Rauchertagebuch: Das Rauchen unter Kontrolle bringen

Rauchertagebuch: Mann raucht und schaut ins Notizbuch

Das Rauchertagebuch für das Analysieren des eigenen Rauchverhaltens

Um bei jeder einzelnen Zigarette bewusst zu bleiben und etwaige unentdeckte Glaubenssätze und Muster bezüglich des Rauchens zu enttarnen, empfehle ich Ihnen das Führen eines Tageprotokolls ­- auch “Suchttagebuch” oder “Rauchertagebuch” genannt. Dieses Protokoll dient der Selbstbeobachtung und dem Bewusstmachen und ist somit eine sehr effektive Möglichkeit das eigene Rauchverhalten zu analysieren. So schaffen Sie u.a. auch eine optimale Grundlage, um mit verschiedensten Techniken -­ so z.B. mit Hilfe von EFT, Affirmationen, NLP, Magic­ Words uvm. ­ihrer Absicht einer dauerhaften Tabakabstinenz zum durchschlagenden Erfolg zu verhelfen.

Das Rauchertagebuch ­- Ein kleiner Hinweis zu Beginn

Machen Sie in diesem Protokoll nur dann einen Eintrag, wenn Sie der Versuchung eine Zigarette zu rauchen wirklich nicht widerstehen können. Nur so gelangen Sie an den wirklichen Kern ihres “Raucher”­Glaubenssystems und lösen so durch die anschließende Bearbeitung – ­z.B. durch EFT, Affirmationen etc. ­- das dahinterliegende “energetische” Problem nachhaltig auf. Auch empfiehlt es sich vor der Eintragung ins Protokoll, also noch während eines bestehenden Verlangens nach der Zigarette, die “Akut-­Techniken” (Notfallpunkte) aus dem EFT anzuwenden.

Sein Rauchverhalten wahrnehmen

Um dem Ziel der “Rauchfreiheit” näher zu kommen, muss man sein Rauchverhalten bewusst wahrnehmen. Bei allen abhängigen Rauchern ist das Gegenteil der Fall: Sie haben keine Kontrolle über ihr Rauchverhalten; alles geschieht weitgehend automatisch. Ein Rauchertagebuch ­- das Protokollieren jeder einzelnen Zigarette -­ macht einem diese Automatismen wieder bewusst; es schafft eine Gesamtschau auf das eigene Rauchverhalten und schafft somit die nötige Einsicht für eine erfolgreiche Entwöhnung vom Tabak. Es ermöglicht Ihnen eine Vergegenwärtigung der unbewussten Gewohnheiten und hilft Ihnen die Motive fürs Rauchen zu verstehen -­ das vermindert automatisch auch die Menge der gerauchten Zigaretten.

Das Rauchen der übrigen Zigaretten geschieht viel bewusster -­ sie überlegen bevor sie rauchen. Aus einer unkontrollierten Gewohnheit wird so eine kontrollierte, weil protokollierte bewusste Tätigkeit, die Sie dann hierdurch gezielt durchbrechen können. In vielen Fällen wirkt das tägliche “Rauchertagebuch schreiben” bereits entwöhnend und hilft auf die eine oder andere Zigarette zu verzichten -­ statistisch gesehen verzichtet man ganz automatisch auf ca. 30% der urspünglich gerauchten Zigaretten. Voraussetzung hierfür ist jedoch ein akribisch genaues festhalten jeder einzelnen Zigarette in ihrem Rauchertagebuch.

So könnte Ihr Rauchertagebuch aussehen – Ein Beispiel

Angaben / Beispielangaben eines Rauchertagebuchs

  • Datum: 16.04.2015
  • Uhrzeit: 18:36 Uhr
  • Anzahl der Zigaretten: 1 Zigarette / 2 Zigaretten hintereinander
  • Anlass: Entspannung
  • Ort: Auf dem Sofa vor dem Fernseher
  • Verlangen in Prozent: 40% (100% = sehr stark, 0% = kein Verlangen)
  • Stimmung davor: ­Neutral,­ leichte Anspannung
  • Stimmung danach: ­Neutral,­ immer noch leichte Anspannung
  • Problem gelöst (Ja/Nein): Nein,­ Problem nicht gelöst
  • Gedanken während des Rauchens: “Was tue Ich mir eigentlich hier an. Ich werde es niemals schaffen. Ich bin ein Versager.”

