterbotin des Gottes Minuszins mitgebracht. Christine Lagarde, die designierte Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), meint, dass wir den Minuszins im Auge behalten sollten, denn dieser Gott hat so seine Tücken. Die Tücken, dass, wer an den Gott Minuszins glaubt, auch mit schwerwiegenden Nebenwirkungen und Folgen rechnen muss. Die Leute sollten schon beachten, dass wer den Gott Minuszins als Allheilmittel betrachtet, auch mit einer Enttäuschung rechnen muss. Was natürlich wiederum gut ist, denn eine Enttäuschung besagt ja nichts anders, als dass eine Täuschung sichtbar wird. Trotzdem, und das möchte ich hier nicht außer Acht lassen, ist es so, dass die EZB, mit dem Herrgott Minuszins, die Preisstabilität im Euroraum im Sinn hat.

Mit Minuszinsen Preisstabilität erschaffen – geht das?

Mal im Ernst, glaubst Du wirklich, dass die EZB mit dem Minuszins und über eine lockere Geldpolitik Preisstabilität erschaffen kann? Wenn ja, dann bist Du auf den Gott Minuszins hereingefallen. Ja, denn schließlich hat genau dieser Gott es seit der Finanzkrise 2008 bis heute nicht geschafft die Kreditnehmer und Sparer in sichere Gewässer zu manövrieren.

Fakt ist: Es wurde mit Leitzinssenkungen und Fluten der Finanzmärkte mit Geld nur Zeit gekauft. Und jetzt soll mit dem Minuszins die Wende zum Guten geschaffen werden. Ja, der am Boden liegende Markt soll wieder auf gesunde Beine gestellt werden. Ist es das, was Du gerade denkst? Na klar, was solltest Du denn anders denken, wenn Dir das Propagandaministerium täglich solche Rettungsmaßnahmen ins Ohr flüstert.

Die Hoffnung, dass durch den Minuszins die Geldinstitute mehr Kredite an Unternehmen vergeben werden

Und weil Du dem Gott Minuszins auf den Leim gegangen bist, hoffst Du natürlich auch, dass die Geldinstitute, bei weiteren Zinssenkungen, mehr Kredite an Unternehmen vergeben werden. Okay, die Hoffnung stirbt bekanntlich zu Letzt. Und diese Hoffnung trägt den Namen Christine Lagarde, welche im Oktober, als Nachfolgerin von Mario Draghi, als Ver-Führerin der EZB dort ihren Dienst antritt. Und glaube mir, dass wenn sie, in Absprache mit dem Gott Minuszins, die Rettung der Finanzmärkte in Angriff nimmt, dann wird dies den EU-Bürgern teuer zu stehen kommen. Die Enteignung der Sparer wird turbomäßig Fahrt aufnehmen, denn schließlich möchte sie mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln die Wirtschaft ankurbeln, aber auch die Inflation anheizen. Dafür steht der Gott Minuszins! Hast Du das gewusst?

Plötzlich eintretende Inflation – Hyperinflation

Wie bitte, Inflation anheizen als Mittel um die Finanzmärkte zu retten? Und, was passiert denn wenn über den Minuszins die Inflation angeheizt wird? Welche Folgen hat das fürs Weltfinanzsystem? Hast Du Dir darüber auch schon mal ein paar Gedanken gemacht? Könnte es dann nicht so sein, dass Du mit einer stark ansteigenden Inflationierung Deinen letzten Spargroschen verlierst? Ich denke mir, dass uns der Gott Minuszins und die lockere Geldpolitik genau das bescheren wird.

Also himmle nicht weiter den Minuszins an, und werde Dir bewusst dass die EZB nur noch wenig Spielraum für wenige weitere Zinsschritte nach unten hat, bevor uns das Finanzsystem um die Ohren fliegt. Im Oktober fallen die Würfel! Nein, schon im Oktober müssen wir mit Zinsschritten in den Minusbereich rechnen. Und glaube mir, dass dann ein Punkt kommt, wo es für die Geldhäuser günstiger ist ihr überschüssiges Geld in ihren Tresoren zu horten, bevor sie es unter Strafe bei der EZB parken.

