E=MC² – alte und neue Fragen

Ich fragte mich heute, in wie weit wir unser althergebrachtes Weltbild, wegen all den neuen Erkenntnissen in der Quanten-Physik eigentlich noch revidieren müssen, um all das Neue verstehen zu können, was uns Suchende hier auf Erden gerade so begegnet. Ich knüpfe hiermit wieder einmal an ganz alte Fragen an, die ich mir mit 14 Jahren schon einmal stellte. Als ich ein begeisterter junger Astronom war, der sich mit allem Wissensdurst dieser jungen Jahre an die großen Fragen der Welt machte. Über meine Astronomiebücher stieß ich damals auf Albert Einstein und seine geniale Relativitätstheorie (u.a. E=MC²), die mich bis zum heutigen Tag noch sehr beschäftigt. Denn immer noch gibt es keine wirklichen Antworten auf viele meiner Fragen. Nur, dass ich jetzt durch ein Nahtoderlebnis (2012) und den neusten Quanten-Forschungen noch viel mehr Fragen dazubekommen habe.

Darum hatte ich heute Morgen die Idee, diese ungelösten Fragen einmal aufzuschreiben, denn vielleicht ergibt sich daraus ja auch mal die ein oder andere Antwort: Nun, mir scheint es heute so, als würde sich die mir bekannte Welt in zwei ganz grundverschiedene Bereiche aufteilen. Und zwar in eine zeitlose Welt und in eine Welt mit Zeit. Die eine Welt beinhaltet zeitlose und ewige Dinge wie die des Lichts, des unendlichen Raums, die Kunst, die Musik und die des Bewusstseins und des Ich’s. Die Welt mit Zeit beinhaltet alle begrenzten, materiellen, körperlichen Dinge wie auch die Schwerkraft. Äquivalent zu den neusten Forschungen, dass Materie nur aus einer Schwingung, oder einem Informationsfeld entsteht und im Grunde geistigen Ursprungs ist, bis hin zu den Erfahrungen der Zeitlosigkeit und dem liebenden Licht bei Nahtoderlebnissen. Doch dazu etwas später. Reisen wir nun erstmal mit Lichtgeschwindigkeit durch das All.

Das einzig konstante, die Lichtgeschwindigkeit

In der Welt des Lichts gibt es bekanntlich nur eine konstante Geschwindigkeit (299792458 m/sek.). Nichts anderes kann sich so schnell bewegen wie das Licht. Außer vielleicht noch der Raum, denn sonst gäbe es nicht diesen Ereignis-Horizont in ca. 16 Milliarden Lichtjahren Entfernung. Wenn wir diese fernsten Galaxien beobachten, scheint es so, als dehne sich der Raum zwischen uns ebenfalls mit Lichtgeschwindigkeit aus, so dass wir das Licht dieser Galaxien schon fast nicht mehr sehen können. Spannender Weise bleibt trotz einer enormen Streckung und Dehnung des Lichts (auch Rotverschiebung genannt) auch hier die Lichtgeschwindigkeit trotzdem immer konstant, denn hierbei verändert sich nur die Frequenz des Lichts.

Sterne, Universum, Weltall

Folglich müsste sich der Raum sogar noch schneller als Licht ausdehnen können! Denn würden wir den Bereich mitbetrachten können, der auch noch hinter dem Ereignis-Horizont liegt, so würde er sich ja mit Über-Lichtgeschwindigkeit von uns weg bewegen. Es sei denn unser Bild vom Weltall als einer riesigen sich ausdehnenden Kugel ist gar nicht richtig.

Und es scheint da noch etwas zu geben, was schneller ist als Licht. Nach neusten Forschungen in der Quanten-Physik setzen sich auch noch die Informationen im Quanten-Vakuum schneller fort als das Licht. Die Informationen des Quanten-Vakuums scheinen so dicht aneinander gedrängt zu sein, dass jede kleinste Bewegung oder Veränderung darin sofort auf Alles eine Auswirkung hat. Denn jede Information ist hier sofort überall erhältlich. Dazu gibt es viele merkwürdige Beispiele: Klappt z.B. ein schwieriger Versuch in einem Chemie-Labor, dann klappt er plötzlich auch überall auf der Welt in anderen Laboren.