Der Nutzen vom Rauchertagebuch

Die Eintragungen in Ihr Rauchertagebuch (Protokoll) sind ein optimaler Hinweisgeber in Bezug auf ihr Rauchverhalten. Jedoch müssen Sie schon etwas Disziplin aufbringen und wirklich jede einzelne Zigarette eintragen, zu der Sie sich trotz aller Akutmaßnahmen (z.B. EFT-­Notfallpunkte) und aller alternativer Ersatzhandlungen entschieden haben -­ und zwar genau so, wie es das obige Beispiel­-Protokoll erfordert. So erzwingen Sie ein Bewusstwerden (bewusstes Erleben) in jedem einzelnen Rauchmoment -­ so können Sie über jede Zigarette ganz bewusst nachdenken. Darüber hinaus erkennen Sie, was Sie mit jeder einzelnen Zigarette wirklich wollen bzw. wonach Sie sich im Grunde sehnen, wenn Sie die Zigarette rauchen wollen ­ und dann auch tun.

Haben Sie z.B. in Ihr Tagebuch eingetragen, dass Sie an einem Montag um 20:35 Uhr im Wohnzimmer vor dem Fernseher nahtlos hintereinader 3 Zigaretten geraucht haben, so können Sie im Nachhinein aus dem weiteren Protokolleintrag erkennen, warum Sie das taten und wie hoch der Suchtdruck dabei war, und welche Stimmung und Gedanken Sie dabei hatten; Sie erkennen ob Ihnen die Zigarette dabei Behilflich war, ein bestimmtes Problem zu lösen, oder ob dies doch nur eine trügerische Projektion ist. Sie erkennen, ob die Entscheidung für die Zigarette richtig war oder nicht -­ in der Regel nämlich nicht. Nach und nach entsteht so ein persönliches Raucherprofil.

Das Rauchertagebuch steigert die Bewusstheit über das Rauchen

Sie steigern Ihre Bewusstheit, dem eigenen Rauchverhalten gegenüber, immens und erkennen deutlich die Absurdität dahinter. Ohne ein solches Protokoll würden Sie aller Wahrscheinlichkeit nach nur erkennen können, das Sie wieder mal im Wohnzimmer rauchen, obwohl Sie und Ihr Ehepartner vereinbart haben dies nicht mehr zu tun etc. Wie die Mechanismen und die psychische Sucht hinter Ihrem Rauchverhalten funktioniert, erkennen Sie hierbei jedoch nicht. Das Führen eines Rauchertagebuchs immunisiert Sie nach und nach für eine derartige Unbewusstheit.

Das Rauchertagebuch ist ein machtvolles Instrument. Nicht zu unterschätzen!

Bitte begehen Sie nicht den Fehler und unterschätzen die umwälzenden Effekte eines derartigen Sucht­-Protokolls respektive Rauchertagebuchs. Hinter dem Rauchertagebuch steckt ein kraftvoller Prozess, der vielleicht sogar als alleiniges Hilfsmittel dazu in der Lage ist, Sie von Ihrem Verlangen nach Zigaretten und den Sie daran bindenden Mustern und Verhaltensweisen zu befreien.

Ein Rauchertagebuch ist nicht bloß eine kleine Spielerrei oder Beschäftigungstherapie, oder gar bloßer Lückenfüller aus einem Buch zur Raucherentwöhnung. Es ist ein machtvolles Instrument, mit dem Sie ihre Sucht unter Kontrolle bekommen. Selbst die stärksten Raucher, die sich von den gewonnenen Einsichtigen eines solchen Tagebuchs unbeeindruckt zeigen ­- zumindest so tun -­, können in Kombination mit Techniken aus dem “Emotional Freedom Techniques” (u.a. Methoden) ihr Endziel “Nichtrauchersein” erreichen -­ zumindest jedoch diesem Ziel ein großes Stück näher kommen. Versprochen!

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Gökhan Siris
Gökhan Siris beschäftigt sich nun schon seit mehr als 10 Jahren mit Themen aus den Bereichen Gesundheit, Medizin, Psychologie, Psychotherapie, Naturheilkunde, Esoterik, aber auch mit Lebensberatung und Life-Coaching. Er ist Heilpraktiker, psychologischer Berater, Matrix Reimprinting Practitioner, EFT-Coach, BSFF-Coach und freiberuflicher Schriftpsychologe bzw. Graphologe. Als Ratgeber und Experte zu den genannten Themen steht er Ihnen gerne zur Verfügung.

1 Kommentar

  1. Ich habe mir damals, nach dem Rat von Frau Rauchfrei, ein Rauchertagebuch angelegt. Ich habe jeden Tag aufgeschrieben, wie es mir ergangen ist und was ich alles geschafft oder eben nicht geschafft habe. Seit einem halben Jahr bin ich nun rauchfrei und ich danke Frau Rauchfrei, dass sie mir so dabei geholfen hat.

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