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Eine Übersäuerung im Körper ist ein Ungleichgewicht des Säure und Basen Haushalt. 80% aller Menschen der Industrieländer leiden an Übersäuerung. Fast alle Alters- und Zivilisationskrankheiten können einer Übersäuerung des Körpers zugeschrieben werden.
Foto: Übersäuerte Frau mit Übergewicht
© Monkey Business Images - Dreamstime.com
Übersäuerung des Körpers
Der Säure und Basen Haushalt und pH-Wert
Entstehung und Anzeichen von Übersäuerung im Körper
Ursachen und Folgen von Körper Übersäuerung
Maßnahmen und Ernährung bei Übersäuerung
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von Markus Kienappel
EQUAPIO.com Redakteur
Jedes Lebewesen wird von Natur aus gesund geboren, lebt gesund und, wenn die Zeit gekommen ist, wacht es eines Tages nicht wieder auf. Es stirbt nicht an einer Krankheit. Woran liegt es aber, dass wir Menschen, und unsere Haustiere, zunehmend an Krankheiten leiden und teilweise schon mit schweren Allergien auf die Welt kommen? Ein Teil der Antwort ist in der Ernährungsweise zu finden, wie wir es nun darlegen.
Jeder Einzelne kann sich seine Gesundheit bewahren oder wiederherstellen, hierfür müssen wir allerdings alte Denkstrukturen und Gewohnheiten vergessen und konsequent neue Wege gehen. Durch eine falsche Lebensweise wird die Hauptursache für den gewaltigen Vormarsch der Zivilisationskrankheiten und Allergien gewährleistet: Ein übersäuerter Körper, im medizinischen Sprachgebrauch Azidose genannt.
Von einer Übersäuerung im Körper spricht man bei einem Ungleichgewicht des Säure und Basen Haushalt. Es sind genauer gesagt mehr Säuren als Basen vorhanden. Die alkalischen (basischen) Reserven sind erschöpft und die Säuren angestaut. Das Verhältnis von Säuren und Basen wird durch den pH-Wert in Flüssigkeiten bestimmt. Dieser liegt im Blut bei 7,35 bis 7,45. Sinkt der pH-Wert (siehe linke Spalte) unter dem Normbereich, dann ist das Verhältnis des Säure Basen Haushalt gestört und es liegt eine Azidose vor.
Der Organismus kann, wenn nur unzureichend Basen vorhanden sind, die zu vielen sauren Stoffwechselabfälle nicht mehr neutralisieren und ausscheiden. Überschüssige Säuren werden dann zunächst im Bindegewebe gelagert, um sie erst herauszulösen und auszuscheiden, wenn das Blut wieder über ausreichend basische Verbindungen verfügt. Während dessen greift der Körper auf Mechanismen zurück um das entstandene Basendefizit auszugleichen. Die Puffersysteme laufen dann auf Hochtouren, da der Körper alles versucht um den pH-Wert im Blut kontstant zu halten. Der Stoffwechsel wird gestört und es entstehen Krankheiten.
80% der Menschen aller Industrieländer leiden unter Azidose! Auch wenn es lange totgeschwiegen und verharmlost wurde, ist die Übersäuerung der Menschen durchaus ein ernstes Problem. Heutzutage werden fast 100% aller Alters- und Zivilisationskrankheiten einer Übersäuerung des Körpers zugeschrieben. Das haben mittlerweile auch konservative Universitäten mit medizinischer Fachausrichtung erkannt und bieten Programme in ihren Studiengängen über den Säure Basis Haushalt an.
Das Hinterlistige an der Körper Übersäuerung ist, dass Sie sich sehr langsam über Jahrzehnte aufbaut, ohne nennenswerte Symptome zu zeigen. Aber irgendwann fangen die Menschen an über die unterschiedlichsten Beschwerden und Erkrankungen zu klagen.
Erste Anzeichen von Übersäuerung können kosmetische Merkmale sein wie:
Desweiteren sind Symptome bei Übersäuerung:
Dies alles sind Hinweise auf Zellen und Organe, die nicht mehr richtig versorgt werden und auf Ablagerungen giftiger Schlacken, die sich im Körper angesammelt haben.
Schlechte und falsche Nahrung der Menschheit war schon immer Krankheitsursache. Doch nie zuvor hat sich der Mensch so viel von tierischem Eiweiß (Fleisch besonders Schweinefleisch), Milchprodukten (Käse, Yoghurt etc.), Weißmehlprodukten, industriell hergestellten Teig- und Nudelprodukten, Industriezucker, Kohlensäurehaltige Wasser & Limonaden, Kaffee, industriell verarbeitete Fruchtsäfte, Süßigkeiten (Schokolade) und Fertiggerichte ernährt. Diese aufgezählten Produkte sind die stärksten Säurebilder. Schlechtes Wasser, Alkohol, Nikotin sowie Zusätze in den Lebensmitteln wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker wie Glutamat oder Süßstoffe wie Aspartam und Zahngifte wie Quecksilber und Palladium, beschleunigen zu dem eine Übersäuerung des Körpers. Heutzutage nehmen wir mindestens 80% säurebildende und nur 20% basenbildende Nahrung zu uns. Es sollte aber genau anders herum sein!
