Ist CLO der Auslöser für die nächste Finanzkrise?

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CDO und CLO – Drei Buchstaben mit folgenschweren Wirkungen

Hallo mein Freund, ich weiß schon, dass ich Dich gerade mit den 3 Buchstaben wie CDO und CLO etwas überrascht habe, aber ich weiß auch wie ich hoch brisante Infos so verpacken kann, dass Du gar nicht drum herum kommst, einen Blick auf mein Erbrochenes zu werfen. Also, wenn Du schon bis hierher meiner Aneinanderreihung von Buchstaben und Wörtern gefolgt bist, dann möchte ich Dir nun gleich im Anschluss erklären, was es denn mit CDO und CLO auf sich hat, und warum gerade aktuell CLO das Zeug dazu hat die Finanzkrise von 2008 wieder aufleben zu lassen. Nicht nur das, nein, durch CLO steht das Finanzsystem wieder einmal vor einem finalen Kollaps – auch darüber muss ich mit Dir sprechen.

Erklärung der Akronyme CDO und CLO

CDO

Nun, bevor ich ins Detail gehe, möchte ich Dir die Akronyme CDO und CLO erklären. So steht das Akronym CDO für Collateralized Debt Obligation und bezeichnet eine besicherte Schuldverschreibung. Und diese CDO war im Jahre 2008 der Auslöser der letzten großen Finanzkrise. Damals nahmen „Bankster“, welche in einem meist dubiosen Geschäftsfeld anschaffen gehen, Unmengen fauler privater Kredite aus ihren Bilanzen. Danach wurde dieser modrige Dreck gebündelt und in sogenannte Wertpapiere gepackt. Diesen ekligen, stinkenden Papieren gab man dann einen Namen. Das, was eigentlich wertlos war, tauften sie CDO. Der Sondermüll wurde aber auch noch von Ratingagenturen mit Bestbewertungen versehen und zum Verramschen an Pensionskassen, Versicherer und Investmentgesellschaften weitergegeben.

Das Geschäft mit den CDOs ging auch eine Zeitlang gut, aber als Ende 2006 immer mehr Schuldner ihre Hauskredite nicht mehr bedienen konnten, kam es, wie es kommen musste: Die CDOs platzten! Und das, was danach folgte, ist dem Zufall geschuldet. Dem Zufall, dass durch die CDOs die Finanzwelt am Abgrund stand. Pleiten, Pech und Pannen kamen dann halt auch zufällig daher. Ja zufällig – wie es der Zufall halt so wollte – (lach) fiel der Welt 2008 die letzte große Finanzkrise zu. Kurz und knapp war es so, dass Versicherungen, Pensionskassen und Vermögensverwalter genau so in den Ruin getrieben wurden. Nein, diejenigen, welche „to big to fail“ waren, die wurden schon dank Deiner und meiner Wenigkeit durch Steuergelder gerettet. Was für ein Zufall aber auch?!

CLO, die Bombe welche die nächste Weltfinanzkrise auslösen wird

„Leider“ zog die Finanzwelt aus diesem Desaster keine Lehre, denn 11 Jahre später laufen viele Geschäfte schon wieder nach diesem Muster ab. Nun, etwas hat sich schon geändert und das ist die Verpackung. Die drei Buchstaben, welche die nächste Weltfinanzkrise auslösen werden, lauten nun CLO. Und CLO steht für Collateralized Loan Obligation und bedeutet in diesem Fall eine besicherte Darlehensverschreibung. Ich weiß, besichert klingt schon gut, aber Dir ist sicher bewusst, dass auch diese Buchstabenfolge nichts Gutes verheißt. Na klar, denn ich gehe davon aus, dass auch dieses Mal der bescheuerte, besteuerte StaatsBÜRGEr die Zeche zahlen muss. Das ist sicher! Sicher ist aber auch, dass es auch dieses Mal eine Handvoll Profiteure geben wird, die an dieser „besicherten“ Darlehensverschreibung richtig fett Kohle machen werden. Also every time the same game – oder guckst Du hier:

