Inflationsrate: Ich habe den falschen Warenkorb erwischt!

5 Milliarden Mark-Schein als Ergebnis einer Inflation und hohen Inflationsrate
5 Milliarden Mark © Roger Zenner, Lizenz: CC BY-SA 2.0 DE

Meine Inflationsrate ist für den Hintern!

Mit dem Verbraucherpreisindex stimmt irgendwas nicht. Ich habe den falschen Warenkorb erwischt, denn mein Inflationsfieberthermometer zeigt eine Inflationsrate von zur Zeit deutlich über 10% an. Wie kann das sein, wo uns doch die bunte Regierung ständig ganz andere Zahlen von der Inflation liefert? Vielleicht sollte ich mehr Handys, TV-Geräte, Autos oder anderen Elektroschrott in meinen Warenkorb legen? Was meinst Du? Ich verstehe, Du sagst: „Martin, dann bleibt Dir ja nichts mehr zum Leben übrig, also lass das!“

Danke für die Antwort. Genau so sehe ich das auch! Ich brauche was zum Essen, ein Dach über den Kopf, Strom, Wasser, Gas und ne Müllabfuhr, die den Dreck wegfährt. Und natürlich die gute Luft zum Atmen! Und genau in diesen Bereichen ist alles um 10 % oder mehr teurer geworden, außer der Luft, die ist noch umsonst. Oh, jetzt habe ich was angerichtet, denn genau auf eine Steuer auf’s Atmen warte ich noch.

Und das alles für den Aufschwung – verdammt nochmal! Kurz durchatmen, innere Einkehr, ein Gebet: Bitte lieber Gott zieh den Stecker, und lass dieses System endlich zusammencrashen. Kaum schreib ich das, sehen meine getrübten Augen schon wieder neues Ungemach auf uns zukommen. Laut einem neuen Gesetz darf man Neufahrzeuge nur noch dann bewegen, wenn man auch bei Tage mit Licht fährt! [1]

Maßnahmen wie ich meine persönliche Inflation in den Griff bekomme

Auf Luxus – auf meinen fahrenden Untersatz (Pkw) verzichten? Eigentlich eine gute Idee, denn ein paar „Leuchten“ mehr auf „bunten Straßen“ kann diesem Land sicher nicht schaden. Auf jeden Fall gilt dieses Gesetz vorerst nur für Neufahrzeuge, aber ich bin mir sicher, dass in naher Zukunft alle Altfahrzeuge nachgerüstet werden müssen. Verschwörungstheorie hin oder her – ich kann mir das gut vorstellen, denn solche Maßnahmen kurbeln die Wirtschaft an! Obwohl, falls das mit dem Erfinden neuer Einnahmequellen so weitergeht, und die Inflation weiter kräftig anzieht, dann kann ich mir demnächst den Luxus, meinen Pkw zu bewegen, gar nicht mehr leisten. Der finanzielle Spielraum für die untere Mittelschicht – für mich – wird immer enger! Das ist meine Erfahrung und deshalb suche ich nach einer Lösung.

Kein Problem, denn gerade traf mich der Geistesblitz! So kann’s gehen: TV-Gerät aus dem Fenster schmeißen, Strom beim Nachbarn anzapfen und den Müll im Wald entsorgen – das langt schon, um auch weiterhin mobil zu sein! Du meinst, dass es noch andere Bereiche gibt, wo man sparen kann? Sicher, Du hast recht, aber solch Zeugs wie Riester-Rente, Lebensversicherung, Bausparvertrag, Handy, wirst Du bei mir nicht finden und deshalb bleibt für mich wohl als letztes Mittel das Motto: „Friss die Hälfte“, was man aber auch als „den Gürtel enger schnallen“ bezeichnen kann. Das nennt sich dann “Der Inflation ein Schnippchen schlagen.”

Auswirkung der Inflation – Hyperinflation

Hungertod. Elend, Chaos, Aufstände? Ja, es ist „höchste Eisenbahn“ sich darauf einzustellen, denn schon bald nagen wir am Hungertuch! So zumindest sieht es der „Freeman“. Hier lies:

„Das Welternährungsprogramm der Uno hat wegen des unablässigen Anstieges der Preise für Nahrungsmittel Alarm geschlagen. Die hohen Preise führten zu Unruhen und Instabilität, erklärte das WFP. Der Auslöser für die Revolte in Tunesien und Ägypten waren auch die stark gestiegenen Lebensmittelpreise. Viele der Armen sind am Verhungern oder müssen ihr ganzes Einkommen dafür ausgeben. Auch hier müssen wir uns auf steigende Kosten für die Nahrung gefasst machen.“ [2]

Mit der Inflation rechnen

Gefühlte Inflation oder gibt es dafür ein genaue Berechnung? Und, damit Du nun ausrechnen kannst, wann die Inflation auch Dir den Hungertod beschert, gibst Du die dafür nötigen Daten in den Inflationsrechner ein. Zum Rechner geht es hier lang.

