Die Raucherlunge: Ein psychosomatischer Kriegsschauplatz

Raucher mit Zigarette in der Hand und Raucherlunge

Das Kommunikationsorgan Lunge, wird durch das chronische Rauchen zu einem regelrechten Konfliktherd, dass sich auch dementsprechend bemerkbar macht. Der Raucher, der trotz aller guten Ratschläge und Selbsteinsicht weiter raucht, hat ganz offenbar einen seelischen Grundkonflikt – und nicht nur ein substanzgebundenes Suchtproblem, wobei dieses sogar eher als zweitrangig einzustufen ist bzw. angesichts des massiven inneren Konflikts in den Hintergrund gerät. Der vermiedene innere Konflikt, der nicht ausgetragen wird bzw. mit dem sich der Raucher nicht wirklich auseinandersetzt, wird zunehmend auf der körperlichen Ebene ausgetragen. Der Körper wird hierbei zur sprichwörtlichen Bühne eines seelischen Dramas. Der gewöhnliche Raucher ist sich dessen weitestgehend unbewusst, gerade auch deshalb, weil er zur Verdrängung des Grundkonflikts auf der seelischen Ebene neigt. Die Raucherlunge wird durch die große Anzahl an Giftstoffen aus der Zigarette angegriffen – und führt einen unerbittlichen Abwehrkrieg. Dieser Krieg fordert Leben.

Zigarettenqualm – schlimmer als Smog?

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das Rauchen Gesundheitsrisiko Nr. 1 und hat für die nächsten Jahre Priorität. Und seit langem ist eine Statistik bekannt, die besagt, dass jede gerauchte Zigarette das Leben um eine viertel Stunde verkürzt – ein Raucherleben verkürzt sich somit im Durchschnitt um ca. 8 Jahre. Die Fakten gegen das Rauchen stehen in Hülle und Fülle zur Verfügung – die Informationen sind jedem einfach zugänglich. Diese Tatsache sollte keinen Raucher verwundern. Schließlich atmet man Unmengen an dichtem giftigem Qualm in seinen Lungen.

Würden Sie im dichtesten Verkehr einer Megametropole spazieren gehen und dabei tief einatmen? Wer einmal den Smog, den die Autoabgase in einer Stadt wie Los Angeles, Teheran, Shanghai, und sonst wo produzieren, am eigenen Leib erfahren hat, der würde diese Frage sicherlich blitzschnell beantworten können; Sie würden, wenn Sie denn noch über einen gesunden Menschenverstand verfügen, es den Einheimischen gleichtun und einen Atemschutz tragen – das wäre doch selbstverständlich, oder etwa nicht? Und wussten Sie, dass der gewöhnliche Zigarettenrauch, den Sie täglich so genussvoll tief in Ihre Lungen inhalieren, tausendmal mehr Staubteilchen enthält, als der dichteste je gemessene Smog?

Die Psychosomatik der Raucherlunge

Die Hustenanfälle zu Beginn einer Raucherbiographie, wenn der zukünftige Raucher also an seinen ersten Zigaretten zieht, sind, wie jedem bekannt sein sollte, eine gesunde Abwehrreaktion der Lungen auf den inhalierten Hauptstromrauch einer Zigarette. Mit dieser natürlichen Reaktion versucht der Körper sich gegen die giftigen Bestandteile des Tabakrauchs zu wehren. Ein Nichthusten nach einem Zug an der Zigarette ist keinesfalls ein Zeichen für eine Abhärtung (positiven Sinne), sondern ein Zeichen der Schwächung der Lungenfunktion und somit ein erster Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung.

Der Selbstreinigungsmechanismus der Lungen durch Abhusten der Giftstoffe wird bei Rauchern durch chronischen Konsum nach und nach abtrainiert. Dies hat verheerende Folgen. Die Lungen, aber auch weitere Organe, sind den Schadstoffen in der Zigarette, aber auch den vielfältigen Umweltgiften aus der eingeatmeten Luft schutzlos ausgeliefert. Durch den dauerhaften Angriff des Zigarettenqualms auf die Lungen des Rauchers, bilden sich die einschichtigen Epithelzellen, der vormals gesunden Lungen, zu mehrschichtigen Plattenepithelzellen um – die Lungen bauen sich einen Schutzpanzer.

Da die Lungen psychosomatisch gesehen unser Kommunikationsorgan darstellen, den Menschen also nach Außen in Kontakt treten lassen, kommt eine derartige Panzerung einem „sich zurückziehen“ und „sich verschließen“ des betroffenen Rauchers gleich. Vor allem chronische Kettenraucher, bei denen diese Panzerung der Raucherlunge schon deutlich fortgeschrittener ist, können bei sich diesen Zusammenhang deutlich erkennen. Aus dem ehemaligen geselligen und lebensfrohen Raucher, wird oft ein mürrischer, kränklicher Kettenraucher, der genauso grau wirkt, wie der Qualm seiner Zigaretten.

