Tabaksucht – Von der Lebensfalle zum Wendepunkt

Zigarette in der Hand und am Rauchen

Als Neuling war man neugierig – das liegt in der Natur des Menschen. Man war ein Suchender auf Entdeckungstour – und wollte nur wissen, was einem die Zigarette bietet. All die Dinge, die man sich durchs Rauchen erhofft hatte, wurden einem teilweise gegeben, so scheint es, doch letztlich war es nicht das, wonach man im Grunde seiner Seele gesucht hatte. Eigentlich sollte die Suche weitergehen; es gab noch vieles zu erkunden und zu entdecken. Doch aus der Suche wurde eine Sucht – und man musste erschrocken feststellen, dass man abhängig und unfrei ist, anstatt unabhängig und frei. Keine Sorge! Sie sind nur in eine Lebensfalle getappt, die ein Lernthema darstellt, aus der Sie erwachsen sollen. Rauchen bringt Sie mit einer universellen Lebensfalle, einer unvermeidlichen Krise in Kontakt, die ein Wendepunkt sein kann.

Suche wird zu Sucht – Eine universelle Lebensfalle

Diese Suche ist nicht etwas, das typisch für Raucher ist – und ausschließlich diese betrifft. Es ist eine universelle Lebensfalle, die in der einen oder anderen Form in jedem Menschen seinen Ausdruck findet. Wir alle stecken irgendwann, auf der Suche nach uns selbst, irgendwo fest. Der eine Sucht nach XYZ und findet dadurch keinen Weg heraus aus seinem Frust und bleibt übergewichtig; ein anderer schafft es nicht, seine Wut auf seinen Vater aufzulösen, und endet als Choleriker mit einem Herzinfarkt – es gibt unzählige mögliche Beispiele.

All diese Menschen haben eine Gemeinsamkeit: sie alle haben es nicht geschafft, ein bestimmtes Lebensprinzip zu verstehen und auf materieller Ebene zu befreien; sie alle haben die wahre Suche aus den Augen verloren und sind an einer falschen Suche – der Sucht – hängengeblieben und daran gescheitert; sie konnten das höhere feinstoffliche Prinzip nicht erlösen und sind an dem Materiellen verhaftet geblieben – genauso wie der Raucher, der zu Beginn seiner Raucherkarriere nur nach Entspannung und Anerkennung suchte – aber leider an der falschen Stelle.

Rauchen als Lernthema – und als Krise mit Wendepunkt

Im Grunde genommen hat Ihr Wesen, das unendlich ist und wie alle Wesen aus einer Urquelle stammt (Gott? Urknall? Universum?) sich mit dem „Lernthema“, mit dem „zu lernenden“ vollgesogen und gesättigt. Ihr übermäßiger Zigarettenkonsum hat dazu geführt, dass die konsumierte Masse einen kritischen Punkt erreicht hat. Dieser Punkt ist die Krise, und wie jede Krise, ist sie im Wortsinne eine Chance zur Wandlung (bzw. Transformation, Veränderung).

Aus dem jungen Nichtraucher, der mit seiner ersten Zigarette nach Unabhängigkeit – u.a. von seinen Eltern – und nach seinem Selbst suchte, dabei aber umso mehr in die Abhängigkeit geriet, weil er das Wesen der Unabhängigkeit nicht verstand, kann nach einer gewissen Zeit ein wirklich freier (auch rauchfreier) und unabhängiger Mensch werden. Stellen Sie sich folgendes vor: Sie haben in Ihrer Vergangenheit etwas getan, wofür Sie sich heute schämen. Welches Verhalten wäre konstruktiver? Sollten Sie all die Negativität im Zusammenhang mit dieser Erinnerung unterdrücken? Natürlich nicht wäre die richtige Antwort.

Von der Oberfläche zum Grundmotiv

Oberflächlich betrachtet will der aufhörwillige Raucher einfach keine Zigaretten mehr rauchen. Betrachtet man dieses Vorhaben jedoch mit mehr Bewusstheit, und somit mit Einsicht und aus einer klareren Wahrnehmungsebene, so erkennt man ganz deutlich einen tiefenpsychologischen Hintergrund. Das eigentliche Motiv – der eigentlichen Beweggrund – „Aufhören“, ist der Wunsch nach Veränderung des Selbstbilds – man will etwas unterlassen, man will etwas nicht mehr sein, man will einer neuen Vorstellung seiner Selbst entsprechen.

Bevor man den Entschluss Nichtraucher zu sein getroffen hatte, machte man einen inneren Prozess durch. Man hat sich für gewöhnlich viele Gedanken gemacht, hat Entscheidungen gefällt und vieles abgewogen. Zu guter Letzt kam die Entscheidung den beschwerlichen Weg zum Nichtraucher zu beschreiten. Dieser Prozess hat zu einem Großteil durch einen inneren Monolog, oft auch durch echte Dia-loge im Inneren, zwischen zwei von Grund auf unterschiedlichen Polen (Gut und Böse) stattgefunden.

Was war Ihr Grundmotiv? Wie kam es zu Ihrem Entschluss? Waren es wirklich die erdrückenden Fakten gegen das Rauchen? War es Ihre Gesundheit, das erhoffte Heil? Was hat Sie eigentlich wie überzeugt? Um diesen Fragen tiefgründig nachzugehen, ist es hilfreich, wenn Sie die Zen-Fragetechnik anwenden. Einen ausführlichen Artikel dazu finden Sie hier auf Equapio.

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Gökhan Siris

Gökhan Siris beschäftigt sich nun schon seit mehr als 10 Jahren mit Themen aus den Bereichen Gesundheit, Medizin, Psychologie, Psychotherapie, Naturheilkunde, Esoterik, aber auch mit Lebensberatung und Life-Coaching. Er ist Heilpraktiker, psychologischer Berater, Matrix Reimprinting Practitioner, EFT-Coach, BSFF-Coach und freiberuflicher Schriftpsychologe bzw. Graphologe. Als Ratgeber und Experte zu den genannten Themen steht er Ihnen gerne zur Verfügung.

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