Gibt es einen unendlichen Raum?

Bis heute ist nicht mal klar wie Raum überhaupt erst entsteht. Entsteht er durch das Licht das ihn überall hin durchquert oder durch die Materie die ihn durch seine Schwerkraft krümmt? Oder vielleicht durch beides zusammen? Was befindet sich denn nur hinter unserem Ereignis-Horizont? Da wir ja hier auch in die tiefste Vergangenheit des Universums hineinblicken können, die ebenfalls für uns bei bisher 16 Milliarden Jahren endet. Doch was wenn das alles gar nicht stimmt? Wenn wir nur annehmen es sei dort zu Ende, weil wir nicht weiter kucken können, ganz so wie damals, als die Erde für viele noch eine Scheibe war.

Denn vielleicht verkrümmt die gesamte Masse des Universums den Raum nicht zu einer perfekten Kugel sondern zu einer Torus-Form, in der man ja in jeder Richtung unendlich weiter gehen könnte ohne jemals an ein Ende zu stoßen. Eine begrenzte aber unendliche Form, in der auch das Licht durch die Raumkrümmung den Kreisbahnen folgen muss. Denn wir haben es hier ja mit einem vierdimensionalen Raum zu tun, was für unsere Gehirne in einer zutiefst dreidimensionalen Welt leider nur schwer vorstellbar ist.

Visualization of the Big Bagel Theory by Howard Bloom.
© Bryan Brandenburg, Lizenz: CC BY-SA 3.0

In einem vierdimensional gekrümmten Raum würden wir in Wirklichkeit immer in Kreisbahnen kucken und vielleicht dabei auch mehrere Runden durch diesen Torus drehen und dabei denken wir sehen immer nur exakt geradeaus. Die Expansionsgeschwindigkeit würde sich dadurch bei jeder Runde (in etwa um den Faktor Pi) einfach addieren, solange bis sie eben an die Lichtgeschwindigkeits-Grenze stößt. Eine natürliche Sichtgrenze die uns eine weitere Fernsicht versperrt.

Doch warum sehen wir denn dann überall um uns herum, was zu Beginn des Universums war? Denn laut der Urknall-Theorie müsste das frühe Universum ja ganz klein gewesen sein…. und wieso beobachten wir eben dieses nun überall am äußersten sichtbaren Rand, wo ja nun mal durch die rasende Expansion die allergrößten Entfernungen zwischen den Galaxien auftreten? Sind wir dann vielleicht etwa in Raum und Zeit implodiert anstatt wie immer angenommen explodiert?

Es erscheint mir wahrscheinlicher dass uns das Universum nur durch diese Zeit-Verzögerungs-Brille der Lichtgeschwindigkeit so erscheint. Wir sehen diese alten Galaxien ja nur noch, weil das Licht so lange gebraucht hat bis es hier bei uns ankommt. Was aber nicht heißt, dass diese Galaxien dort immer noch unverändert an der selben Stelle stehen. Alles erscheint uns einfach nur umso zeitverzerrter je weiter die Objekte entfernt sind. Und bisher ist und bleibt die Rotverschiebung hier leider unser einziger Entfernungsmesser den wir haben. Wir können diese Zeit-Brille niemals abnehmen, solange wir das Licht als Informationsträger benutzen. Doch was wenn unser einziges Maßband gar nicht stimmt? Denn das Licht reist ja bekanntlich ewig durch den gekrümmten Raum. Vielleicht hat es ja auch schon endlose Schleifen im Inneren dieses kosmischen Donut´s gedreht, und je länger es unterwegs war, desto mehr Expansion addierte sich einfach auf seiner Reise durch den Raum. So wie sich ein Bild zwischen zwei parallelen Spiegeln fast endlos fortzusetzen scheint. Das Weltall müsste dann gar nicht so groß sein wie es uns heute scheint!

