Tagesgeldkonto trotz niedriger Zinsen – Lohnt es sich noch?

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Die österreichische Konjunktur ist gut, die Löhne klettern in die Höhe und viele Österreicher haben Geld übrig, das sie zum Sparen zurücklegen möchten. Seit geraumer Zeit nutzen österreichische Sparer für diesen Zweck am liebsten ein flexibles Tagesgeldkonto. Allerdings nimmt in diesem Punkt auch die Verunsicherung zu, denn die Zinsen sind seit Jahren niedrig. Deshalb stellt sich die Frage, ob sich ein solches Tagesgeldkonto im Moment überhaupt noch lohnt.

Tagesgeldkonten sind bei österreichischen Sparern nach wie vor beliebt

Sachwerte schlagen Geldwerte, wenn es darum geht, Geld clever anzulegen. Gerade Edelmetalle, Gewerbe- und Wohnimmobilien, Anlagediamanten und seriöse Aktien sind bei österreichischen Anlegern seit Generationen beliebt. Sachwerte haben jedoch einen Nachteil: Es ist nicht möglich, schnell auf das eigene Kapital zuzugreifen. Deshalb lassen viele Österreicher die Finger von derartigen Anlageformen und entscheiden sich nach wie vor für ein Tagesgeldkonto – trotz der permanenten Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Noch immer haben österreichische Sparer im Durchschnitt mehr Geld auf ihren Tagesgeldkonten als etwa in Aktien, obwohl die Renditen bei letzteren höher sind.

Welche Vorteile hat das Tagesgeldkonto?

Das liegt in erster Linie daran, dass ein Tagesgeldkonto sehr viele Vorteile hat. Trotz der allgemein niedrigen Zinslage ist die Verzinsung bei einem Tagesgeldkonto immer noch höher als bei einem normalen Girokonto. Während es für letzteres in der Regel gar keine Zinsen mehr gibt, erhält man bei einem Tagesgeldkonto wie etwa bei moneyou.at derzeit noch 0,55 Prozent Zinsen. Darüber hinaus überzeugen Tagesgeldkonten aber vor allem durch ihr hohes Maß an Flexibilität. Gerade für Personen, die Geld übrig haben und es erst einmal zur Seite legen möchten, ohne schon zu wissen, wann sie das Geld wieder benötigen werden, ist das Tagesgeldkonto optimal. Es ist jederzeit möglich, auf das Ersparte zuzugreifen und es komplett oder teilweise auf das Girokonto zu transferieren.

Lockangebote genau prüfen

Beinahe jede Bank – ganz egal, ob es eine Filial- oder Direktbank ist – bietet ein gebührenfreies Tagesgeldkonto für ihre Kunden an. Allerdings sind die Zinsen gerade bei Filialbanken extrem niedrig. Nur bei Direktbanken gibt es im Moment noch nennenswerte Zinsen. Sie führen teilweise einen erbitterten Konkurrenzkampf, von dem die Kunden natürlich profitieren. Andererseits wird es dadurch aber auch schwerer, ein wirklich passendes Tagesgeldkonto zu finden, denn nicht selten machen die Direktbanken mit attraktiven Lockangeboten auf sich aufmerksam.

Vorsicht ist geboten, wenn Banken zum Beispiel drei Prozent Verzinsung für das Tagesgeldkonto anbieten. Damit sollen lediglich neue Kunden geworben werden, damit diese ein neues Konto eröffnen. Oft sind solche Sonderangebote aber auf sehr kurze Zeit befristet und schon wenige Monate später wird der Zinssatz für das Tagesgeldkonto drastisch reduziert. Teilweise erhält man den hohen Zinssatz auch nur, wenn man gleichzeitig noch weitere Produkte der Bank nutzt oder andere Konten eröffnet. Daher sollte vor der Eröffnung eines Tagesgeldkontos immer das Kleingedruckte gelesen werden.

Die Einlagensicherung ist zum Schutz des eigenen Guthabens wichtig

Darüber hinaus ist bei der Nutzung eines Tagesgeldkontos auch die Einlagensicherung wichtig. Das gilt gerade dann, wenn man sein Geld bei einer ausländischen Bank anlegen möchte. Die Einlagensicherung greift nämlich, wenn die Bank, bei der der Kunde sein Geld zurückgelegt hat, pleitegehen sollte. Sie schützt also das Bankguthaben der Anleger. In der Europäischen Union ist die Einlagensicherung in Form von Fonds gesetzlich vorgeschrieben. Jeder Mitgliedsstaat muss einen derartigen Fond besitzen, damit jeder Sparer bis zu einer Guthabenhöhe von bis zu 100.000 Euro entschädigt werden kann. Da sich die Bonität einer Bank kaum einschätzen lässt, sollte stattdessen die Kreditwürdigkeit des Landes überprüft werden. Je höher sie ist, desto sicherer ist das Guthaben, das bei einer Bank in diesem Land angelegt wird. Gerade bei ausländischen Geldinstituten mit Tagesgeldangeboten spielt die Kreditwürdigkeit eine wichtige Rolle.

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Redaktion
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