Bei meinem Spaziergang durch das was man heutzutage als Wald bezeichnet, ich aber lediglich als Hecke oder Wäldchen erkenne, wurde mir wieder einmal deutlich wie sehr der Ausverkauf dessen stattfindet was man als gemeinschaftlichen Besitz bezeichnet und gleichzeitig wie rückschrittlich die menschliche Spezies doch noch immer ist. Weiterhin werden Bäume gefällt, um sie lediglich als Brennholz zu verwenden anstatt etwas Sinnvolles daraus herzustellen. Inzwischen glauben aber viele im Gleichschritt, dass dies zumindest Klimaneutral geschieht, was ich allerdings nicht als Fortschritt verstehe.

Viele indigene Völker bezeichnen die Bäume als unsere Brüder und ich denke jeder der schon einmal vor einem wirklichen Baum gestanden hat, weiß wie beeindruckend so etwas ist. Nicht nur Peter Wohlleben hat in seinem inzwischen sogar verfilmten Bestseller „Das geheime Leben der Bäume“ die Doppelmoral der Menschen angeprangert, die einerseits mit dem Finger auf die Abholzung der Urwälder in anderen Ländern zeigen und hier die angeblich fortschrittliche Forstwirtschaft loben. Ebenfalls unverständlich, wie viele Bäume abgesägt werden und dann aufeinander gestapelt Jahre lang liegen bleiben, bis sie selbst zum Verbrennen im Ofen nicht mehr taugen, höchstens noch dem eventuell neuen Wald wieder als Nährboden zu dienen.

Eher ein Gleichschritt und damit Rückschritt

Ich überlege gerade, wie man die aktuellen Vorgänge auf diesem Planeten bezeichnen kann, ohne gleich in irgendeine Ecke gesteckt zu werden.

Ich bezeichne es zumindest nicht als Fortschritt, sondern es ist eher ein Gleichschritt und somit ein Rückschritt. Nichts gegen gemeinsames Handeln, jedoch immer darauf bedacht in welche Richtung es geht. Dass dies schon bei der gemeinsamen Sprache Schwierigkeiten bereitet, zeigt ein kleines Beispiel. Die meisten Menschen sind der Meinung Alkohol ist keine Lösung. Wenn ich also sage, Alkohol ist selbstverständlich eine Lösung, dann wird man gleich auf mich einschlagen, obwohl dies in Prozent auf jedem Etikett der entsprechenden Flaschen abgebildet wird. So schnell wird man also zum Leugner oder Theoretiker.

Als Leugner und Ketzer bezeichnete man schon früher die Menschen, die nicht den „wahren Glauben“ akzeptieren wollten und die Inquisition musste ihnen auf schmerzhafte Weise nahebringen, dass sie die Aussagen der Oberen niemals zu hinterfragen hätten. Also immerhin ein wenig Fortschritt, denn aktuell wird man hauptsächlich verbal gefoltert, was man allerdings von Quer- und Andersdenkenden ebenfalls behauptet. Vor allem aber fordert man Beweise für die Behauptungen von jenen Aluhutträgern, die dies ebenfalls von den im Gleichschritt laufenden Medien und der Masse der Gläubigen fordert.

Es ist sogar ein bisschen verwunderlich das der §130 StGB nicht angewandt wird, der eben jenes hinterfragen und Beweise fordern verbietet, natürlich nur für die Ungläubigen. Na ja, kann noch kommen. Wobei ich denke, dass Angst immer auch in die entgegengesetzte Richtung führen kann, in die sie ursprünglich führen sollte, auch ohne Führer und auch nicht zum Schein.

Ja, die Bedeutung der Worte verändert sich oft im Laufe der Zeit, was nicht unbedingt als Fortschritt anzusehen ist. War „geil“ früher eher der Ausdruck für etwas Schlechtes, so Bedeutet es heutzutage genau das Gegenteil. Zu sehr Quergedacht? Schaut man in die Geschichte, so waren es meist die sogenannten Querdenker, die früher oft als Freigeist bezeichnet wurden, welche durch ihr Hinterfragen und Denken außerhalb des bestehenden Gleichschritts dachten und dadurch neue Entwicklungen und deshalb Fortschritt ermöglichten.

Aktuell würden viele wohl bei Freigeist an einen aus der Lampe geriebenen Geist denken der ihnen drei Wünsche erfüllt. Wow, einfach etwas Reibung an der richtigen Lampe und Schwupps ist alles da, ohne anstrengende Arbeit oder sonstiges Tun. Doch es bedarf für Fortschritt und Entwicklung immer etwas Reibung und je weiter die Entwicklung desto mehr Reibung. Wenn wir alle gleichgeschaltet im Gleichschritt marschieren, natürlich mit ein Meterfünfzig Sicherheitsabstand, kommt dadurch keine Reibung zustande und somit kein Fortschritt. Im Übrigen erzeugt Reibung Wärme, aber vielleicht will man aufgrund der Klimaerwärmung nicht noch weiter Benzin ins Feuer gießen?

