Tabaksucht als Symptom – Vom Schatten ins Licht zur Erlösung

Vom Schatten ins Licht

Wenn Sie über eine erhöhte Bewusstheit und ein erhöhtes Selbstgewahrsein verfügen, dann muss Ihnen absolut klar sein, dass das Rauchen eine Krankheit ist; es muss Ihnen klar sein, dass das Rauchen eine Sucht – zumindest eine Gewohnheit – ist, die zur Krankheit, und später zum Tode führt. Krankheit ist im Grunde genommen ein Ausdruck einer seelischen Wirklichkeit, und als solche hat sie eine Bedeutung und somit auch eine Botschaft. Die Fragen lauten hierbei: was will uns die Krankheitssymptomatik der Tabaksucht sagen – und was ist eigentlich ein Symptom seiner ganzheitlichen Bedeutung nach? Welche Lektionen sollen wir lernen? Diese Fragen möchte ich Ihnen in diesem Artikel erklären. Ich wünsche Ihnen ein Erkenntnis reiches Lesen.

Rauchen als Symptom

Rauchen ist ein Symptom unserer Zeit. Es fördert nicht nur körperliche Symptome zu tage, die ja offensichtlich sind, sondern lässt auch deutlich seelische Symptome erkennen – die die eigentliche Ursache für die körperlichen Symptome ist. Um diese Aussage in diesem Zusammenhang besser zu verstehen, müssen wir den Begriff Symptom aus einem anderen – nicht-medizinischen – Blickwinkel betrachten.

Wenn ein kranker Mensch treffenderweise danach befragt wird „was ihm denn fehle“ – also woran er erkrankt sei, antwortet er prompt mit seinen Symptomen. Hier ist also bereits angedeutet, dass jeder Kranke, also auch jeder abhängige Raucher, um die Bedeutung und den Zusammenhang von Krankheit und Symptom weiß – die Grunderkenntnis lautet: Ein sich im Menschen äußerndes Symptom ist ein fehlendes Prinzip; und zugleich auch ein Wegweiser zur Erlösung dieses fehlenden Prinzips.

Symptome sind Lektionen

Das Rauchen ist eine bewusste Entscheidung – das wird wohl keiner abstreiten können. Wer raucht kennt die Folgen – lernt diese zumindest im Laufe der Zeit kennen – und nimmt diese durch sein Weiterrauchen billigend in Kauf. Die Symptome der „Raucher-Krankheit“ sind somit bewusst gewählt. Somit müsste auch jedem klar sein, dass wir mit der Entscheidung zum Rauchen bzw. Raucher-Dasein – und der folgerichtigen Symptomatik – immer auch ein zu erlösendes tiefergehendes Prinzip wählen. In diesem Sinne sind Symptome (und Krankheiten) etwas, aus denen wir lernen, aus denen wir „herauswachsen“ sollen. Ein Symptom ist also eine Herausforderung zum Wachstum und Erneuerung.

Beispiele zur Verdeutlichung

Ein Herzkranker, der es schafft seine Krankheit zu überwinden, hat gelernt auf sein Herz zu hören, ruhiger zu werden, und wieder zurück zu einem ausgeglichenen Lebensrhythmus zu finden; Ein Schmerzpatient lernt, sich der schmerzenden Stelle mit Achtsamkeit hinzuwenden… Krankheit zwingt uns zu etwas, dass wir lange ignoriert haben und nicht lernen wollten – Krankheit ist erzwungene Integration von ungelebten (ungeliebten) Schattenanteilen. Somit ist eine Krankheit (mit seinen Symptomen) eine durchaus positive Lektion, auch wenn der Weg, den man damit zu gehen hat, wenn man in nicht voll begreift (richtig ergreift), einen hohen Preis fordert.

Die Symptome weisen uns den Weg zu dieser Lektion und auch wieder heraus. Die Überwindung der Krankheit „erfüllt“ uns wieder mit dem fehlenden Prinzip. So gesehen ist eine wahre Therapie von Krankheit (und Krankheitssymptomen) immer auch eine Schattentherapie – eine Integration der Schattenanteile im Unbewussten/Unterbewussten, um hierdurch den Menschen wieder „ganz“, wieder „eins mit sich“ und damit wahrhaftig „Heil“ zu machen.

Zusammenfassend: Ein Symptom ist immer ein ungelebter, heilbringender Teil eines Schattens, der durch Integration erlöst werden will. Der richtige Weg ist daher vom Schatten ins Licht zur Erlösung.

Vom Schatten ins Licht

Das Rauchen hat somit auch seine guten Seiten – vorausgesetzt man erlöst das dahinterliegende fehlende Prinzip aus seinem Schattendasein und integriert es ins lichte Leben. Der Raucher wird im Gegensatz zum Nichtraucher direkt mit einem seelischen Urkonflikt konfrontiert und erhält damit die Chance ein stückweit ganzheitlicher Mensch zu werden. Ein Raucher lebt den Konflikt und trägt Ihn nach Außen; der Raucher bearbeitet sein Problem unmittelbar und vor allem mit sich selbst. Problem- und konfliktfrei zu sein, ist nicht damit gleichzusetzen, dass man auch im inneren wirklich frei ist – und die Prinzipien verstanden und integriert hat. Ein Abstinenzler ist nicht zwangsläufig immer ein ganzheitlicherer Mensch, dem die Lektion, die der Raucher auslebt, erspart bliebe. Auch er muss einen Lernprozess bewältigen, wenn auch vielleicht mit Hilfe eines anderen Mittlers, als den des Rauchens.

Vielmehr ist es so, dass der Abstinenzler, der niemals geraucht hat, andere Symptome trägt und somit auch andere Lektionen zu lernen hat, als ein Raucher. Der Raucher und Nichtraucher sitzen aber auch sonst im selben Boot: wobei der Raucher die direkte Konfrontation mit dem zu lernenden Prinzip sucht, der Nichtraucher jedoch das Urprinzip über die Projektion auf den Raucher abarbeitet – beide Parteien wurden aufgefordert Stellung zum Thema Rauchen zu beziehen und antworteten auf ihre Weise. Daher könnte man mit Recht behaupten, dass der Raucher der Ehrlichere und Mutigere von beiden ist – denn beide haben eine unbewusste Entscheidung getroffen und versuchen auf ihre Weise ihre Schattenanteile zu integrieren.

Teilen
Gökhan Siris
Gökhan Siris beschäftigt sich nun schon seit mehr als 10 Jahren mit Themen aus den Bereichen Gesundheit, Medizin, Psychologie, Psychotherapie, Naturheilkunde, Esoterik, aber auch mit Lebensberatung und Life-Coaching. Er ist Heilpraktiker, psychologischer Berater, Matrix Reimprinting Practitioner, EFT-Coach, BSFF-Coach und freiberuflicher Schriftpsychologe bzw. Graphologe. Als Ratgeber und Experte zu den genannten Themen steht er Ihnen gerne zur Verfügung.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here