Ist Zeitlosigkeit realer als die Zeit?

Wie entsteht Zeit und was ist sie wirklich? Wir wissen das sie bei Lichtgeschwindigkeit aufhört zu existieren. Das bedeutet, dass es für das Licht ganz einfach keine Zeit gibt. Es ist für immer und ewig auf seiner Reise durch den Raum. Was spannender Weise auch sehr mit all den Nahtoderlebnissen übereinstimmt. Auch hier erfahren Menschen die Zeitlosigkeit und oft ein helles, angenehmes Licht. Unser aller Bewusstsein, das „Ich“ in uns, scheint mir ebenso zeitlos und ewig zu sein wie das Licht. Es ist immer da, es fühlt sich immer genauso an in uns, egal wie alt wir sind.

Astronomische Uhr in der Prager Altstadt.
© Maros M r a z (Maros), Lizenz: CC BY-SA 3.0

Was die Vermutung nahe legt, dass das Bewusstsein ein großer Schlüssel sein könnte, um all diesen ungeklärten Fragen wirklich einmal näher zu kommen. Denn auch in der Welt der Quanten-Physik und der Materie gewinnt unser Bewusstsein gerade ja überraschend an Bedeutung. Und letztendlich ist es auch unser Bewusstsein mit dem wir die Zeit überhaupt erst wahrnehmen können.

Licht kann nicht langsamer leuchten, sonst würde es in die Welt der Zeit fallen. Nur alles was langsamer ist als die Lichtgeschwindigkeit erfährt die Zeit, die je nach der Geschwindigkeit des Beobachters auch noch sehr relativ sein kann, wie Einstein schon vor 100 Jahren herausfand. Denn die Zeit ist ja bekanntlich keine Konstante, sie scheint durch die Bewegungen der Materie erst zu entstehen. So gesehen scheint die Zeit an die Materie geknüpft zu sein. Wenn unser Bewusstsein diese materielle Welt verlässt, dann hört auch einfach die Zeit auf zu existieren. Alles ist dann einfach gleichzeitig da. Was für die Materie unmöglich wäre. Ist die Zeit vielleicht also nur dazu da, damit nicht alles gleichzeitig geschieht?

E=MC² – Ist die Materie einfach nur entschleunigte Energie?

Ja, die Materie, sie ist der Inbegriff von Veränderung, Wandlung, Vielfältigkeit, Einzigartigkeit. Es ist wie ein Wunder, denn es gibt keine zwei exakt gleiche Sandkörnchen hier auf diesem Planeten. Materie ist vermutlich durch den Urknall erst entstanden. Wandelte sich in die Form von Wasserstoffgas, dem einfachsten Element überhaupt. Welches sich später zu Sonnen verklumpte und sich durch die eigene Gravitation selbst entzündete.Spirale, Geometrie, Rotation, Kreis

Und erst in diesem unvorstellbaren heißen Inferno an unaufhaltsamen nuklearen Kettenreaktionen entstand die feste Materie wie wir sie heute kennen. Die Elemente bis hin zum Eisen sind eigentlich nur die Asche von längst erloschenen alten Sonnen. Schwere Elemente entstehen vermutlich nur bei dem Gravitationskollaps von großen Sonnen und bei einer Supernova. Jede Form von Materie wie wir sie kennen, ist somit einfach Sternenstaub, der bei seiner Entstehung schon endlos viel Licht und Energie freigesetzt hatte. Welche, nebenbei bemerkt, bis heute sicher noch völlig zeitlos irgendwo durch den Raum eilt, denn Energie kann ja niemals verloren gehen.

