Die Diktatur der Staatsreligion

Es ist doch immer wieder interessant zu sehen, wie Menschen kopfschüttelnd auf andere Staaten und Länder zeigen und dabei nicht erkennen, dass es im eigenen Land fast genauso zugeht. Die Liste derer auf die die Medien mit großen Überschriften und Berichten hinweisen ist lang, lässt sich allerdings problemlos kürzen. Alles was außerhalb der „zivilisierten westlichen Wertegemeinschaft“ liegt gehört mehr oder weniger dazu. Je nachdem, wie sich der oder die Staatslenker, von den westlichen „Demokratien“ lenken lassen, sind es eben mehr gute oder mehr schlechte Diktatoren.

„Eine Demokratie, wenn man diesem Begriff eine Bedeutung zumisst, ist ein System der unbeschränkten Diktatur der Mehrheit. Ein klassisches Beispiel findet sich im antiken Athen und ihr Symbol ist das Schicksal von Sokrates, der sterben musste, weil die Mehrheit nicht mochte was er sagte; obwohl keinerlei Gewalt von ihm ausging und er keine Rechte eines anderen verletzte. Die Demokratie ist eine Manifestation des Totalitarismus1 und keine Form der Freiheit.“

Im Sinne von Ayn Rand2 werden diktatorische Prozesse innerhalb einer freien Gesellschaft nicht als diktatorisch wahrgenommen, weil die von Staat und Medien festgelegten Standards von Freiheit und demokratischen Rechten von der Bevölkerung geglaubt werden. Die ideale Diktatur wird als solche überhaupt nicht wahrgenommen.

Ich hatte vor kurzem das Vergnügen bei einer Theateraufführung der Schul-AG meines Neffen zusehen zu dürfen. Das Stück hatte den Namen „die Welle“3 und der Roman von Morton Rhue wurde auch schon zweimal verfilmt. Interessanterweise bezogen sich alle Beteiligten, also Darsteller und Besucher, wie immer nur auf das unsäglich schreckliche Rechts und blieben dadurch auf dem linken Auge blind. Eventuell fielen jedoch dem ein oder anderen dennoch einige Parallelen zum hier und jetzt auf und er oder sie erkannten wohin die Einschränkung von Meinungsfreiheit4 führen könnte. Wer nun die Alternative für alternativlos hält oder aber die Alternativlose lieber mag und sich dadurch mehr in der Mitte wähnt, der darf das natürlich gerne Glauben.

Nun, jeder der sich gerne nach unten orientiert und glaubt dass es in Demokratien nach westlichem Vorbild immer noch besser sei als in anderen sogenannten Demokratien, darf auch dies gerne glauben. Nicht umsonst ist im Grundgesetz der BRD die Religionsfreiheit verankert,5 das Volk muss dafür zahlen.

Kommen wir also zu den verschiedenen Religionen und dem Glauben daran.

Bei den drei großen Glaubensrichtungen ist es relativ einfach und auch bei den meisten anderen wird es sich wohl ähnlich verhalten. Wahrheit und Unwahrheit teilen sich in etwa brüderlich das, was man den Gläubigen als den wahren Glauben verkauft. Die Gläubigen bezahlen mit materiellen Opfern und die Nicht- oder Andersgläubigen bezahlen je nach Land und Religion, entweder mit Gefängnis oder ihrem Leben.
Alle Religionen wurden wahrscheinlich gegründet, damit ein friedliches Zusammenleben der vielen unterschiedlichen Menschen möglich ist. Dasselbe war wahrscheinlich der Grundgedanke von Verfassungen und Gesetzen.

Was ist daraus geworden? Wer erkennt die Parallelen?

Wenn die ursprünglichen Aussagen religiöser Idole, ebenso wie die ursprünglichen Gesetze und Verträge dahingehend verändert werden, dass der eigentliche Grundgedanke für ein friedliches Miteinander immer mehr in Vergessenheit gerät, dann ist es relativ leicht eine Gemeinschaft zu teilen und gegeneinander aufzuhetzen.
Was also macht den Unterscheid zwischen einer „gewählten“ und einer religiösen Führung? Gibt es denn überhaupt einen Unterschied zwischen Religion und Staat? Ist es denn nicht lediglich eine andere Alternative, ein anderes Marketing?

Beides ist Glauben – Wissen geht anders!

Nochmal für einige Ungläubige, die dennoch glauben. Alle wichtigen Entscheidungsträger von FED, IWF, EZB oder BIZ wurden nicht demokratisch vom Volk (Mehrheit) gewählt, stehen aber dennoch über Recht und Gesetz der verschiedenen Länder, was sich im übrigen Plutokratie6 nennt. Wer glaubt das gehe nicht anders, darf auch dies gerne glauben.

Alle religiösen „Würdenträger“ sind ebenfalls „Fachleute“ und wurden bestenfalls von Mitgliedern ihrer Kaste oder Partei gewählt, bzw. haben sich nach oben gebissen.

Noch eine letzte Parallele

Das Dogma lautet, wir sind ein freiheitlicher demokratischer Rechtsstaat und ihr müsst das glauben, denn beweisen können wir das leider nicht. Aber wer in Deutschland nicht an die Staatsreligion namens BRD glaubt, muss dennoch mit Sanktionen rechnen.

Ansonsten dürft ihr natürlich glauben was ihr wollt, aber behaltet es vielleicht besser für euch, denn man kann ja nie wissen wie man hier auf Andersdenkende7 reagiert.
Nach dem ganzen religiösen Glaubenswirrwahr möchte ich euch aber auf eine wirkliche Alternative aufmerksam machen, über die Martin Klipfel einen Artikel geschrieben hat. Für mich ist Gradido die bisher beste Möglichkeit einer gemeinsamen friedlichen Zukunft. Ich wünsche mir ein Aufwachen möglichst vieler Menschen. Jeder einzelne kann ein Stückchen dazu beitragen – jeder Tropfen erhöht den Ozean. Fangt an zu Wissen und hört endlich auf zu Glauben. Alle Informationen sind da – traut euch.

Grüße von Holger (schmid_67-ät-web.de)

  1. de.wikipedia.org: Totalitarismus[]
  2. de.wikipedia.org: Ayn Rand[]
  3. de.wikipedia.org: Die Welle (Roman)[]
  4. www.gesetze-im-internet.de: Artikel 5 GG[]
  5. www.gesetze-im-internet.de: Artikel 4 GG[]
  6. de.wikipedia.org: Plutokratie[]
  7. dejure.org: Artikel 130 StGB[]
Holger Schmid
Holger Schmid
Er hat Kinder, Familie, Freunde und viele Bekannte, und möchte dass wir alle in Zukunft unser Leben so führen können, wie es eigentlich für uns vorgesehen ist. Ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit, ganz ohne Angst. Holger Schmid inspiriert die Leser mit seinen Erkenntnissen, Fragen und Denkanstößen!

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