Unter Zwang zum Glück, oder wie die EZB den Karren aus dem Dreck ziehen möchte

„Die Notenbank kündigte außerdem an, ihr Anleihenkaufprogramm wieder aufzunehmen. Ab November will sie 20 Milliarden Euro neu investieren. Die Euro-Wächter hatten bereits fast vier Jahre lang bis Ende Dezember 2018 Wertpapiere im Volumen von 2,6 Billionen Euro erworben. Die Anleiherenditen sollten mit den Transaktionen gedrückt und die Titel damit für Banken als Investment unattraktiver werden. Die Transaktionen sollen erst dann gestoppt werden, wenn die Notenbank kurz vor einer Zinserhöhung steht.“ [1]https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/boerse/ezb-erhoeht-strafzinsen-weiter_H895320203_11135217/

Muss die Zeche dieser Politik der Bürger, der sowieso für alles bürgt, bezahlen?

Also halten wir hier mal fest, dass der Anleihemarkt über Inflation ausgetrocknet werden soll und sich mit einer noch ausstehenden Zinserhöhung in Luft auflösen soll. Genau das steckt hinter dieser Politik von Lagarde. Ich denke halt so, und wenn Du anders denkst, dann geht es mir am Hintern vorbei. Fakt ist, und da beißt die Maus keinen Faden ab, dass dem Sparer durch den Gott Minuszins nichts Gutes zufällt. Mit jeder weiteren Zinssenkung wächst der Druck auf die Banken.

Und da viele Banken sich auf dünnem Eis bewegen, sprich vor der Pleite stehen, werden diese als weiteres Mittel, um noch eine Zeitlang zu überleben, die Bankkunden über den Tisch ziehen. Ich rechne noch in diesem Jahr damit. Ja, bis zum Jahresende muss auch jeder Bankkunde mit Minuszinsen, aber auch mit erhöhten Kontoführungsgebühren rechnen. Da kann ich nur sagen: Prost Mahlzeit! Deshalb lass uns auf die nun galoppierende Enteignung noch das eine oder andere Glas Wein hinter die Binde kippen.

Nun, der Trump meint, dass die EZB-Zins-Politik der USA schadet

Nun, der Trump meint, dass diese EZB-Zins-Politik nicht nur den EU-Bürgern schadet, sondern dass der EZB-Kurs auf Kosten der amerikanischen Wirtschaft geht. Ja, denn mit dem Gott Minuszins wird der Euro natürlich gegen den sehr starken Dollar abgewertet, was wiederum zu weiteren Verwerfungen führen wird. Es schadet halt den US-Exporten. Was wiederum auch die USA zwingt in die Minuszinsfalle zu tappen.

Merkst Du was? Es ist nun ganz offensichtlich so, dass es in allen Wirtschaftsräumen ebenfalls zu weiteren Zinssenkungen kommen wird, und dass dies eine Abwertungsspirale in Gang setzt, welche keine Sau, auch kein Trumpeltier und kein Ferkel mehr haben will. Noch etwas, was in dieser Sache wichtig ist, das ist die Tatsache, dass je niedriger die Zinsen im Negativbereich sind, desto höher ist das Risiko der Blasenbildung – bzw. desto höher die Fallhöhe des Absturzes der Finanzmärkte.

Alles dreht sich, keiner versteht es – mir wird es gerade ganz schwindelig und ich nehme deshalb, um mein Kreislauf zu stabilisieren, noch ein Glas Sekt zur Hand. Ein letztes Mal zum Wohl, denn wohin diese Politik führt, das müsste Dir doch jetzt ins Bewusstsein gefallen sein! Nun, auch wenn Du gerade etwas begriffsstutzig bist, helfe ich Dir gleich auf die Sprünge, bzw. gebe ich Dir einfach nur weiter, dass wir vor einer Weltwirtschaftskrise stehen, die auf gar keinen Fall mehr durch den Gott Minuszins geheilt werden kann.