Um jedoch zu einem korrekten Ergebnis zu kommen wie hoch die Inflationsrate tatsächlich ist, solltest Du den Rechner mit zuverlässigen Zahlen speisen! Es ist die korrekte Inflationsrate und nicht der Preisindex, den die Bananenrepublik monatlich veröffentlicht, einzugeben! Verlass Dich nicht auf den Warenkorb, denn dieser dient nur zur Beruhigung der Gemüter.

Ein verlässlicheres Rezept, die Inflationsrate zu bemessen findest Du in der Formel: M3-BIP, was so viel wie Wachstum der Geldmenge (M3) minus Wachstum des Bruttoinlandprodukts bedeutet, und hier ist am Horizont deutlich eine hyperinflationäre Entwicklung zu erkennen! Also, falls wieder einmal ein Sprecher des Propagandaministeriums die neuesten Inflationszahlen von so um die 2 Prozent verliest, dann spricht er vom „Verbraucherpreisindex“, aber diese, vom statistischen „bunten-Amt“, veröffentlichten Zahlen, haben nichts mit einer echten Inflationsrate zu tun. [4]

Es ist Lug und Trug, und dies gilt generell für sämtliche Nachrichten, die uns die „freien Medien” liefern. Übrigens heißt es nicht umsonst „Nachrichten“, denn schließlich muss erst etwas nach gerichtet werden, bevor es in der Blödzeitung für die Biomasse veröffentlicht wird. Hast Du das mit der Inflation jetzt verstanden?

Niedrige Werte widersprechen den eigenen Erfahrungen

Habe ich Dich jetzt etwas verwirrt oder kannst Du nun nachvollziehen, warum Deine gefühlte Inflation deutlich höher ist, als das, was man Dir bisher vorgegaukelt hat? Machen wir uns doch nichts vor, denn die niedrigen Werte widersprechen massiv unseren eigenen Erfahrungen an der Ladenkasse. Meine gefühlte Inflationsrate liegt derzeit bei ca. 10 Prozent und deshalb ist jede Geldanlage (Altersvorsorge-Entsorgung), die unter 10 Prozent Rendite verspricht, für die Katz!

Jeder Spargroschen, der nach Abzug aller Kosten weniger als die Inflationsrate erzielt, ist in Wahrheit eine Geldvernichtungsanlage und führt schlussendlich in den persönlichen Ruin. Also, liebe „Riesterer“ und liebe Leut, die ihr noch immer in der „Rürupp-Suppe“ stochert, Euer Ende ist absehbar – ihr spart Euch zu Tode! In weiser Einsicht habe ich mich schon vor über 10 Jahren von solchen Vermögensvernichtungsinstrumenten gelöst, was wiederum meinem unendlichen Wissen zu verdanken ist. Wissen ist Macht und bewahrt vor unnötigen Schäden.

Papiergeld hat nur eine gewisse Haltbarkeitsdauer

Um die Wertlosigkeit des Papier-Geldsystems zu verdeutlichen, hier ein passendes Zitat von Voltaire:

„Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – Null!“ [5]

Sicher verstehst Du nun auch, warum in vielen Publikationen, u.a. bei hartgeld.com von „Schlafschafen“ geschrieben wird, die demnächst geschoren werden müssen. Falls es Dir schwerfällt, diese sprachliche Redewendung zu verstehen, dann sage ich es nochmals in klaren, verständlichen Worten: Das Papiergeld hat ein Zerfallsdatum und jeder, der in solchen „Werten“ investiert, der ist demnächst ganz arm dran! Was soll’s, denn genau für diesen Supergau wurden die Schafe ja gezüchtet! Schließlich müssen die Schulden ja bezahlt werden und dafür eignen sich am besten systemtreue Zweibeiner, die nichts hinterfragen. Leute, die einem Führer folgen und nicht in der Lage sind, ihren Verstand einzusetzen – falls sie denn einen haben!