Raucherlunge – Ein Schutzpanzer vor dem Leben

Ein Raucher der 20 Jahre lang täglich 20 Zigaretten raucht, befördert damit ca. 6 Kilogramm Ruß in seine Lungen – dies entspricht in etwa 10 Kohlebriketts. Die Färbung der Lungen von vital-Rot zu Ruß-schwarz ist kein Gerücht, sondern ein konsequenter Vorgang, der jedem Langzeitraucher irgendwann bevorsteht. Hierbei wird dem bewussten Menschen, der die Sprache der Symbole zu deuten weiß, folgendes klar und deutlich:

Kettenraucher die trotz der Krankheitssymptome rauchen, tun dies ganz bewusst; die Panzerung und Schwarzfärbung lassen symbolisch gesehen nur die Deutung zu, dass sich ebenso auch die Seele panzert und schwarz färbt. Wenn man die Symboldeutung präzisiert, so kann sogar darauf schließen, dass mit der Panzerung der Lungen – Lungen: aus symbolischer Sicht das Kommunikationsorgan schlechthin -, sich ebenfalls die Kommunikation, und damit die Beziehung zur Außenwelt erhärtet (durch Panzerung abschottet). Die Färbung der Lungen von vital-Rot des lebhaften zum Ruß-schwarz des Todes, deutet demnach auch daraufhin, dass die Kommunikation, der Inbegriff des gesellschaftlichen Lebens, abstirbt.

Hustenschleim – oder das Verscharren der Kriegsopfer

Die Lungen sammeln den Ruß, und andere Stoffe des Zigarettenqualms, über die sogenannten Kupfferschen-Sternzellen (Makrophagen = Fresszellen). So hinterlässt jeder Zug an einer Zigarette markante Spuren an den Lungen – man könnte auch sagen: die Lungen führen Tagebuch. Das bleibt natürlich nicht ohne eine adäquate Gegenmaßnahme der Lungen. Die Lungen versuchen sich von dem Ruß, und anderen Spuren des Rauchens, zu befreien – solange sie das noch können. Der Hustenschleim der sich dabei löst, ist nichts anderes, als abgestorbene Abwehrkörper vermischt mit Rußpartikeln, Bakterien, Gewebsflüssigkeit – und in späteren Stadien der Erkrankung sogar Blut.

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Gökhan Siris

Gökhan Siris beschäftigt sich nun schon seit mehr als 10 Jahren mit Themen aus den Bereichen Gesundheit, Medizin, Psychologie, Psychotherapie, Naturheilkunde, Esoterik, aber auch mit Lebensberatung und Life-Coaching. Er ist Heilpraktiker, psychologischer Berater, Matrix Reimprinting Practitioner, EFT-Coach, BSFF-Coach und freiberuflicher Schriftpsychologe bzw. Graphologe. Als Ratgeber und Experte zu den genannten Themen steht er Ihnen gerne zur Verfügung.

3 Kommentare

  1. Nicht alles Richtig; Die WHO stuft falsche Ernährung als Gesundheitsrisiko Nr,1 ein. Und laut einem Leichenbeschauer ist an der Lunge nicht zu erkennen ob einer Raucher war, laut der Aussage ist die schwarze Lunge nur ein Märchen. ver. Videos sind im Netz zu finden.

  2. Laut dem Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Münster, ist das Rauchen dass weltweite Krankheitsrisiko Nr. 1. Im Internet gibt es jedoch unterschiedlichen Angabe zu lesen: mal ist Bluthochdruck, mal Fettleibigkeit, mal Tabakfolgeerkrankungen, der Risikofaktor Nr. 1; Im Internet lässt sich vieles nachlesen: der Berliner Kurier schreibt: “…Krebsforscher warnt: Falsche Ernährung ist fast so schlimm wie Rauchen.”, und UN-Experten mahnen 2015: ungesunde Ernährung sei noch gefährlicher als Rauchen. Ein anderer WHO Bericht spricht von 9,4 Millionen Todesfällen durch Bluthochdruck – womit Bluthochdruck den wichtigsten Risikofaktor darstellt. Jedoch rauchen wohl weltweit 1 Milliarde Menschen, und Über 500 Millionen Menschen, die jetzt weltweit noch Leben, sterben voraussichtlich am Rauchen. Das sind über 8% der Weltbevölkerung. Es gibt zu diesem Thema recht unterschiedliche Aussage. Vielleicht haben Sie Recht, aber in der Zukunft wird Rauchen definitiv Krankheitsrisiko Nr. 1 sein, zumal das Rauchen auch für unzählige Fälle von Bluthochdruck verantwortlich ist.

  3. Ein Autor der Zeit schreibt: “Schwärzliche Ablagerungen findet man ab einem gewissen Alter bei nahezu allen Menschen”, sagt Arne Warth, Lungenexperte von der Deutschen Gesellschaft für Pathologie. “Der Pathologe kann hinterher nicht mehr sagen, ob die Veränderungen durch Rauchen, Einatmen von Schadstoffen am Arbeitsplatz oder allgemeine Luftverschmutzung entstanden sind”, bestätigt sein Kollege Gunther Wiest, Lungenarzt am Asklepios Klinikum Harburg in Hamburg. Die Lunge wird von den Ablagerungen nicht komplett schwarz, sondern eher grau mit punktförmigen schwarzen Einlagerungen, man nennt das auch Anthrakose. Je mehr Ruß und Teer man eingeatmet hat, umso mehr von diesen Ablagerungen gibt es.

    Diese “normalen” Lungen von friedlich entschlafenen Rauchern sind es aber nicht, die auf den Schockbildern gezeigt werden. Dort sind stark geschädigte Lungen zu sehen, von Krebs befallen oder von der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), unter der Raucher oft leiden. Das sind die Gefahren, die Rauchern drohen, und sie sind nicht übertrieben. “Die Bilder auf Zigarettenpackungen sind realistisch”, sagt Wiest.

    Diese Aussage bestätigen viele Lungenärzte. Eine Schwarz- bzw. Graufärbung sei definitiv zu sehen und das Rauchen verursache diese. Eines stimmt: ein Pathologe kann später nicht unterscheiden bzw. Zuordnen.

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