Trump ist sauer

So gibt es leider erst einmal ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die niedrigsten Zinsen. In den USA, in Europa – nein, weltweit soll es der Minuszins richten. So, und jetzt? Jetzt mach mal eine Handstands-Überschlags- und Querberechnung, und rechne aus, wo der Minuszins an einen Punkt kommt, wo es das Weltfinanzsystem zerreißt. Sorry, noch sind wir nicht so weit. Noch halten Idioten am Minuszins als Allheilmittel fest. So auch der Trump, der mittlerweile ganz wuschelig ist. Guckst Du hier:

„Trump warf der US-Notenbank Fed zugleich Untätigkeit vor. „Die Fed sitzt aus, und sitzt und sitzt”, twitterte er. Die Europäer würden “dafür bezahlt, sich Geld zu leihen, während wir Zinsen zahlen!” Erst am Mittwoch hatte der Präsident auf eine drastische Senkung der Zinsen durch die US-Notenbank FED gedrängt. Sie sollten auf “null oder weniger” gekappt werden, um dem Staat den Schuldendienst zu erleichtern.“[2]https://de.reuters.com/article/ezb-zinsen-usa-idDEKCN1VX1PE

Gibt es keine Möglichkeiten mehr sich aus dem Schlamassel zu befreien?

Ich denke mir, dass sich nicht nur im Euroraum, sondern weltweit Panik breitmacht und keine Marionette der Hochfinanz mehr weiß wie man sich aus dem Schlamassel, der durch den Minuszins verursacht wurde, befreien kann. Ehrlich gesagt, mich freut diese Aufgeregtheit, denn das, was gerade passiert, spricht für weitere Höchststände bei den Edelmetallen. Ach ja, das spricht auch dafür, dass das, was ich in meinem Beitrag „Rezession – Deflation – Hyperinflation …“ geschrieben habe, Wirklichkeit wird. Was, Du meinst, ich wäre zu pessimistisch? Du glaubst, dass Politiker, die Arschlöcher aus bunten Tagen, das Ruder nochmals rumreißen können.

Unsere „Finanzexperten“ aus der Politik – der letzte Rettungsanker?

Na klar, zumindest wenn man der Grünen-Finanzexpertin Lisa Paus glaubt, dann wird der Sparer per Gesetz von all den Auswirkungen des Minuszins befreit. Die Paus hat folgende Worte erbrochen. Hier lies:

„Die EZB ist der falsche Sündenbock – handeln muss die Bundesregierung. Es ist die Aufgabe der Bundesregierung, weitere negative Auswirkungen für Sparer, die Immobilienpreise und die Finanzmarktstabilität abzuwenden. Es ist höchste Zeit für ein zukunftsgerichtetes Investitionspaket.”[3]https://www.abendblatt.de/wirtschaft/article227068425/Was-der-Kurs-der-EZB-fuer-Kredite-und-gespartes-Geld-bedeutet.html

Sorry, Du solltest die Paus nicht ernstnehmen, denn schließlich sind seit der letzten Finanzkrise genau solche Maßnahmen gescheitert. Ich erinnere Dich dabei nur an die Abwrackprämie für PKWs. Es bleibt, wie es halt mal ist! Der Karren steckt schon viel zu tief im Dreck und ist weder durch irgendwelche Investitionsmaßnahmen, noch über den Minuszins, aber auch nicht durch Helikoptergeld zu lösen. Die Lösung ist der Crash – und dieser wird uns hoffentlich bald zufallen – AMEN!

In dieser Richtung zielt auch die Aussage von Sebastian Wanke (KFW-Bank), der zur letzten Zinsentscheidung (12.9.2019) von Draghi meinte:

“Es ist der vorletzte Entscheid Mario Draghis als EZB-Präsident und sein letzter großer Wurf. Dieser fällt in etwa so aus wie von den Finanzmarktteilnehmern erwartet. Jedoch glauben aber wahrscheinlich nur noch die wenigsten, dass solche Maßnahmen Konjunktur und Inflation zusätzlich spürbar stimulieren können.” [4]https://www.abendblatt.de/wirtschaft/article227068425/Was-der-Kurs-der-EZB-fuer-Kredite-und-gespartes-Geld-bedeutet.html

Fazit

Alles läuft nach Plan. Und weil alles nach Plan läuft, werden diejenigen als Sieger vom Spielfeld gehen, die sich in die Rettungsboote begeben haben, sprich die einen sicheren Hafen – Gold und Silber – ansteuern.

Ich bin dann mal weg! Beste Grüße Dein Martin M. Luder (info-at-lefpilk.de)

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