„Seit einigen Jahren bündeln Banken und Fondsgesellschaften Unmengen sogenannter Leveraged Loans. Das sind hochriskante Unternehmenskredite. Sie machen aus den Paketen Wertpapiere, taufen sie CLO, lassen sie bewerten und verkaufen sie. Abnehmer sind Investmentgesellschaften, Pensionskassen und Versicherer. Sollten etwa infolge eines Konjunktureinbruchs oder von Zinserhöhungen Firmen bald Probleme haben, ihre Kredite zu bedienen, könnten die CLOs platzen und Vermögensverwalter, Pensionskassen und Versicherungen weltweit in schwerste Not geraten.“[1]https://www.focus.de/finanzen/boerse/finanzkrise/wirtschaft-die-crashtest-dummys-der-wall-street_id_10756359.html

Aus der letzten Finanzkrise nichts gelernt?

Das ist natürlich ein Witz! Das mit dem „könnten die CLOs platzen“, kannst Du Dir gleich an den Hintern tackern. Na klar, denn schau Dir doch nur einfach mal die Finanzwelt an, was diese aus der letzten Krise gelernt hat. Natürlich nichts, denn sonst hätten sie ja nicht diese CLO-Papiere auf den Markt geschmissen. So hat sich doch tatsächlich zwischen 2014 und 2019 das Volumen des CLO-Marktes verdoppelt. Und wenn Du Dir nochmals die Geschichte der CDOs anschaust, dann müsste bei Dir jetzt der Groschen fallen. Dir würde sicher der „Zufall“ zu Hilfe kommen und Du würdest verstehen, dass die „Finanzmarktprofis“ schon wieder ein Scheißpapier ins Dasein geschmissen haben. Ja, eine heilige Scheiße, ein Monster, welches dafür steht, dass weltweit Firmen in die Pleite und Milliarden Menschen in die Arbeitslosigkeit oder in den Tod getrieben werden.

Frühere amerikanische Notenbankchefin Janet Yellen beunruhigt

Ruhig Blut, so schlimm wie ich das gerade ausmale, wird es nicht kommen – oder doch? Vielleicht schon, denn die frühere amerikanische Notenbankchefin Janet Yellen sieht es schon so, dass sich im Bereich der Unternehmenskredite ein systemisches Risiko aufgebaut hat. Gerade Firmen mit geringer Bonität könnte die Finanzwelt auf den Kopf stellen –sprich, den großen Crash auslösen[2]https://www.focus.de/finanzen/boerse/finanzkrise/wirtschaft-die-crashtest-dummys-der-wall-street_id_10756359.html

Okay, ich verstehe Dich! Es ist schon ein Ärgernis, dass sich ein weiteres Mal die Geschichte wiederholt, aber es bleibt uns wohl nichts anderes übrig als sich nun endlich das Unvorstellbare vorzustellen. Da beißt die Maus keinen Faden ab, denn es liegt halt in der Natur, bzw. man/n oder Weibchen kann es sich auch ausrechnen, dass der angehäufte Schuldenberg irgendwann einmal abgeräumt wird.

Ich weiß zwar nicht wann, aber ich gehe davon aus, dass uns genau das zufällt. Und ich weiß auch nicht wirklich, ob wir es heute tatsächlich mit der gleichen Subprime-Produkten wie 2007 zu tun haben. Aber ich weiß schon, dass im Falle einer Rezession oder bei steigenden Zinsen jede Menge fauler Kredite fällig gestellt werden. Und ich weiß auch, dass wenn viele Kreditnehmer ausfallen, dass es zu einer Kettenreaktion, wie 2007, führen wird. Nur eine blöde Verschwörungstheorie? Nein, ich gebe mich einfach nicht der Illusion hin, dass wir in nächster Zeit mit einer stark wachsenden Wirtschaft rechnen können! Und deshalb sehe ich es ganz deutlich, dass sich die Geschichte von 2008 wiederholt.