E=MC² (Energie ist Masse mal Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat). Einsteins berühmteste Formel hat mir schon als 14 Jähriger das Hirn fast verbrannt. Umgeschrieben ist sie nicht weniger faszinierend: M=E/C²(Masse ist Energie durch Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat). Wenn wir folglich Energie, also eben auch das Licht durch seine eigene Bewegung (hoch 2) teilen, erhalten wir Materie. Wenn wir also grob gesagt, dem Licht seine Geschwindigkeit entreißen entsteht Masse, und umgekehrt, wenn wir der Materie genug Geschwindigkeit hinzufügen wird sie zu reiner Energie zurückverwandelt (Atombombe). Kein bisschen Masse kann aber auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden ohne dabei unendlich schwer zu werden. Hier an diesem Übergang verwandelt sich vielleicht die Gravitation in reine Energie, also steckt nun umgekehrt gesehen all die umgeformte Energie in der Schwerkraft? Jene Kraft die den Raum zu krümmen vermag, welcher dann selbst das Licht in Kreisbahnen beugen kann, wie bei einem schwarzen Loch oder vielleicht im Universum überhaupt.

Die Quanten-Theorie besagt, dass Materie nur eine vorübergehende Erscheinung ist, die durch Wellen oder Muster innerhalb des Quanten-Vakuums entsteht. Diese Muster werden durch Informationsfelder aufrecht erhalten und sind durch unser Bewusstsein nachweislich beeinflussbar. Erst durch diese neuen Erkenntnisse sind viele seltsame Vorgänge zum ersten Mal in der Geschichte überhaupt in irgend einer Form erklärbar geworden und müssen von unseren Denkern auch nicht mehr völlig ignoriert werden: Wunder- und Fern-Heilungen, Materialisationen, Synchronizität, Telepathie, Astralreisen. Reinkarnation, Nahtoderfahrungen etc. Hier an der Schwelle zwischen Energie und Masse scheint das Bewusstsein eine sehr große Rolle zu spielen.
Quanten-Philosophie und Interwelt

Sind schwarze Löcher nur kosmischer Schluck-Auf?

A figure demonstrating the principal luminous quasar structures
© Rudy Schild, Lizenz: Gemeinfrei

Diese kosmischen Monster, sowie auch die Quasare und die Neutronensterne sind vermutlich dann nicht nur sogenannte Singularitäten, sondern Orte an denen Zeit, Raum und Materie wieder in zeitlose Energie, ganz ohne einen Raum, zurückverwandelt wird. Sie sind also sozusagen wie kleine Embryo-Universen, die noch nicht geboren sind.

Wie erst kürzlich entdeckt sind schwarze Löcher sehr Wahrscheinlich der Gravitations-Antrieb im Zentrum von allen Galaxien, und damit keine seltenen Randerscheinungen, sondern feste Bestandteile im Aufbau des Kosmos. Es könnte durchaus sein, dass sie eines Tages das ganze Universum wieder in sich verschlucken werden. Dieses eine Riesen-Schwarze-Loch könnte dann am Ende vermutlich doch wieder instabil werden und explodieren und durch einen erneuten Urknall wieder ein neues Universum erschaffen. Was auch viel logischer wäre, als die bislang übliche „Hoppla-Theorie“: Vorher war einfach nur nichts und dann, „Hoppla“, gab es plötzlich eine riesen Explosion.

Ein simuliertes Schwarzes Loch von 10 Sonnenmassen vor Milchstraßenhintergrund aus 600km Abstand gesehen.
Ein simuliertes Schwarzes Loch von 10 Sonnenmassen vor Milchstraßenhintergrund aus 600km Abstand gesehen. © Ute Kraus, Lizenz: CC BY-SA 2.5

Nun diese gruselige Vorstellung, dass wir für alle Zeiten ausgelöscht wären, wenn wir in ein Schwarzes Loch gesaugt würden, wird nur durch meine Folgerungen aus der Quanten-Theorie besänftigt: Denn ähnlich wie bei der Energie bleiben auch alle Informationen für immer im ganzen Universum bestehen. Erwin Laszlo hatte sogar die Idee, dass es schon unzählige Universen und Urknalls gegeben haben muss, die all ihre Quantenfeld-Informationen an das Nächste weitergegeben haben könnten. Denn wie sonst sollte man erklären, wieso das Universum ein so fein ausbalanciertes Verhältnis an Masse und Expansionskraft aufweist.