Denken verdirbt Fernsehabende und ebenfalls Wärme, denn dann fangen die Synapsen irgendwann an zu glühen. Womöglich ebenfalls ein Grund warum es immer mehr und sogar erfolgreich abtrainiert wird. Nein, ich bin kein Klimaleugner, sondern halte es eher wie die Aussage die man Albert Einstein zuschreibt:

„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

Wobei ich es etwas netter formuliere, denn ich bin mir sicher dass die Menschen hier alle auf unterschiedlichen Entwicklungsstufen stehen. Je weiter man nach oben kommt, desto mehr kann man erkennen, desto weiter kann man sehen. Doch auch diejenigen die nun etwas weiter oben stehen, waren irgendwann einmal weiter unten und bedingt dadurch genauso kurzsichtig. Man schaut also automatisch nach unten und denkt dann. Bringt eventuell dieses „ohne Worte“ durch einen gestreckten Mittelfinger nonverbal zum Ausdruck und vergisst dabei, dass man selbst schon in dieser Situation war, weil man eben auf dieser Stufe stand. Versuche dich daher daran zu erinnern wie du als Kind warst und du dich gefreut hast, wenn dich ein Großer an die Hand genommen hat und dir die Dinge wieder und wieder erklärt hat, bis auch du es irgendwann verstanden hast.

Wie ich bereits meinem Bruder in Nova Scotia geschrieben habe, der Vorhang hat schon viele kleine und auch größere Löcher, so dass viele bereits erkennen können, da muss doch noch mehr sein. Ein sanftes Hinführen durch entsprechende Fragen kann dabei helfen die Löcher noch größer werden zu lassen, denn ein plötzliches Wegreißen des Vorhangs würde die Synapsen wahrscheinlich vollständig überlasten. Man kann kleine Kinder nicht sofort mit allem Überfordern ohne größere Schäden zu hinterlassen oder setzt man ein Kleinkind an das Steuer eines LKW und sagt: Fahr los, ich hab dir ja gerade erklärt wie es geht.

Die meisten von uns denken wohl sehr gerne an ihre Kindheit und Jugendzeit zurück, viele wünschen sich dabei auch diese oft unbeschwerte Zeit wieder. Wir wussten nicht viel und waren uns vieler Probleme nicht bewusst. Weil unser Leben als Kind noch nicht diese vermeintliche Schwere hatte, versuchen viele durch ihre rosarote Brille die Dinge immer noch leicht und einfach zu sehen. Diese Hoffnung verkaufen ihnen dann auch jene Menschen die vorgeben ihnen die Verantwortung für ihr ach so schweres Leben abnehmen zu wollen, gegen entsprechende Bezahlung selbstverständlich, denn alles im Leben hat seinen Preis. Und so möchten sich diese Kinder immer noch gemeinsam (im Gleichschritt) vergnügen und verweigern sich ihrer Entwicklung (Fortschritt) weiterhin vehement. Jeder der es wagt sie aus ihrem Sandkasten zu reißen wird mit Sand und Dreck beworfen. Doch je kleiner ihr Spielplatz wird, desto größer werden die „Löcher“ im Vorhang, der sie so erfolgreich daran hindert die nächsthöhere Stufe ihrer Entwicklung zu meistern.

Titelbild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay


Die richtige Zeit

Titelblatt Essenz des Lebens

Auf meiner Reise zu mir selbst, habe ich zunächst angefangen Artikel zu schreiben. Als es dann immer mehr und tiefgründiger wurde, ist daraus ein Buch geworden.

Ich möchte dieses Buch hiermit allen kostenlos im PDF-Format zur Verfügung stellen (zum downloaden auf das Bild klicken), denn Informationen sollten immer kostenlos zur Verfügung stehen. Sich aus diesen Informationen Wissen anzueignen kostet allerdings einige Mühen.

Mensch, erkenne dich selbst…!

Beste Grüße von Holger ([email protected])

Holger Schmid
Holger Schmid
Er hat Kinder, Familie, Freunde und viele Bekannte, und möchte dass wir alle in Zukunft unser Leben so führen können, wie es eigentlich für uns vorgesehen ist. Ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit, ganz ohne Angst. Holger Schmid inspiriert die Leser mit seinen Erkenntnissen, Fragen und Denkanstößen!

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