Um unseren Säure und Basen Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen, müssen wir große Mengen zellverfügbarer Basenbilder zu uns nehmen und unsere schlechten Gewohnheiten ablegen, zu denen zu schnelles essen, zu viel essen, essen zu falschen Zeiten und rastloses essen gehören.
Weitere Gründe von Übersäuerung
Eine Azidose kann nicht isoliert betrachtet werden, wie zum Beispiel ein Muskelkater für den es nur einen Auslöser gibt. Es kann somit nicht ausschließlich falsche und ungesunde Lebensmittel die Schuld in die Schuhe geschoben werden. Die Suche nach weiteren Ursachen einer Übersäuerung des Körpers hat folgendes ergeben:
Hält die Übersäuerung über Jahre an, entwickelt sie sich zu einer chronischen Übersäuerung. Sie liegt dann auch innerhalb der Zellen vor (intrazelluläre Azidose). Die Reserven (Mineralstoffe und Salze) zur Neutralisierung von Säuren sind erschöpft und die Zellen können nicht mehr ausreichend ver- und entsorgt werden. Ohne Mineralstoffe schwinden die Selbstheilungskräfte und der Körper ist nicht mehr in der Lage Gifte auszuscheiden. Der Körper ist quasi machtlos. Die Folge sind schwerwiegende Erkrankungen (siehe linke Spalte), die durch heutige hochentwickelte Medikamente weiter unterdrückt werden.
Tückisch ist aber vor allem, dass übersäuerte Menschen die "eingelagerten Giftstoffe" auch übertragen können. Studien belegen zum Beispiel, dass Amalgam (aus Zahnfüllungen) im Blut einer schwangeren Frau zu 50% auf den Fötus übertragen wird. Da ist es nicht verwunderlich, dass Neugeborene krank und mit einem schwachen Immunsystem zur Welt kommen und beispielsweise an Neurodermitis und anderen Krankheiten leiden.
Bei einer bestehenden Übersäuerung im Körper ist die erste und entscheidende Maßnahme eine Ernährungsumstellung. Erhöhen sie deutlich die Zufuhr basischer Lebensmittel und reduzieren sie gleichzeitig die stark säurebildenden Lebensmittel. Am besten aber, Sie beginnen die Umstellung mit einer Basen Diät bzw. mit basenfasten und verzichten komplett auf Säurebilder. Unterstützen kann Ihnen dabei auch ein Basenpulver. Nehmen sie diesen Punkt bei einer akuten Körper Übersäuerung sehr ernst und ziehen sie ggf. eine Ernährungsberatung in Erwägung. Eine Ernährungsumstellung ist nicht einfach, lassen Sie sich deshalb helfen!
Aufgrund der jahrelangen Säurezufuhr reicht eine basenüberschüssige Nahrung aber alleine nicht aus, um die eingelagerten Schlacken im Organismus zu beseitigen. Deshalb:
Wenn man davon ausgeht, dass der Mensch wie jede Tierart während seiner biologischen Evolution auf eine für ihn in dieser langen Zeit verfügbare, mit seiner körperlichen Ausstattung erreichbare, mit seinen Zähnen zerkleinerbare, mit dem Verdauungsorgan verdaubare, in seinem Stoffwechsel verarbeitbare Urnahrung angepasst worden sein muss, dann ist es kein Wunder, dass wir mit der heutigen Nahrung krank werden.
Die richtige Antwort ist eine säurearme Kost bzw. eine basische Ernährung. Wie genau diese Ernährungsform aussieht, welche Nahrungsmittel basisch und säurebildend sind und was sie sonst noch tun können (z.B Nahrungsergänzungen wie JuicePlus, Wurzelkraft, Spirulina, Chlorella und basische Kosmetik) erfahren sie in dem Artikel Basische Nahrung!
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Ist das Maß für die Konzentration freier Wasserstoff-Ionen in einer Lösung. Er gibt den chemisch wirksamen Säuregrad einer Lösung an. Die pH-Wert Skala umfasst 15 Einheiten von 0 bis 14.
Am gesündesten sind wir bei einem pH-Wert im Blut von nicht niedriger als 7,35 bis 7,45. In diesem Bereich arbeitet unser Immunsystem optimal und Krankheiten werden schon im Keim erstickt (sehr geringe Ansteckungswahrscheinlichkeit). Kinder haben einen alkalischen pH-Wert, solange bis er im Laufe der Fehlernährung immer weiter sinkt.

Sie können Ihren pH-Wert mit Lackmuspapier (u.a. in der Apotheke erhältlich) ganz unkompliziert selbst testen, in dem Sie einfach den Teststreifen in den Speichel im Mund halten.
Der pH-Wert des Urins gibt keinen genauen Hinweis auf ein saures Milieu, da die Niere selbstregulierend ist und die Werte (abhängig von der Nahrung) unterschiedlich zu den verschiedenen Tageszeiten sind.
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Trinkwasser & Säure-Basen-Balance
von Dr. Hilmar Burggrabe, Dr. Markus Strauß
Preis: 19.90 EUR
Dieser praxisnahe Ratgeber zeigt:
Sie haben mich gepeinigt, weil ich zu denken wagte - sie haben mich gesteinigt, weil ich mein Denken sagte.(Michael Jurjewitsch Lermontow 1814-1841 Duell)