Es ist wirklich faszinierend, denn nur ein paar Prozent mehr oder weniger hätte hier zu einem verfrühten Kollaps, oder einer zu rasanten Ausdehnung geführt, bei der keine Sterne und auch keine weiteren Elemente entstanden wären. Wir könnten all diese Vielfalt an wundervollen bunten Nebeln, Sternhaufen und Galaxien… dort draußen nicht bestaunen.

Temperature of the Cosmic Microwave Background (CMB) radiation spectrum as determined with the COBE satellite.
© NASA, Lizenz: Gemeinfrei

Man denke nur einmal daran, wie viele fein abgestimmte Faktoren hier auf der Erde notwendig waren, damit dieses Ökosystem mit all seinen Spezies entstehen konnte. Ohne all diese Informationsfelder ist das alles doch nun wirklich aus reinem Zufall kaum noch vorstellbar. Jeder kleinste Schritt der Evolution trägt also auch dazu bei, dass durch seine Informationen eines Tages irgendwo im Universum ganz ähnliches viel schneller wieder entstehen kann.

Sind Schwarze Löcher also zugleich die Totengräber und die Hebammen des Kosmos? Oder sind sie der eigentliche Ursprung und der Schöpfer von allem? Vielleicht am Ende auch der Ursprung des Bewusstseins? Und bitte verzeiht mir jetzt diese vielleicht absurdeste aller Fragen: Sind Schwarze Löcher vielleicht Gott?

Ist das Bewusstsein der wahre Ursprung von allem?

Dante and Beatrice gaze upon the highest Heaven, The Empyrean.
© Gustave Doré 1832–1883, Lizenz: Gemeinfrei

Bis heute wissen wir immer noch nicht wirklich viel über unser eigenes tiefstes innerstes Selbst. Erst kürzlich wurde (durch Alexander Eben) bewiesen, dass unser Bewusstsein nicht vom Gehirn erzeugt wird, wie viel zu lange vermutet wurde. Sondern unser Gehirn ist nur eine Art Empfänger des Bewusstseins, durchaus vergleichbar mit einem Fernsehapparat. Viele Religionen gehen davon aus, dass es nur ein Bewusstsein gibt.

Die Individualität (In-Divi-Dual-Lität; sozusagen der unteilbare Widerspruch) ist nur eine optische Täuschung, die von unserer körperlich so offensichtlich getrennten Existenz herrührt. Gibt es vielleicht tatsächlich nur ein „Ich“ im gesamten Kosmos? Dieses „Ich bin“ ist zeitlos und ewig, was aber für die meisten von uns völlig unvorstellbar bleiben muss, solange wir uns in unserer Bewusstseins-Entwicklung nicht auch schon in die Transpersonalen Bereiche (Ken Wilber) hinein entwickelt haben.

Wir können mit unserem Bewusstsein Materie direkt beeinflussen. Das ist nicht nur physikalisch bewiesen, sondern auch im Alltag durchaus schon lange bekannt, wie z.B. beim Placebo-Effekt. Aber was geschieht nun wirklich mit uns wenn wir sterben? Fast alle Nahtoderfahrenen berichten von einer, als viel realer empfundenen, zeitlosen Dimension, von einem liebenden Licht, von einer tiefen Glückseligkeit und dem Gefühl des Heimkommens. Und ich frage mich, wenn Zeitlosigkeit und Licht im Tod eine so große Rolle spielen, was sagt uns das jetzt schon über diese Attribute, aus der Sicht von uns Lebenden hier auf der Erde?

Zeitlosigkeit gibt es nur bei Lichtgeschwindigkeit. Und Lichtgeschwindigkeit hat nur elektromagnetische Energie, und das ist dann auch noch das einzig Konstante im Universum! Und dieses einzig Konstante im Universum wird fast ausschließlich von Sonnen in allem Überfluss erzeugt und ist fast überall vorhanden, es durchdringt spielend die weitesten Entfernungen im schier endlosen Raum und auch durch alle Zeit. Liegt es da nicht sehr nahe zu vermuten, dass das Licht und das Bewusstsein viel miteinander zu tun haben könnten?