Quadrierungseffekt

Ja, ich sehe ganz deutlich diesen Quadrierungs- bzw. Hebeleffekt. Ich kann es förmlich riechen, dass die gebündelten Kredite zum finanziellen Massengrab der Unternehmen werden und so das Finanzsystem in die Luft gesprengt wird. Siehst Du es auch? Siehst Du wie diese CLOs, welche in unterschiedlichen Risikoklassen aufgeteilt sind, eine mörderische Gefahr darstellen? Und wenn Du das siehst, dann hast Du sicher jetzt schon den Weitblick und siehst aus diesem Grunde auch wie immer mehr Unternehmen in die Patrouille kommen und wie dann ein Domino-Effekt entsteht, welches am Ende die Finanzblase zu platzen bringt! Nur Schwarzmalerei? Schauen wir mal!

Schau Dir doch weiter das Problem, das, was in immer größeren Schritten auf uns zukommt, näher an. Und dann verstehst Du auch, dass den Versicherungen und Pensionskassen gar nichts anderes übrigbleibt genau solche „besicherten“ Papiere zu kaufen. Was bleibt ihnen denn bei der Nullzinspolitik anderes übrig? Sie müssen kaufen, aber sie müssten es eigentlich wissen, dass, wenn die CLOs platzen, die Altersvorsorge für Millionen Mensch für ‘n Arsch ist! Und das liegt, und da wiederhole ich mich, daran weil das bisschen Leben bis heute nicht die nötigen Lehren aus der letzten Finanzkrise gezogen hat.

Kein Grund zur Panik – ruhig durchatmen – ohmmm –

Kein Grund zur Panik, denn es soll ja noch immer Vermögensverwalter, oder sollte ich besser von Vermögensvernichtern sprechen, wie der Fondsmanager der DWS, geben der die CLOs für weitaus stabiler hält als bei der letzten Finanzkrise. Dennoch räumt auch er ein, dass es bei einer erheblichen Zinserhöhung oder einer Rezession durchaus für den Finanzmarkt problematisch werden könnte. Wie gesagt, ich bin da nicht so optimistisch und sehe schon jetzt die Gewitterwolken aufziehen. In der Gesamtschau ist es halt nicht anders wie im Jahre 2008. Das ist meine Meinung!

Der Herdentrieb als Krisenverschärfer

Noch ist der CLO-Markt in Europa relativ klein, aber der Herdentrieb – das „Herding“ – wird es schon richten. Noch rennen alle in die gleiche Richtung. Pensionskassen und Versicherungen werden sich deshalb, weil sie dem Herdentrieb folgen, massiv mit CLOs eindecken. Also alles ganz genau so wie bei der letzten Krise – auch da bin ich mir ganz sicher! Der Herdentrieb und die Suche nach „besicherten“ Produkten werden die Pensionskassen und Versicherungen genau dazu treiben in solche Finanzprodukte zu investieren. Doch wenn der “Zufall” zuschlägt und die USA ins Wanken geraten und dort die CLOs krepieren, dann bebt ganz Europa. Darauf kannst Du Einen lassen, oder hier das Gebet mit einem “so-sei-es” (AMEN) den würdigen Rahmen geben.

Ich fasse zusammen

Die Finanzwelt hat aus der Krise 2008 nichts gelernt. Damals war CDO der Auslöser der Finanzkrise und heute hat CLO die Sprengkraft das Finanzsystem zum Einsturz zu bringen. Ich halte aber auch fest, dass damals die Immobilienkreditnehmer in den Kreditwahn getrieben wurden, und dass danach eben auch die Unternehmen diesem Irrsinn verfallen sind. Und genau aus diesem Grunde sehe ich vor meinem geistigen Auge auch, dass sich die Geschichte wiederholt. Ganz ruhig – noch ist kein Grund zur Panik. Und warum denn nicht schon jetzt? Hör bitte weiter zu! Das hat was mit dem Donald Trump zu tun.