Gold und Silber sind gegen Inflation immun

Bitte keine unnötige Aufregung, denn es ist schließlich Deine Entscheidung, diesen harten Weg zu gehen. Noch gibt es Rettungsboote (Gold und Silber), die man besteigen kann, doch es ist absehbar, dass demnächst die Worte:

„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“ [6]

fallen werden. Nur so am Rande: Diese Worte wurden dem Michail Gorbatschow nur in den Mund gelegt. Er sagte wortwörtlich:

„Ich glaube, Gefahren warten nur auf jene, die nicht auf das Leben reagieren.“ [6]

Um das Bild abzurunden, hier ein paar nette Worte von Warren Buffet, einem der reichsten „Geldsäcke“ Amerikas:

»Der Krieg zwischen Arm und Reich in den USA ist vorüber. Und wir haben gewonnen!« [7]

Preisentwicklung bis zur Hyperinflation

Zum Schluss schauen wir, zum besseren Verständnis, die Preisentwicklung eines Laibes Brot im Zeitraum von Mitte 1914 bis November 1923 an. Von ursprünglich 13 Cent verteuerte sich das Brot bis zum bitteren Ende auf 100 Milliarden Dollar. Bis zum Jahre 1916 war die Entwicklung noch tragbar, war der Preisanstieg noch einigermaßen moderat … grins. Das Brot verteuerte sich lediglich auf 19 Cent, was einer Erhöhung von 46 Prozent entsprach. Selbst bis zum Jahre 1922 war das Nahrungsmittel noch einigermaßen bezahlbar. Da legte man umgerechnet 3,50 Dollar auf den Ladentisch.

Nur so nebenbei: Das kann ich ganz gut bei der jetzigen Preisentwicklung beim Benzin nachvollziehen. Weiter im Text: Ab da an, nahm die Inflation, mit einem Steigerungsfaktor von 28 Milliarden, Fahrt auf. In den letzten 15 Tagen der Hyperinflation stiegen die Preise nochmals um das 33-fache, was dazu führte, dass die Preise sich zweimal pro Tag verdoppelten. Der Spargroschen auf der Bank und die monatliche Rente waren auf ein Schlag wertlos und ohne Bedeutung. Innerhalb kürzester Zeit änderte sich die Situation der Zweibeiner von „gut betucht“ auf „arm dran“. Die Ersparnisse der Menschen waren plötzlich weg.

Die Inflation wird uns teuer zu stehen kommen!

Ich denke mir, dass Du nun einen groben Überblick bekommen hast, was demnächst auf uns zukommt! Die Hyperinflation wird weltweit wüten und unsere liebe Mutter Erde ins Chaos stürzen. Hast Du mich verstanden? Wenn nicht, dann verhält sich die Sache so:

“Das ist der größte Vorwurf an die Deutschen: Daß sie trotz ihrer Intelligenz und trotz ihres Mutes immer die Macht anhimmeln.” – Winston Churchill [8]

Und das ist wohl der Grund, warum Du noch immer nicht Dein Sparbuch geplündert hast. Ein letztes Zitat sei erlaubt, denn diese Aussage ist das „i-Tüpfelchen“ in diesem lustigen Beitrag:

„Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur, ob die Krise durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems.“ Ludwig von Mises (1881 – 1973) [9]

Ich bedanke mich nun für Deine Aufmerksamkeit, und hoffe, dass sich bei Dir die Inflation in Grenzen hält bzw., dass Du den einen oder anderen RatSCHLAG gebrauchen kannst.

Zum Schluss noch ne blöde Frage: Warum heißt es eigentlich RatSCHLAG? Das hört sich gar nicht gut an, denn ich bin doch kein Schläger! Und deshalb: Tu, was Dein Herz Dir sagt, und hör nicht auf jeden blöden Ratschlag!

In diesem Sinne lieben Gruß vom Martin M. Luder (info – at – lefpilk.de)

Quellenangaben

  1. news.de
  2. alles-schallundrauch.blogspot.com
  3. zinsen-berechnen.de
  4. finanzfinder24.de
  5. zitate-online.de
  6. zeit.de
  7. http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/michael-morris/hyperinflation-2-12-.html
  8. http://der-oekonomiker.blogspot.de/2012/09/standpunkt-389-update-20-enteignung.html
  9. mmnews.de

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