Markolf H. Niemz (siehe rechts) hat in seinen Büchern hierzu eine spannende These aufgestellt: Er macht darauf aufmerksam, dass viele Nahtoderlebnisse an einem Punkt sehr ähnlich sind: Ein sehr helles Licht erscheint und wird immer größer. Daraus schließt er, dass sich die Seele mit extrem hohem Tempo vorwärts bewegt. Bei annähernder Lichtgeschwindigkeit begegnen der Seele die Lichtstrahlen dann nur noch von vorne, wodurch ein kreisrundes leuchtendes Bild entsteht, das immer größer wird, bis die Seele bei voller Lichtgeschwindigkeit vom Licht komplett umschlossen wird. So erreicht die Seele die Unendlichkeit bzw. die Ewigkeit.
Lucy mit C

Mad Scientist
© J.J. (User), Lizenz: CC BY-SA 3.0

Wir Menschen stehen schon seit Anbeginn vor einem Berg solcher Fragen, und viele werden sich doch dabei am Kopf kratzen müssen: Denn was nützt uns denn all dieses Getue, all diese Wissenschaft über ferne Galaxien oder über winzig kleine Quarks?

Was nützt all dieses viele Geld das für neue noch größere Teleskope und noch schnellere Teilchenbeschleuniger ausgegeben wird? Geld das woanders doch so viel dringender gebraucht würde (Umweltschutz, Artenschutz, Energie und Nahrungsmittel-Versorgung, etc.). Was nützt uns all dieser Wissenshunger, wenn wir hier ganz nebenbei unseren einzigen Wohnraum, den wir auch noch mit vielen anderen Spezies zu teilen haben, so gründlich verwüsten und vergiften wie noch nie zuvor in der Weltgeschichte? Ist unser Wissen etwa wichtiger als unser Überleben?

Um nochmal zum Anfang meiner Gedanken zurückzukehren. Mir scheint es, als führen wir Menschen eine Art Doppelleben. Ein zeitlich begrenztes in der Welt der Materie und ein unbegrenztes in der geistig-seelischen Welt. Und eigentlich müsste es beim Tod nicht heißen, dass die Seele den Körper verlässt, sondern dass der Körper unsere Seele verlässt, denn die Seele ist dort wo sie schon immer war und für immer sein wird; in der Zeitlosigkeit.

Wir leben in einer sehr besonderen Zeit-Epoche in der sich nun endlich Religion und Naturwissenschaft wieder vereinigen. Ich hege eine kleine Hoffnung, dass wenn sich mehr Menschen über all diese Wunder hier Gedanken machen würden, dann hätten wir vielleicht wieder mehr Respekt und Achtung für diese doch fast unbegreiflich schöne und unfassbar vielfältige Schöpfung, die wir selbst sind und die uns hier auf unserer kleinen blauen Erde überall umgibt. Es wäre schade wenn die Weissagung der Hopi Indianer zutreffen müsste, nur weil wir vergessen haben unseren Verstand wirklich zu gebrauchen.

Noch ein paar schöne Zitate:

Ich könnte mir vorstellen, dass ein Mensch auf die Erde hinabblickt und behauptet es gäbe keinen Gott. Aber es will mir nicht in den Sinn, dass einer zum Himmel aufschaut und Gott leugnet. – Abraham Lincoln

Das Universum ist ein Gedanke Gottes. – Friedrich Schiller

Jeder der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, gelangt zu der Überzeugung, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, der dem Menschen weit überlegen ist, und angesichts dessen wir uns mit unseren beschränkten Kräften demütig fühlen müssen. – Albert Einstein

Solarmichel

Artikelbild: Künstlerische Darstellung des beobachtbaren Universums © Unmismoobjetivo, Lizenz: CC BY-SA 3.0

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