Warum wir dieses Jahr noch vor dem großen Crash verschont bleiben

Donald Trump, der Herr über den Leitzins?

Ja, das hat was mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump zu tun. Denn wenn ich es richtig verstehe, dann hat der Trump die Kontrolle über den Leitzins, und somit auch die Kontrolle wie sich die US-Wirtschaft bis zu seiner Wiederwahl 2020 entwickeln wird, übernommen. Wie war das noch von Anfang Januar bis Ende Dezember 2018? Kurz nachgedacht – hier die Antwort: In diesem Zeitraum hatte die FED den Leitzins 4 Mal erhöht. Stimmt’s? Das hatte den Trump sehr verärgert und er hatte deshalb auch gegenüber der FED seinen Unmut öffentlich bekundet – er hat bei Twitter gezwitschert. Und plötzlich, wie aus dem Nichts, rückte die Zentralbank von ihrem Vorhaben, die Zinsen auch 2019 weiter zu erhöhen, ab.

Die perfekte Ausrede für eine Leitzinssenkung

Im April preschte der Trump erneut vor und prangerte ein weiteres Mal die Leitzinspolitik der FED an. Er sagte klar und deutlich, dass der Leitzins die US-Wirtschaft ausbremse. In Folge dessen verschärfte er den Handelskrieg gegen China. Und siehe da, etwas später, sprich, um die Unabhängigkeit der FED zu demonstrieren, hatte der FED-Chef Paul am 4. Juni bekanntgegeben, dass diese, falls Spannungen im Handel entstehen, offen für Leitzinssenkungen ist. Das ganze scheint perfekt durchgeplant zu sein, denn erst vor einigen Tagen hat Trump bekanntgegeben, dass er auch das Nachbarland Mexiko mit Zöllen belegen wird.

Ab dem 10. Juni sollen nun auch die Importzölle in Mexiko von 5 auf weitere 5 Prozent ansteigen. Ja, ansteigen, denn für Trump stellt die illegale Einwanderung von Mexikanern eine Gefahr für die US-Wirtschaft dar. Bisher ist es für illegale Einwanderer noch leicht möglich die Grenzen zu den USA zu passieren. Trump will aber dass sich das ändert und übt deshalb jetzt Druck auf die mexikanische Regierung aus. Gleichzeitig bietet er aber so für die FED die perfekte Steilvorlage für eine Leitzinssenkung. Eben genau die von Paul angesprochenen Spannungen im Außenhandel werden den Gesinnungswandel herbeiführen.[3]https://www.youtube.com/watch?v=26J5N5DcGQc

Das vorläufige Ende der Handelskriege gegen China und Mexiko

Aber warum will der Trump eigentlich einen niedrigen Leitzins? Hör zu, das ist einfach so: Ein niedriger Leitzins wird die USA-Wirtschaft befeuern. Und wenn der Trump dann noch nach der Zinsentscheidung den Handelskrieg mit China und Mexiko beendet und die Zölle abschafft, dann schießen die Aktienmärkte in die Höhe. So ist, meiner Meinung nach, die Leitzinssenkung schon eine Wahlstrategie vom Trump.

Na klar, denn dass die US-Wirtschaft durch weitere höhere Kreditvolumen aufblühen wird, das müsste auch Dir ins Bewusstsein fallen. Und Dir ist dann auch bewusst, dass eine gut florierende Wirtschaft die perfekte Ausgangsbasis für die Wiederwahl von Trump ist. Nun, das, was ich gerade aufs Papier geschissen habe, ist nur meine Meinung, aber vorstellen kann ich mir es schon. Und ich stelle mir jetzt vor, dass ich genug Buchstaben, Wörter und Sätze aneinandergereiht habe und setze hier nun einen Schlusspunkt! Schließlich muss ich mich ja noch darum kümmern eine Wette auf steigende Kurse beim DAX zu platzieren.

Beste Grüße Dein Martin M. Luder (info-at-lefpilk.de)

Quellenangaben, Fußnoten und Weiterführendes   [ + ]

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