Das Urprinzip hinter der Tabaksucht – Zwischen Macht und Ohnmacht

Raucher stillt Tabaksucht und eine ohnmächtige Frau

Das Thema Rauchen scheint die Menschheit schon seit längerem zu polarisieren. Zu allen Phasen der Neuzeit gab es Befürworter und Gegner; und jede neue Epoche blickte mit ihrem ganz eigenen Zeitgeist und Lebensgefühl darauf, man legte Gesetze fest und machte große Politik – mal wurde der Konsum mit ungenierter Lust ausgelebt, mal mit Verachtung verboten und bekämpft. Man pendelte dabei stets von Macht zur Ohnmacht. Der Tabak begleitete, nach seiner Entdeckung durch mutige Seefahrer, die die Astronauten Ihrer Zeit waren, stets die Entwicklung in der westlichen Hemisphäre entscheidend mit und prägte dabei den Menschen. Die heutige Menschheit ist in einem absurden Widerspruch gefesselt; der Raucher opfert Zeit, Geld und Gesundheit. Er opfert, weil er das Lebensprinzip hinter der Abhängigkeit nicht verstanden hat. In diesem Artikel möchte ich Ihnen das unerlöste Prinzip näher bringen und aufzeigen, warum wir uns in einem kollektiven Widerspruch befinden; ich möchte den Urgrund Ihrer Tabaksucht erklären.

Mein ganz persönlicher Blick

Ich persönlich hätte gerne einen ausschließlich neutralen bis wohlwollenden Blick auf den Tabak und seine Erzeugnisse – wenn das ganze Geschehen doch bloß nicht so todernst wäre. Man wirft mir bisweilen sogar vor, ich sei militant. Aber militant ist die Tabakindustrie, die selbst vor Kindern nicht halt macht und Unsummen in die Vermarktung Ihres Suchtgifts pumpt; das ganze Geschehen rund um diese Kulturpflanze ist militant, weil die Industrie einen regelrechten Krieg um jeden Raucher führt – und es fallen dabei traurigerweise unnötig viele; uneinsichtig sind die Raucher, die sich trotz der offensichtlichen Schädlichkeit und Unsinnigkeit des Rauchens gegen jede berechtigte Kritik wehren – und nicht merken, was sie sich und ihrem Umfeld damit eigentlich antun. Ich bin keineswegs militant. Ich möchte lediglich den Rauchern helfen – sich von ihrer Tabaksucht zu befreien -, die auch bereit sind sich helfen zu lassen.

Die Opferung an ein unerlöstes Lebensprinzip

Die Sucht nach dem „blauen Dunst“ und das Strukturieren der Kulturen rund um die Tabaksucht faszinieren mich schon seit geraumer Zeit; besonders faszinieren mich immer wieder diese Fragen: Warum spielen das Rauchen und das Verlangen danach eine so bedeutende Rolle? Welche kollektiven inneren Schattenanteile lassen die Menschheit in Resonanz dazu stehen? Welche kollektive, kulturelle Herausforderung soll hierbei erlöst bzw. befreit werden?

Für mich sind das Rauchen und die Tabak-„Abhängigkeit“ eng an ein unerlöstes Lebensprinzip gebunden; das offensichtlich stark beladene Gesellschaftsthema Rauchen wirkt zeitweise wie eine dämonische Entität, das wir an einem Altar beweihräuchern, dem wir einen Teil unserer kostbaren Lebenszeit widmen, für das wir mit dem höchsten Gut unserer Leistungsgesellschaft – Geld – bezahlen – und dem wir letztlich sogar Menschenopfer darbieten. Eines scheint mir ganz klar: All das lässt nur einen Schluss zu, und zwar, dass das Rauchen ein Lebensthema ist, das uns alle angeht und dessen Erlösung eine kollektive Aufgabe ist, das wir dringend angehen sollten.

Der Raucher als Mensch in einem absurden Widerspruch

Ebenso faszinierend, aber umso irritierender finde ich die Tatsache, dass der Mensch an allen Fronten gegen Krankheit und Tod ankämpft, gleichzeitig jedoch massiv Dinge befördert bzw. befeuert, die das absolute Gegenteil bewirken – darunter fällt ganz klar die weltweite Seuche der Tabaksucht, die jährlich ca. 7 Millionen Menschenleben auslöscht, und in das ein ganzer Industriezweig Milliarden hineinpumpt, für den eine ganze Heerschar an Lobbyisten den politischen Weg bereiten, für das immer noch durch Werbekampagnen Nachwuchs rekrutiert wird.

Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rauchen in Deutschland bei den Frauen 26,9%, bei den Männern 32,6% täglich Tabak; zu diesen Rauchern gesellen sich noch Ex-Raucher hinzu – bei Frauen 22,8%, bei Männern 33,7 %. Für ihre Tabaksucht geben die Menschen Hierzulande ca. 25 Milliarden Euro aus. Die Kosten, die durch tabakbedingte Krankheiten und Todesfälle entstehen, werden auf bis zu 21 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Warum ist ein Großteil der angeblich vernunftbegabten Gesellschaft derart in einem absurden Widerspruch gefesselt? Warum organisiert die Gesellschaft mit all seinen Ressourcen diesen Widerspruch auch noch?

Der Urgrund der Tabaksucht – und Unfreiheit

Der Urgrund wird hierbei nur allzu deutlich: das ganze Theater spiegelt nur unsere innere Verfassung, die seelischen Prozesse des Menschen wieder; der äußere Widerspruch, ist nur ein Ausdruck des inneren Widerspruchs. Das „Un-heil-Sein“ und „Un-eins-Sein“ des Rauchers, ist nur das Unheilige und Uneinige des Menschen mit den nicht integrierten, weil missverstandenen, Lebensprinzipien, die auf die große Bühne des Lebens drängen; die Abhängigkeit ist so betrachtet im Grunde genommen nur die logische Folge unserer globalen Unfähigkeit wirklich frei (u.a. auch rauchfrei) und „un-abhängig“ zu sein; letztlich ist die Sucht (von altdeutsch: Siechen, Siechtum – also Kranksein) nichts weiter als die verzweifelte Suche nach der wahren Freiheit und Unabhängigkeit.

Die eigentliche Frage die wir uns alle stellen müssen: Wonach suchen wir in der Tabaksucht und wie können wir uns von dem „blauen Dunstschleier“ der Sucht befreien? Das Rauchen, Ihre Sucht nach Tabak, bringt Sie mit dem dahinterliegenden Urprinzip in Kontakt. Die Sucht mit seinen verheerenden Folgen, ist ein krisenhaftes Symptom – und wie jedes Symptom und wie jede Krise drückt sie etwas Wichtiges aus und zeigt uns den Weg in einen Wendepunkt unseres Lebens. Nutzen Sie Ihre Sucht nach Tabak als Chance zur wirklichen Freiheit und Unabhängigkeit.

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